Bayer bleibt die beste „Werkself“

Vor gut 27 000 Zuschauern in der Leverkusener BayArena gewinnt Bayer 04 Leverkusen völlig verdient mit 3:1 gegen den VfL Wolfsburg und kann nach 12 Punkten aus den ersten 5 Spielen von einem gelungenen Start in die Saison 2013/14 sprechen. Kießling (2mal) sowie Sam waren für die Werkself erfolgreich und für die Wölfe konnte Olic treffen.

Vor der Partie

Trainer Sami Hyypiä musste verletzungsbedingt auf Mittelfeldmotor Lars Bender verzichten. Für ihn rückte Kapitän Simon Rolfes zurück in die Startformation. Zudem erhalten Phillip Wollscheid und Roberto Hilbert eine Chance von Beginn an.

Bayer-wolfsburg

1. Halbzeit: Schwache Partie

Bayer 04 Leverkusen startet im gewohnten 4-3-3 und zieht sich hinter die Mittellinie zurück. So kann der VfL Wolfsburg unbedrängt den Ball durch die Reihen laufen lassen. Die Außenbahnen der Werkself waren, wie gewohnt ziemlich offen, sodass dort immer wieder gefährliche Flankenläufe der Wolfsburger gestartet werden konnten. In der 24. Minute kam Bayer 04 Leverkusen erstmals gefährlich vor das Tor von Diego Benaglio und der Ball zappelte direkt im Netz. Rolfes hatte einen klugen Diagonalpass auf Sam gespielt, der den Ball an den Innenpfosten schiebt. Danach wird die Werkself etwas passiv und die Niedersachsen können einige gefährliche Flanken in den Sechzehner schlagen. Vor allem die Außenverteidiger der Werkself hatten ein ums andere Mal Probleme. In der 39. Minute ist es eben eine Flanke, die zum Ausgleich für den VfL Wolfsburg führte. Rodriguez flankt von links ins Zentrum, wo Ivica Olic zum 1:1 treffen kann. Nur 3 Minuten später scheitert Luis Gustavo an der Latte, sodass es mit einem gerechten unentschieden in die Halbzeitpause geht.

2. Halbzeit: Bayer bärenstark

Sami Hyypia muss in der Halbzeitpause wohl klare Worte an sein Team gewendet haben, denn nach der Pause spielt die Werkself wie ausgewechselt. Bayer 04 Leverkusen spielt nun deutlich aggressiver, aktiver und schneller. Die veränderte Spielweise resultiert in zahlreichen großen Torchancen. Son und Sam scheitern bei ihren 100% Torchancen nach schöner Vorarbeit von Stefan Kießling aus kurzer Distanz an den eigenen Nerven. Nun ist jeder Angriff der Werkself gefährlich. Zwischen der 45. und der 65. Minute werden die Wolfsburger an die Wand gespielt. Ein schöner Angriff nach dem anderen, doch alle Chancen werden leichtfertig vergeben. So muss in der 65. Minute eine Standartsituation herhalten um die erneute Führung zu gewährleisten. Freistoß Castro, Kopfball Kießling, Tor – So einfach kann Fußball manchmal sein. Nun wird die Partie hitziger. Diego Naldo und Luis Gustavo fallen immer wieder durch Diskussionen mit dem Schiedsrichter Markus Schmidt auf. Nach einem vermeintlichen Handspiel von Boenisch im eigenen Strafraum regt sich Gustavo derart vehement auf, dass Schiedsrichter Schmidt gelb zeigen musste. Kurz vor Schluss muss der Ex-Münchener nach einem harmlosen Foul gegen den Mann des Tages, Stefan Kießling, den Platz mit gelb-rot verlassen. Eine harte Entscheidung. Damit war das Spiel entschieden. In der letzten Minute setzt Publikumsliebling Stefan Kießling den verdienten Schlusspunkt. Nach einem starken Pass von Neuzugang Emre Can nagelt Kießling dann Ball aus spitzem Winkel in den Giebel. Abpfiff!

Fazit: Verdienter Sieg dank starker 2. Hälfte

In der ersten Halbzeit agierte Bayer 04 Leverkusen zu passiv und pomadig. Man bekam zwar das 1:0 geschenkt, doch ließ schwache Wolfsburger wieder zurück in die Partie kommen. Flanken des Gegners sind zwar in Leverkusens Taktik durchaus erwünscht, doch ganz ohne Gegnerdruck darf man in der Bundesliga keine Flanke zulassen. Die Offensivaktionen der Werkself waren zunächst zu zentral angelegt und die aufrückenden Außenverteidiger, die oftmals ungedeckt waren, wurden zu wenig ins Spiel einbezogen. Nach dem Halbzeitpfiff änderte sich Einstellung und Spielweise deutlich. Die Werkself war aggressiv, aktiv und spielte schnell über die Außenbahnen. Folgerichtig konnte man die Partie gegen den VfL Wolfsburg für sich entscheiden.

Das war gut: Die 2.Halbzeit war von allen Beteiligen wirklich stark. Stimmung, Spielweise und Ergebnis stimmten vollkommen. Das Angriffstrio Kießling/Sam/Son macht Lust auf die Champions League. Simon Rolfes beeindruckt nach längerer Abstinenz mit einer wohltuenden Ruhe und Emir Spahic ist weiterhin der Ruhepol in der Viererkette.

Das muss besser werden: Die Außenverteidiger müssen besser in das Spiel einbezogen werden. Boenisch und insbesondere Hilbert müssen sich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mit ihren Freiheiten zu wenig angefangen haben.

In der kommenden Woche trifft Bayer 04 Leverkusen in der Champions League auf Manchester United. Dort wird man die Leistung aus der 2. Halbzeit noch einmal steigern, damit man nicht ohne Punkte die Heimreise nach Deutschland antreten muss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterstütze MyFuba mit einem Likeschliessen
oeffnen