Bayer mit einem Bein im Achtelfinale

Vot gut 15 000 Zuschauern im Petrovski Stadion gewinnt die Werkself durch einen Doppelpack von Heung-Min Son mit 2:1 gegen Zenit St.Petersburg und steht nun mit einem Bein im Achtelfinale. In einer temporeichen Partie hatte die Werkself etwas glücklich aber nicht unverdient am Ende die Nase vorn.

Vor der Partie

Bei der Partie in Russland setzte Trainer Roger Schmidt auf Hankan Calhanoglu im defensiven Mittelfeld, Jedvaj als Linksverteidiger und Brandt im offensiven Mittelfeld.

Bayer 04 - Zenit Sankt Petersburg

1.Halbzeit: Leno rettet brilliant

Nach der Niederlage in der Partie gegen Hamburg startete die Werkself etwas kontrollierter, blieb aber trotzdem immer gefährlich. Nach 8 Minuten gab Bellarabi den ersten Warnschuss aus 18 Metern ab, doch die Kugel flog über den Kasten. Nach knapp 15 Minuten kamen dann die Russen besser in die Partie und zu einigen guten Chancen. Zunächst landete ein Freistoß von Hulk aus dem Halbfeld am Pfosten der Werkself. Torhüter Leno hätte keine Chance gehabt. Nur wenige Minuten später tauchte Kerzhakov nach einem Traumpass von Danny alleine vor Bernd Leno auf, der aus kurzer Distanz den Fuß noch dazwischen bekommen konnte. In der 24. Minute waren es wieder Danny und Kerzhakov, die im Zusammenspiel für Gefahr sorgen können. Danny mit Pass auf Kerzhakov, der sich den Ball an Leno vorbeilegte, aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz treffen konnte. Bayer hatte in dieser Phase Schwierigkeiten die Russen unter Kontrolle zu bekommen. In der 32. Minute dann wieder etwas Entlastung für die Werkself. Kießling dribbelte unnachahmlich in den Strafraum, ließ 3 Gegenspieler aussteigen, wurde aber vom 4. Verteidiger am Torabschluss gehindert. Kurz danach prüfte Bellarabi Torhüter Loygin mit einem Schuss aus 20 Metern. Zenit hatte in der ersten Hälfte mehr von der Partie und war auch hin und wieder gefährlich vor Lenos Kasten, der 2mal gut reagierte und die Null hielt.

2. Halbzeit: Son mit dem Doppelschlag

In der 2. Hälfte wurde die Werkself etwas griffiger und spielte gefälliger nach vorne. Hinten standen Toprak und Spahic, der mehrfach mit überragenden Grätschen retten musste, deutlich stabiler. Trotzdem brauchte die Werkself einen Freistoß zur Führung. In der 68. Minute nahm sich Calhanoglu ca. 35 Meter vor dem Tor die Kugel und alles rechnete mit einem Kunstschuss des Türken, doch was kam war viel besser. Bayer packte einen genialen Freistoß-Trick aus. Bellarabi startete aus dem Strafraum und lief gegenläufig zur Abwehr aus dem Sechzehner. Nun bekam er die Kugel von Calhanoglu zugespielt, legte auf Son ab, der aus 20 Metern ins lange Eck schlenzte. Traumtor! Die Russen sind sichtlich geschockt und das nutzte die Werkself in Form von Son sofort aus. Bayer erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, Bender legte ab für Kießling, der einen schönen Pass in den Lauf vom durchgestarteten Son spielte. Dieser blieb allein vor Lodygin ganz cool und verwandelte zum 2:0. Erst kurz vor Schluss erzielte Einwechselspieler Rondon, nachdem die Werkself den Ball nur unzulänglich klärte und Ryazantsev einen Traumpass in den Strafraum spielte, per Direktabnahme den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Kruse, nach einer Vorlage von Drmic, noch per Kopf die Möglichkeit auf 3:1 zu erhöhen. Doch er vergab knapp.

Fazit: Verdienter Sieg mit überragendem Son

Nach den schwächeren Partien gegen Magdeburg und dem HSV ist die Werkself wieder auf Kurs. Gegen Zenit Sankt Petersburg überzeugte man vor allem in der 2. Hälfte mit einer reifen Spielanlage und einer effektiven Chancenverwertung. Dass man in der Champions League aktuell so gute Spiele abliefert ist relativ einfach zu erklären: Die Mannschaften in der Champions League haben ein anderes Selbstverständnis. Während Magdeburg und der HSV keine Ansprüche haben, das Spiel zu machen, sonder lediglich das Spiel der Werkself bestmöglich zerstören wollen, spielen die Gegner in der Champions League mit, ändern Ihre Taktik nicht für das „kleine Leverkusen“ und wollen ihrren eigenen Stil spielen. Genau in diesem Fall ist das extreme Pressing wirkungsvoll und die Werkself erhält die Ballgewinne und den Raum, den Sie braucht um erfolgreich zu sein.

Besonders beeindruckende Leistungen lieferten diesmal Heung-Min Son und Emir Spahic ab. Der Südkoreaner schoss 2 Tore und war vor allem in der 2. Hälfte sehr agil. Son fühlte sich etwas mehr im Zentrum sichtlich wohl und spielt derzeit den besten Fußball seiner jungen Karriere. Emir Spahic hat in seiner Karriere alles gesehen und gilt gemeinhin als harter Hund. Warum das so ist, zeigt die Partie gegen Zenit deutlich. nachdem Spahic sich in einem Zweikampf einen schmerzhaften Cut an der Oberlippe zugezogen hatte, spielte der Bosnier unter Schmerzen einer überragende Partie. Mehrfach rettete er in höchster Not und mit riskanten Grätschen und sorgte so dafür, dass die Werkself 88. Minuten die 0 hielt.

Am Wochenende geht es für die Werkself in einem Heimspiel gegen Mainz 05. Dort wird man zeigen müssen, ob man die Leistung der Champions League auch in der Liga abliefern kann.

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