Bayer erkämpft 3 Punkte in Dortmund

Bayer 04 Leverkusen gewinnt in einer hitzigen Partie gegen Borussia Dortmund nicht ganz unverdient mit 1:0 und bleibt damit einziger Verfolger des FC Bayern München. Vor gut 80 000 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna Park avancierte Heung-Min Son mit seinem Siegtreffer in der 18. Minute zum Helden des Tages.

Vor der Partie

Sami Hyypiä setzt in der ungemein wichtigen Partie auf eine leicht veränderte Startelf. Für Robbie Kruse beginnt Jens Hegeler, Castro übernimmt für Reinartz und Spahic spielt in der Innenverteidigung für Wollscheid. Viel wichtiger als die Aufstellung, war die Einstellung der Werkself. Zu unterlegen war man in sogenannten Schlüsselspielen in dieser Saison gewesen und das sollte sich an diesem Tag ändern.

Bayer BVB

1. Halbzeit: Son belohnt die Werkself

Leverkusen ist von Beginn an wach und die Körpersprache der Spieler stimmt. Wie gewohnt diszipliniert geht das Team von Sami Hyypiä in die Partie gegen den BVB. Der BVB kommt in der Abwesenheit von Marco Reus in der 3. Minute zur ersten kleinen Chance, doch Lewandowski scheitert nach einem Zuspiel von Aubameyang aus spitzem Winkel an Bernd Leno. In der 8. Minute dann Leverkusen mit seiner ersten Chance. Wieder einmal das starke Umschaltspiel der Werkself, über einige Stationen kommt der Ball zu Hegeler, der aus 13 Metern an Weidenfeller scheitert. Leverkusen bleibt weiterhin durch Konter über die schnellen Spieler gefährlich und der BVB kann den engen Defensivverbund der Werkself kaum gefährden. So ist es in der 18. Minute ein Konter, der Bayer 04 Leverkusen die Führung beschert. Friedrich spielt einen katastrophalen Fehlpass in die Füße von Can, der legt auf Castro und dieser spielt einen Traumpass in den Lauf von Heung-Min Son. Der Südkoreaner umkurvt Weidenfeller und trifft aus spitzem Winkel zum 1:0. Den Dortmunder fällt es auch in der Folgezeit schwer den kompakten Defensivverbund der Werkself zu durbrechen und kommt durch Lewandowski lediglich zu einer kleinen Halbchance. Ganz anders dagegen Bayer 04 Leverkusen. Wieder ein ganz starker Konter: Hegeler spielt Son den Ball in den Lauf, der Südkoreaner steht allein vor Weidenfeller und kann sich die Ecke aussuchen, doch Weidenfeller reagiert Weltklasse. Kurz vor der Pause ist es wieder ein Konter über Son und Castro, doch Hegeler lupft nach einer hervorragenden Kombination aus 18 Metern über das Tor. Aufgrund der größeren Torchancen für die Werkself geht es mit einem verdienten 0:1 in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit: Spannende Endphase

Die 2. Halbzeit wird deutlich härter geführt. Gerade Bayer 04 Leverkusen geht deutlich kompromissloser in die Zweikämpfe, was den Hexenkessel zum Kochen bringt. So erhalten Can, Hegeler und Castro jeweils die gelbe Karte wegen zu hartem Einsteigen. An beiden Toren ist in dieser Zeit wenig Erwähnenswertes zu verzeichnen und die Partie lebt von der Spannung und den giftigen Zweikämpfen. Bis zur 80. Minute passiert wenig, doch dann steigt Spahic hart gegen Lewandowski ein und erhält folgerichtig die gelbe Karte.  Danach gibt es eine Rudelbildung bei der Spahic Mkhitaryan ins Gesicht fasst – Rot! Noch zehn Minuten und Bayer mit einem Mann weniger. Nun drückt der BVB und kann durch Lewandowski  erstmals nach langer Zeit wieder offensiv gefährlich werden, doch Leno pariert souverän in der 86. Minute. Nun liefert Leverkusen eine Abwehrschlacht und der BVB verzweifelt am Abwehrbollwerk. Nachdem Sokratis in der 92. Minute vom Platz verwiesen wurde, hat Reus die letzte große Chance. Piszczek spielt in der 4. Minute der Nachspielzeit auf Reus, der per Direktabnahme  an Leno scheitert. So endet die Partie mit einem verdienten Auswärtssieg für Bayer 04 Leverkusen.

Fazit: Verdienter Sieg und brutale Effektivität

Bayer mit der typischen Spielweise unter Sami Hyypiä im Jahr 2013. Defensiv steht man stabil und aus dieser kompakten Spielweise versucht man immer wieder durch überfallartige Konterangriffe zu gefährlichen Situation zu kommen. Dies klappt vor allem in der 1. Halbzeit mehrfach sehr gut. In der 2. Halbzeit verlagert man sich etwas mehr auf das Verteidigen und kann nur selten gefährlich Kontern. Der BVB beißt sich 90 Minuten an der Leverkusener Defensive die Zähne aus und kann nur selten für Torgefahr sorgen. Daher kann man an diesem Tag, anders als unter der Woche in Freiburg, von einem verdienten Sieger aus Leverkusen sprechen.

Endlich gelang es der Werkself auch in einem Spitzenspiel an die Leistungsgrenze gehen. Die Abwehr stand stabil und ließ die starken Dortmunder Offensivspieler nie zur Entfaltung kommen. Im Mittelfeld ackerte die Dreierreihe mit Castro, Bender und Rolfes unermüdlich. Defensiv war Rolfes der Anker im Spiel der Werkself und wurde nicht zuletzt deshalb von Spox zum Spieler des Spieles gewählt. Offensiv war es Gonzalo Castro, der immer wieder mit kreativen Ideen und herausragenden Pässen zu überzeugen wusste. Die Offensivabteilung war vor allem in der ersten Halbzeit immer brandgefährlich. So entschied die Werkself mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Partie gegen den BVB für sich und ist nun einziger Bayern-Verfolger.

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