3 Fragen an Jens Peters

Ein Fan von Bayer 04 Leverkusen muss sich in Gesprächen und Diskussionen rund um die schönste Nebensache der Welt häufig für seinen Lieblingsverein rechtfertigen. Gerade Fans der selbsternannten Traditionsvereine greifen Fans der Werkself häufig verbal an. Das Buch „111 Gründe Bayer 04 Leverkusen zu lieben“ bietet nun die ideale Diskussionsgrundlage für Auseinandersetzung mit Köln-, Gladbach-, Dortmund- oder Bayernfans. Autor Jens Peters, auch bekannt von seinem Blog catenaccio, hat 111 gute Gründe gesucht, den Werksverein zu lieben. Erfahrt im folgenden Interview wie erzu dem Buch gekommen ist und warum er Fan der Werkself geworden ist.

1. Du hast „mit 111 Gründe Bayer 04 Leverkusen zu lieben“ ein Buch über Bayer 04 Leverkusen geschrieben. Worum geht es in Ihrem Buch und wie ist es dazu gekommen?

Gute Frage. Worum geht es eigentlich? Unter ganz persönlichen Aspekten geht es darum, was ich – als Leverkusen-Fan – persönlich an Bayer Leverkusen toll finde. Was macht diesen Verein liebenswert in meinen Augen? Warum kann man überhaupt Fan von einem Werksklub sein? Das geht doch eigentlich nicht. Vermutlich werden sich viele Fans in diesem Buch wiederfinden, viele Geschichten kennen sie auch schon, aber vielleicht gibt es auch die ein oder andere Anekdote, die eher nicht so bekannt war. Bei 111 Gründen, warum Leverkusen so liebenswert ist, müssten doch auch ein paar Überraschungen dabei sein. Außenstehenden soll auf diese ganz persönliche Art der Verein ein bisschen näher gebracht werden. Mal gucken, wie gut das funktioniert.

Wie es dazu kam? Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf hat anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Bundesliga die Reihe „111 Gründe den Verein XY zu lieben“ gestartet und bei mir angefragt.

Ich bin zu der Blütezeit von Ulf Kirsten Fan der „Werkself“ geworden, wann fing dein Herz an für Bayer 04 Leverkusen zu schlagen?

Man kann wohl eher von „bluten“ sprechen und nicht von „schlagen“. Erstaunlicherweise hat mich nicht irgendein Erfolg auf die Leverkusener Seite gezogen, sondern das Mitleid. Ich sah 1986 erstmals ein Spiel der damals äußert „grauen Maus“ im UEFA-Cup. Unter Erich Ribbeck schied man mit zwei Remis gegen Dukla Prag aus. Was mir damals nicht so ganz verständlich war, denn immerhin hatte Bayer nicht verloren. Mein Vater musste mich über die Auswärtstorregel aufklären. Ich fand das irgendwie ungerecht und durchforstete in den Wochen danach den Kicker regelmäßig nach Leverkusen. Irgendwie bin ich dann dran geblieben und nur eine Saison später wurde man ja dann tatsächlich und auf wundersame Weise UEFA-Cup-Sieger. 

3. Welcher Grund Bayer 04 Leverkusen zu lieben ist dein persönliches Highlight und wie siehst du die aktuelle Situation der Werkself?

Ich habe eigentlich nicht den Grund parat. Vizekusen prägt natürlich immer irgendwie, aber es gibt so viele Geschichten, wo ich denke „ach guck mal – echt – so was in Leverkusen? – toll“. 

Die derzeitige Situation ist natürlich großartig, aber auf der anderen Seite auch bitter. Bayer hat ein tolles Team, einen Trainer der die Mannschaft scheinbar erreicht und spielt die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte und was passiert? Die Bayern jagen Rekord um Rekord und die Chance von Leverkusen auf einen Titel sind da natürlich gering. Aber wir Leverkusen sind ja genügsam. Nicht umsonst schallt es regelmäßig stolz aus der Nordkurve „Vizemeister SVB“!

Vielen Dank für das Interview!

111 GRÜNDE, BAYER 04 LEVERKUSEN ZU LIEBEN - Jens Peters - 2D-Cover - highres

Das Buch „111 Gründe Bayer 04 Leverkusen zu lieben“ ist wirklich gut geschrieben und viele der Gründe sind äußerst treffend. Da bald Weihnachten ist, kann man „111 Gründe, Bayer 04 Leverkusen zu lieben“ sicherlich unter den Weihnachtsbaum eines Fans von Bayer 04 Leverkusen legen.

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