Bayer 04 gewinnt Schützenfest gegen den HSV

In einer vogelwilden Partie in der Leverkusener BayArena gewinnt Bayer 04 Leverkusen mit 5:3 gegen den HSV. In der rassigen und von vielen Fehlern geprägten Partie avancierte Heung-Min Son mit einem Dreierpack zum Spieler des Spiels. Bayer 04 Leverkusen ist nun punktgleich mit dem BVB auf dem 3. Tabellenplatz.

Vor der Partie

Trainer Sami Hyypiä setzte wieder auf die vermeintliche Stammelf. Für den gesperrten Bender rückte Emre Can in die Startformation und Stefan Reinartz wird weiterhin von Simon Rolfes vertreten.Bayer-HSV

1. Halbzeit: Bayer mit Blitzstart

Nach dem Punktgewinn in der Ukraine erwischte die Werkself einen Blitzstart in die Partie gegen den HSV. Schon früh kommt Sidney Sam nach schönen Kontern zu guten Torgelegenheiten, doch der deutsche Nationalspieler hatte wohl nicht genug Zielwasser getrunken. Sein Pendant auf der linken Angriffsseite machte es in der 9. Minute besser. Castro erkämpft sich einen Fehlpass von Calhanoglu und spielt auf Son, der im Strafraum Nationalspieler Heiko Westermann alt aussehen lässt und trocken flach ins rechte Eck treffen kann. Nur 7 Minuten später schickt Castro den Südkoreaner mit einem Traumpass auf Reisen. Son lässt Westermann und Tah stehen, umdribbelt HSV-Keper Adler und trifft zum 2:0 gegen seinen Ex-Verein. Was für ein Start der Werkself! Kurz darauf hat Torjäger Stefan Kießling die Chance auf 3:0 erhöhen, doch Kießling scheitert aus 16 Metern an Rene Adler. Danach schaltet die Werkself ein paar Gänge zurück und bringt den HSV in Person von Simon Rolfes zurück ins Spiel. Der Bayer-Kapitän spielt den Ball unter Bedrängnis zu Calhanoglu, der Beister am Sechzehner freispielt, dieser kann freistehend auf 1:2 verkürzen. Der HSV ist nun besser in der Partie. Nun geht es rauf und runter. Beide Teams scheinen ihr Mittelfeld aufgelöst zu haben. Dass bis zur Pause kein weiteres Tor mehr fällt, liegt an den vielen Abspielfehlern und Ungenauigkeiten beider Teams im Angriffsdrittel.

2. Halbzeit: Castro macht den Deckel drauf

Nach der Pause gaben beide Teams endgültig ihre Zurückhaltung auf und spielten mit offenem Visier. Einen langen Ball von Jansen in der 49. Minute wehrt Spahic per Kopf ab. Der Abpraller landet genau bei Lasogga auf dem rechten Fuß und dieser hämmert die Kugel volley ins Tor. Keine Abwehrchance für Bernd Leno! Das Spiel ist gedreht. Doch Leverkusen erhöhte nun wieder die Schlagzahl und wurd in der 54. Minute mit der erneuten Führung belohnt. Kießling zieht aus 20 Metern ab. Der Ball wird abgeblockt und landet bei Son, der frei vor dem Tor steht und eiskalt zum 3:2 treffen kann. Nun schmiss der HSV alles nach vorne und öffnete Räume für gefährliche Leverkusener Konter. Dabei ließ die Werkself eine Reihe bester Kontermöglichkeiten fahrlässig liegen. Erst in der 72. Minute konnte Kießling einen Konter erfolgreich abschließen und zum 4:2 treffen. Nach einem Traumpass von Son schiebt Kießling alleine vor Adler eiskalt ein. Das Spiel schien entschieden! Nur 2 Minuten später die Überraschung. Lasogga macht die Partie mit einem Kopfball nach einer Van der Vaart-Flanke wieder heiß. 4:3! Nun aber kontrollierte Bayer 04 Leverkusen wieder die Partie und war dem 5:3 näher als der HSV dem Ausgleich. So kam es dann auch. Leverkusen kontert und der Ball kommt zu Gonzalo Castro, der aus 20 Metern über den herausgelaufenen Rene Adler zum 5:3 ins Tor schlenzte. Mit diesem Ergebnis endete dann auch diese turbulente Partie.

Fazit: großes Fest der Fehler

Für den neutralen Zuschauer war es ein wahres Fußballfest, was sich an diesem Tag in der BayArena ereignete. Bayer 04 hatte einen Blitzstart und spielte eine überragende erste Viertelstunde. Danach holte man schwache Hamburger wieder zurück in eine Partie, die so einfach hätte sein können. Das eigentlich relativ harmlose Hamburger Pressing bereitete der Werkself große Probleme. Aus dem geordneten Spielaufbau gelang es der Werkself kaum sich sinnvoll nach vorne durchzuspielen. Zum Glück machten die Hamburger aber genug Fehler, sodass man das starke Umschaltspiel wiederholt einsetzen konnte. Im Prinzip erzielte Leverkusen alle Tore nach solchen Umschaltaktionen, die aus Hamburger Fehlern resultierten. Mit etwas mehr Konzentration hätte man am heutigen Tag noch deutlich höher gewinnen können. Doch Ungenauigkeiten oder Abspielfehler verhinderten ein klareres Ergebnis.

In der Partie gegen seinen Ex-Verein avancierte Heung-Min Son zum großen Matchwinner. Der Südkoreaner Heung-Min Son zeigte erstmals in dieser Saison, warum die Verantwortlichen vor der Saison 10 Millionen Euro für ihn auf den Tisch gelegt haben. Geschwindigkeit, Zug zum Tor und Kaltschnäuzigkeit bewies der Südkoreaner bei seinen drei Toren.

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