Bayer 04 überrascht Atletico

Vor gut 28 000 Zuschauern in der BayArena stößt Bayer 04 Leverkusen mit einer großartigen Leistung die Tür zum Weiterkommen in der Champions League ganz weit auf. In einer intensiven Partie gewinnt Bayer 04 Leverkusen durch ein Tor von Hakan Calhanoglu aufgrund einer couragierten Leistung hochverdient mit 1:0.

Vor der Partie

Vor der Partie ändert Coach Roger Schmidt das Personal im Gegensatz zum Spiel in Augsburg gleich mehrfach. Hakan Calhanoglu darf wieder im offensiven Mittelfeld auflaufen. Dafür rückt Gonzalo Castro ins geliebte defensive Mittelfeld. Hinten rechts rückt Routinier Hilbert ins Team und das Innenverteidigerduo bilden die eisenharten Spahic und Papadopoulos. Noch wichtiger ist aber, dass Mittelfeldmotor Lars Bender nach seiner Knieverletzung wieder von Beginn an ran darf.

1. Halbzeit: Spahic mit dem Hammer

Bayer beginnt sehr aggressiv und presst in einem irren Tempo. Man sieht bereits in den ersten Minuten, dass es eine intensive Partie werden wird. So ist es auch die Werkself, die in der 7. Minute zuerst gefährlich vor das Tor von Atletico kommen kann. Bayer mit dem Ballgewinn und dem schnellen Konter über Calhanoglu, der am Strafraum für Bender auflegt, doch dessen Schuss aus guter Position geht weit am Tor vorbei. Das hätte man besser ausspielen können. In der 12. Minute dann die nächste Chance: Atletico-Keeper Moya unterläuft im Strafraum eine Calhanoglu-Ecke. Die Kugel kommt zu Wendell im Rückraum, der den Ball aber nicht richtig trifft. Der verunglückte Schuss wird von Emir Spahic auf das Tor gelenkt, wo Mandzuckic kurz vor der Linie rettet. Nach 26 Minuten die größte Chance für die Werkself in der ersten Hälfte: Spahic wird 30 Meter vor dem Tor nicht angegriffen und zimmert die Kugel ans Lattenkreuz. Was ein Hammer! Nur 2 Minuten später ist Bellarabi auf rechts durch, flankt in den Strafraum, wo Moya knapp vor Drmic rettet. Erst kurz vor der Halbzeitpause kann Atletico für Gefahr vor dem Leverkusener Tor sorgen. In der 39. Minute kommt ein abgefälschter Schuss zu Turan, der den Ball quer durch den Strafraum chippt, doch Bernd Leno rettet die Kugel bevor Griezmann an den Ball kommen kann. Das war knapp! In der letzten Minute der ersten Hälfte hat Atletico dann die größte Führungschance. Bayer kann nach einer Ecke den Ball nicht klären. Der Ball kommt zu Tiago, der 8 Meter vor dem Tor zum Seitfallzieher ansetzt. Der Ball ist für Leno erst spät zu sehen und gegen seine Laufrichtung, doch der junge Keeper reagiert großartig und verhindert den Rückstand zur Halbzeitpause.

2. Halbzeit: Calhanoglu mit dem goldenen Tor

Auch in der 2. Hälfte bleibt Bayer tonangebend und geht aggressiv in jeden Zweikampf. Atletico kann kaum für Torgefahr sorgen. So ist es auch die Werkself, die nach einer Balleroberung im Mittelfeld und einer guten Ballbehauptung von Josip Drmic, in Führung gehen kann. Nach einem langen Ball von Castro schirmt Drmic die Kugel ab, spielt auf Bellarabi, der diagonal zum Strafraum läuft. Dort wird Bellarabi von 3 Gegenspielern gestellt. Doch Calhanoglu hinerläuft klug, bekommt die Kugel per Hacke zugespielt, nimmt sich den Ball clever mit und hämmert die Kugel in die Maschen. Verdiente Führung für die Werkself! Nur 2 Minuten später startet die Werkself einen erneuten Konter über Bellarabi, doch im 5 gegen 2 spielt der deutsche Nationalspieler einen unsauberen Pass, sodass die Chance verpufft. Erts in der 73. Minute gab es wieder so etwas wie Gefahr für das Tor der Werkself. Im Strafraum kommt Torres an den Ball, kann aber nur ein ungefährliches Schüsschen produzieren. Im direkten Gegenzug hat Drmic die Möglichkeit zum Konter. Er zieht von links ins Zentrum, tanzt einen Abwehrspieler aus, bekommt aber nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Moya keine Probleme hat die Kugel zu parieren. Danach fliegt Tiago nach erneutem Foulspiel vom Feld und die Werkself bringt das gute Ergebnis souverän über die Runden.

Fazit: Bayer aggressiv und dominant

Bayer präsentierte sich von Beginn an sehr aggressiv und überzeugte durch ein sehr intensives Gegenpressing. Man ging in jeden Zweikampf und scheute dabei auch kein Foulspiel. Kämpferisch war das eine ganz große Leistung der Werkself. Das agrresive Pressing sorgte immer wieder für den schnellen Ballgewinn. Aus den schnellen Ballgewinnen hatte man dann die Möglichkeit zu kontern, doch diese leiß man häufig ziemlch kläglich liegen. Das ist der einzige Vorwurf, den sich das Team von Roger Schmidt gefallen lassen muss. Nur kurz vor der Halbzeitpause ließ das Pressing etwas nach und Atletico kam zu 2 Chancen. Diese vereitelte der überragende Bernd Leno mit guten Reaktionen.

Die Innenverteidigung stand bombenfest und Mario Mandzuckic dürfte an diesem Abend wenig Spaß empfunden haben. Die beiden Außenverteidiger machten großartige Partien. Hilbert und Wendell sind schon seit geraumer Zeit in sehr guter Form und das bestätigten beide in der Partie gegen Atletico. Lars Bender machte einen hervorragenden Eindruck nach sener Verletzungspause und spulte ein hohes Laufpensum ab. Sein Partner im defensiven Mittelfeld machte auch ein hervorragendes Spiel auf seiner Lieblingsposition. Castro war Ausgangspunkt fast jeder Angriffsaktion, war Taktgeber und verteilte umsichtig das Spielgerät. Karim Bellarabi bereitete zwar ein Tor vor, doch machte er zu wenig aus seinen guten Möglichkeiten. Seine Pässe waren zu ungenau, teilweise spielte er zu spät ab oder er vergaß zur richtigen Zeit abzuschließen. Da war eindeutig mehr drin. Sein Gegenpart Son hingegen war offensiv fast gänzlich abgemeldet, schmiss sich aber ähnlich wie Bellarabi in jeden Defensivzweikampf. Hakan Calhanoglu erzielte das entscheidende Tor, muss nun mit dem neugewonnenen Selbstvertrauen noch aktiver und dominanter auftreten. Für seine Abschlussstärke sucht er leider zu selten den eigenen Abschluss. Stürmer Drmic war maßgeblich an der Entstehung des Siegtores beteiligt und war auch sonst sehr umtriebig. Er hat seine Afstellung mit dieser Leistung auf jeden Fall gerechtfertigt.

Nach dieser sehr konzentrierten Leistung fährt die Werkself mit einem guten Ergebnis nach Madrid. Doch zunächst muss gegen Freiburg in der Bundesliga und Kaiserslautern im DFB-Pokal eine gute Woche vollendet werden.

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