Auf dem Boden der Tatsachen

Der Plan war klar: Ähnlich wie in der 2. Halbzeit gegen den FC Bayern, sollte die Werkself den FC Barcelona unter Druck setzen, sodass es zu einem offenen Schlagabtausch kommen kann. Robin Dutt wollte mit seiner Mannschaft „mitspielen“ um die letzte Minimalchance zu nutzen. Es war von vorneherein klar, dass die Werkself einen „Sahnetag“ und der FC Barcelona ein schlechten Tag benötigt, damit Leverkusen dieses Spiel nicht verliert. Doch an diesem Tag lief, wie so oft, alles anders als geplant.

Dadurch das Leverkusen mitspielen wollte, öffneten sich für den FC Barcelona Räume, die die Weltklasse-Spieler, allen voran Lionel Messi, eindrucksvoll zu nutzen wussten. Leverkusen versuchte aggressives Pressing zu spielen und um das Spielfeld möglichst eng zu halten, stand die Viererkette bei Ballbesitz Barcelonas auf Höhe der Mittellinie, was die schnellen Barca-Stürmer förmlich zum Kontern einlud. Zusätzlich gelang es der Werkself fast nie Druck auf den Gegner auszuüben, da das Pressing wenig eingeübt schien, das Zweikampfverhalten zu schwach war und die technischen Fähigkeiten des FC Barcelona einfach zu stark waren. Wenn Leverkusen sich dann einmal den Ball erkämpfen konnte, war er schnell wieder weg und eine neue Angriffswelle lief auf die überforderte Bayer-Abwehr zu. So nahm das Spiel seinen Lauf und die Werkself bekam 7 teils überragend herausgespielte Gegentreffer eingeschenkt. Dabei zeigte vor allem Messi nachdrücklich warum er Weltfußballer des Jahres geworden ist und erzielte 5 Tore. Während Bayer 04 Leverkusen von Minute zu Minute schlechter wurde, spielte Lionel Messi sich in einen wahren Rausch. Das Spielergebnis fiel mit 7:1 dementsprechend deftig aus. Trotzdem gab es für die ca. 4000 mitgereisten Fans, die über die gesamten 90 Minuten deutlich zu hören waren, noch einmal einen Grund zu jubeln. In der 90. Minute trug sich Karim Bellarabi, nach einem schönen Doppelpass mit Rolfes, in die Torschützenliste ein.

Am Ende des Spiels muss man konstatieren, dass Barcelona eine Klasse für sich ist und Robin Dutt mit seiner mutigen Taktik ein „Fehlgriff“ gelungen ist. Außerdem wurden allen Spielern auf dem Feld deutlich die Grenzen aufgezeigt. Es gelang keinem Spieler auch nur annähernd mit den technischen, spielerischen und taktischen Fähigkeiten seines Gegenspielers mitzuhalten, sodass das Spiel für Bayer 04 Leverkusen zu einem wahren Debakel wurde. Der FC Barcelona ist halt nicht der FC Bayern.

Jetzt heißt es „Kopf hoch“ und in der Bundesliga wieder angreifen, damit man im nächsten Jahr wieder in der Champions League spielen kann. Man sollte sich die guten Leistungen der letzten Wochen nicht durch die miserable Partie gegen Barcelona kaputt machen und in der VW-Stadt mit Selbstvertrauen zum 4.Bundesligasieg in Folge marschieren.

One Response to Auf dem Boden der Tatsachen

  1. David sagt:

    Ja, das war gestern echt bitter! Aber ist halt Barca! Da machst du nichts! Wobei ich die erste Hälfte noch ganz passabel war, Leverkusen hat versucht anzugreifen, aber es ist schon bitter: Greifst du an, um ein Tor zu schießen, kontern sie dich aus, verteidigst du nur, spielen sie dich aus! Einfach chancenlos. Wobei die zweite Halbzeit, vor allem die ersten 20 Minuten peinlich waren, bisschen mehr gegenwehr wäre wünschenswert gewesen. Sei´s drum, Mund abwischen und weiter machen. Ist halt Barca, ist halt Messi!

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