Bayer 04 siegt eiskalt

Vor knapp 48 000 im Berliner Olympiastadion gewinnt Bayer 04 Leverkusen durch ein Tor von Stefan Kießling (29.) mit 1:0 und schiebt sich nach der Niederlage von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München auf Rang 2 der Bundesliga. Gegen die Hertha zeigte sich die Werkself taktisch sehr reif und äußerst effektiv.

Vor der Partie

Auf der Position des Linksverteidigers wurde der verletzte Sebastian Boenisch durch Emre Can ersetzt. Dafür rückte Lars Bender wieder ins defensive Mittelfeld.

1. Halbzeit Kießling eiskalt

Nach nur 2 Minuten musste Nationalspieler Sidney Sam ausgewechselt werden. Der Offensivspieler zog sich ohne Gegnereinwirkung einen Muskelfaserriss zu und wird in der Champions League gegen Manchester United fehlen. Von Beginn an stand die Werkself tief, versuchte vornehmlich das eigene Tor zu verteidigen und bei Fehlern der Berliner schnell zu kontern. So war es eine weitgehend ereignislose erste halbe Stunde. Bayer verteidigte überragend und die Hertha fand keinerlei Mittel. In der 29. Minute war es dann eine Balleroberung von Emre Can die den Führungstreffer einleitete. Der Ball wurde zu Gonzalo Castro weitergeleitet, der Tempo aufnahm und auf Jens Hegeler in die Spitze durchlegte. Hegeler spielte Kießling am Strafraum frei und der Torjäger konnte eiskalt zum 1:0 treffen. In der 43. Minute war es eine Hegeler-Flanke die Stefan Kießling ins Zentrum ablegte, wo Gonzalo Castro über das Berliner Tor köpfte. Hinter ihm hätte Son problemlos einschießen können. So endete die erste Halbzeit mit einem 1:0 für eine eiskalte Werkself.

2. Halbzeit: Leno überragend

In der 2. Halbzeit agierte die Hertha etwas risikoreicher, kam aber nur selten zu guten Torgelegenheiten. Zu konzentriert und diszipliniert verteidigten die Mannen von Sami Hyypiä. Die große Ausgleichchance vergab Cigerci in der 63. Minute. Nach einer Flanke stand der Berliner am langen Pfosten völlig frei, köpfte auf das Tor der Werkself, doch Torhüter Bernd Leno fischte den Ball aus dem Winkel. Weltklasse! Nur 2 Minuten später hätte die Werkself durch Heung-Min Son auf 2:0 erhöhen können, doch der Südkoreaner scheiterte an Thomas Kraft. Danach schmiss die Hertha alles nach vorne und lud damit Leverkusen zu Kontern ein. So konnte Bayer 04 Leverkusen durch den Australier Robbie Kruse noch 2mal gefährlich vor das Berliner Tor kommen, doch der eingewechselte Offensivspieler vergab ziemlich kläglich. Die Hertha hingegen konnte keine Torgefahr mehr ausstrahlen und verlor damit verdient gegen eiskalte Leverkusener.

Fazit: Nicht schön aber erfolgreich

Nach der Pleite der Dortmunder gegen den FC Bayern München ist die Werkself nun Zweiter. Anders als zu Glanzzeiten um die Jahrtausendwende  ist Bayer 04 Leverkusen nicht mit offensivem Kombinationsfußball erfolgreich, sondern mit eiskaltem Ergebnisfußball. Konsequentes Umschalten auf Defensive, diszipliniertes Arbeiten gegen den Ball und viel Laufarbeit sin die Zutaten des Bayerspiels. Dazu noch etwas Konterstärke und eine Prise offensive Extraklasse und man hat einen Tabellenzweiten der Bundesliga.

Am kommenden Mittwoch geht es in der Champions League gegen Manchester United. Einen kleinen Ausblick auf die Partie gibt es bei unseren Freunden von von1904.de. Im Gespräch ist diesmal Carsten Ramelow.

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