Bayer 04 – K.O. in letzter Minute

Vor einer traurigen Kulisse von lediglich 15 000 Zuschauern in der Volkswagen-Arena kann der VfL Wolfsburg gegen Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 gewinnen und zieht damit ins Viertelfinale des DFB- Pokals ein.

Vor dem Spiel

Das Trainerduo Hyypiä/Lewandowski setzt mit Hosogai im defensiven Mittelfeld auf eine Manndeckung für Wölfe-Spielmacher Diego.

Die Werkself bei der Niederlage gegen die Wölfe

1.Halbzeit: Eigentor bringt Leverkusen in Front

Beide Teams versuchen von Beginn an stabil in der Defensive zu stehen, um Chancen des Gegners zu verhindern. Bayer 04 Leverkusen versucht wie gewohnt nach dem Ballgewinn schnell in die Spitze zu spielen. Erst in der 16. Minute dann der erste gefährliche Torschuss für die Wölfe. Aus gut 20 Metern zieht Abwehrspieler Naldo ab, doch Leno kann den Aufsetzer mit seinem Kopf entschärfen. In der 31. Minute fällt dann der glückliche Führungstreffer für die harmlose Werkself. Nach einer schwachen Flanke des Linksverteidigers Sebastian Boenisch tritt Fagner über den Ball und fälscht unhaltbar für Benaglio ins eigene Tor ab. Kurz vor der Halbzeit noch einmal Aufregung. Kjaer foult Kießling an der Strafraumgrenze. Schiedsrichter Kircher entscheidet (wohl) fälschlicherweise nur auf Freistoß. So ging es mit einer glücklichen Führung für die Werkself in die 2. Halbzeit.

2. Halbzeit: 2 Fehler – 2 Tore

In der 2. Hälfte erhöhte der VfL Wolfsburg das Tempo deutlich und drückte die Werkself tief in die eigene Hälfte. Leverkusen kam nur noch selten zu Entlastungsangriffen, aber verteidigte tapfer. Erst in der 79. Minute wurde der erhöhte Aufwand der Wölfe belohnt. Carvajal will im eigenen Strafraum auf Höhe der Torauslinie Olic anschießen und einen Abstoß herausholen. Doch anstatt ins aus geht der Ball von Olic‘ Fuß Richtung Strafraumgrenze, wo der gerade erst wieder ausgegrabene, Träsch den Ball ins Netz ballert. Danach rappelte sich die Werkself nochmal aus und es entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie. Beide Mannschaften entwickelten einige Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Erst in der 90. Minute, als sich alle auf eine Verlängerung eingestellt hatten, nutzte der bis dahin unsichtbare Bas Dost ein kapitalen Bock von Ömer Toprak und knallte den Ball volley in die Maschen. So endetet das Spiel letztlich verdient mit 2:1 für den VfL Wolfsburg.

Fazit: kein Aufwand – kein Ertrag

Schlussendlich gewinnt der VfL Wolfsburg verdient mit 2:1 gegen Bayer 04 Leverkusen. Die Wölfe investierten mehr und kämpften sich damit zurück in die Partie. Bayer 04 Leverkusen hingegen wirkte nach einer langen Hinrunde müde und kraftlos. Außerdem fehlte der absolute Wille und die nötige Kreativität. Die hochgelobte Offensivabteilung um Schürlle, Kießling und insbesonder Gonzalo Castro fand kaum ins Spiel. Dass man letzlich knapp verlor lag vor allem an den beiden kapitalen Böcken von Carvajal und Toprak. Mit ein wenig mehr Einsatz und Konzentration wäre für die Werkself deutlich mehr drin gewesen. Nun kann man sich in der Rückrunde auf die beiden verbliebenen Wettbewerbe konzentrieren. Die erste Möglichkeit dazu ist bereits am morgigen Donnerstag, wenn die Begegnungen für die EURO League K.O.-Runde ausgelost werden.

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