3 Lehren aus der Partie gegen Italien

Nicht nur die schwere Verletzung von Mittelfeldmotor Sami Khedira stimmt Jogi Löw und vermutlich ganz Fußballdeutschland nachdenklich. In der Partie gegen den Angstgegner Italien konnte man einige große Baustellen der deutschen Nationalelf beobachten, die bis zur WM in Brasilien zu einem großen Problem werden könnten.

3 große Baustellen bis zur WM

1. Jansen und Höwedes sind keine Alternativen

Auf den beiden Außenverteidigerpositionen ist die deutsche Nationalmannschaft sehr dünn besetzt. Gerade auf der komplexen Position des Außenverteidigers, der mit die meisten Ballkontakte in modernen Systemen verzeichnet, ist es wichtig internationale Klasse aufzustellen. Diese internationale Klasse repräsentieren Jansen und Höwedes leider nicht. Technisch zu schwach, geistig viel zu langsam für das Spiel der deutschen Nationalelf und dazu offensiv viel zu ungefährlich, mit der Italien-Leistung haben Jansen und Höwedes keinen Platz bei der WM verdient. Bundestrainer Jogi Löw sollte bei den Außenverteidigern bis zur WM nochmal einige andere Kandidaten testen. Als potenzielle Back-Ups für die gesetzten Lahm (rechts) und Schmelzer (links) kämen Spieler, wie Jung, Bender, Oczipka, Castro und vor allem Kevin Großkreutz in Frage. Vielleicht sollte Jogi Löw diese in den nächsten Monaten einmal testen.

2. Götze ist keine „9“

Ohne richtige „9“ läuft das Offensivspiel der Nationalelf nur schlecht. Man agiert mit zu wenig Zug zum Tor und in vorderster Front fehlt die Durchschlagskraft. Mario Götze als „falsche 9“ strahlt fast keine Gefahr aus und wirkt wie ein Fremdkörper im System von Bundestrainer Jogi Löw. Mit Götze, Özil oder einer anderen „falschen 9“ ist die Nationalelf auf Gedeih und Verderb auf ihr Kurzpassspiel angewiesen. Sollte dieses, wie gegen Italien, einmal nicht so gut funktionieren, dann ist kein Plan B vorhanden. Lange Bälle oder Flanken finden keinen Abnehmer. Sollten Klose, Gomez oder sogar beide ausfallen, muss Jogi Löw eine Sturmalternative finden. Mögliche Kandidaten wären Kießling oder Lasogga.

3. Schweinsteiger oder Gündogan unverzichtbar

Die Begegnung gegen Italien bewies wieder einmal wie wichtig ein fitter Bastian Schweinsteiger ist. Ein Stratege im Mittelfeld, der das Tempo des Teams diktiert und Angriffe mit klugen Pässen einleitet ging der deutschen Nationalelf etwas ab. Bei Italien spielte Andrea Pirlo diese Rolle und bewies wieder einmal sein Weltklasseformat. Genau dieser Spieler im defensiven Mittelfeldspieler fehlt der Nationalelf, wenn Schweinsteiger verletzt ist. Ein geeigneter Ersatz wäre Ilkay Gündogan, doch der Dortmunder laboriert immer noch an einer hartnäckigen Verletzung. Die Verletzung Khediras mag zwar tragisch sein, aber die Verletzung Schweinsteigers und Gündogans ist für das Spiel der DFB-Elf weitaus schlimmer.

Wo seht ihr die größten Probleme der Nationalelf?

One Response to 3 Lehren aus der Partie gegen Italien

  1. David sagt:

    Hi. Du hast die Probleme eigentlich angesprochen. Die Außenverteidiger sind wohl das größte Problem. Die Nationalmannschaft hat auf jeder Position einen Weltklassespieler, bis auf Lahm hier aber nur einen. Schmelzer ist ok, mehr aber auch nicht. Von Schweinsteiger, Khedira und Gündogan ist sicherlich ein Ausfall nicht tragisch, aber schon ein weiterer ungünstig, alle 3 dramatisch. Hoffentlich werden Gündogan und Schweini in der Rückrunde von Verletzungen verschont bleiben und noch in Form kommen, bei Khedira sieht es einfach schlecht aus. Selbst wenn er fit wird, fehlt im die Form und Praxis. Im Sturm drückt auch der Schuh, wenn Gomez und Klose verletzt sind und Löw sich für Kießling zu schade ist oder wie man es sonst ausdrücken muss. Dennoch gibt es noch mit Kruse eine Alternative. Von Götze und Özil als falsche 9 sollte Löw Abstand nehmen!
    Gruß

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