Bayer schießt FC aus dem Stadion

Vor einer ausverkauften BayArena gewinnt Bayer 04 Leverkusen verdient mit 5:1 gegen den 1.FC Köln. Nach einer starken Anfangsphase der Kölner übernahm die Werkself das Heft in die Hand und überzeugte durch schnelles Umschaltspiel. Dabei hatte das Team von Roger Schmidt in der 15. Minute Glück als Bernd Leno bereits gelb verwarnt FC-Stürmer Ujah regelwidrig im Strafraum legte und Schiedsrichter Kinhöfer nicht nur zum Erstaunen der FC-Anhänger nicht auf Strafstoß für den FC und Platzverweis Bernd Leno entschied.

Vor der Partie:

Trainer Roger Schmidt musste beim Derby mit Ömer Toprak auf seinen besten Innenverteidiger verzichten. Ebenso musste Rechtsverteidiger Giulio Donati passen. Für Toprak begann Jedvaj in der Innenverteidigung und Donati wurde durch Hilbert ersetzt.

Bayer 04 gegen 1.FC Köln

1. Halbzeit: Kinhöfer im Brennpunkt

von Beginn an versuchte Bayer den 1.FC Köln in der eigenen Hälfte einzuschnüren und das Spiel zu dominieren. Die Kölner hingegen standen sehr defensiv und wollten aus der kompakten Defensive schnell kontern. Mit dem ersten Angriff der Kölner der Schock für die Werkself-Anhänger! Lehmann dribbelt in den Strafraum, gleichzeitig  rauscht Leno aus seinem Kasten. Der Kölner nimmt das Geschenk an und lässt sich fallen. Schiedsrichter Kinhöfer entscheidet auf Strafstoß – eine harte Entscheidung! Den fälligen Strafstoß verwandelt der Gefoulte eiskalt zum 1:0. Nun konnte sich der FC noch defensiver aufstellen und auf das Verhindern von Torchancen der Werkself konzentrieren. Dennoch konnte der FC in dieser Phase noch durch Konter gefährlich bleiben. So auch in der 15. Minute, als Spahic im Zweikampf mit Ujah zu kurz auf Leno zurücklegte und der Kölner Stürmer alleine auf Leno zulief. Auch diesmal rauschte Leno heran, diesmal traf er den Kölner aber eindeutig, doch diesmal blieb die Pfeife still! Fehlentscheidung von Kinhöfer. Auch danach konnte Leverkusen das Kölner Bollwerk kaum knacken, sodass eine Standartsituation für den Ausgleich sorgen musste. Nach einem Foul an Bellarabi zog Calhanoglu aus 30 Metern ab, die Kugel senkte sich vor Torhüter Horn, der nur nach vorne abklatschen lassen konnte. Den Abpraller versenkte Bellarabi aus kurzer Distanz zum 1:1. Auch danach blieb die Werkself am Drücker und versucht es vermehrt mit Fernschüssen. Dennoch gelang es bis zur Halbzeit nicht mehr die drückende Überlegenheit in eine Führung umzumünzen.

2. Halbzeit: Calhanoglu der Türöffner

In der Pause musste Trainer Roger Schmidt den angeschlagenen Kießling austauschen und brachte dafür Josip Drmic. Es dauerte ca. 15 Minuten bis die Partie wieder Fahrt aufnahm, dann aber richtig. Nach einem Foul von Mavraj an Son, nahm sich Calhanoglu die Kugel und zirkelte die Kugel unhaltbar aus 20 Metern in den Winkel. Danach  blieb die Werkself weiter dominant und der FC musste hinten aufmachen. Dies lud die Offensivabteilung der Werkself zum Kontern ein.  So auch in der 78. Minute, als Bellarabi auf der rechten Seite steil geschickt wurde, in den Strafraum zog, auf Son ablegte, der auf Drmic weiterleitete und der eingewechselte Stürmer zur 3:1 Entscheidung traf. In der Schlussphase konnten Drmic und Bellarabi das Ergebnis auf 5:1 erhöhen und machten damit den Kantersieg im Lokalderby klar.

Fazit: Ein verdienter Sieg, aber…

Nach einer schwachen ersten Hälfte setzte sich letztlich die bessere Mannschaft mit den besseren Einzelspielern durch. Natürlich war man begünstigt durch die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Kinhöfer. Während der erste Elfmeter zumindest strittig war, musste man den 2. Elfmeter pfeifen. Damit wäre Leno vom Platz gewesen und die Partie hätte eine andere Wendung genommen. Zu diesem Zeitpunkt stand der FC aber immerhin mit 1:0 in Führung und hätte die Partie auch ohne den Elfmeter positiv gestalten können. Die falsche Elfmeterentscheidung als alleinigen Grund für die Niederlage hinzustellen, ist zu einfach.

Die Werkself war einfach in der 2. Halbzeit deutlich aktiver, machte mehr fürs Spiel und wurde auch zielstrebiger. Man setzte den FC ständig unter Druck und wurde für diese erhöhte Aktivität auch belohnt. Der FC hingegen ließ sich zu weit in die Defensive drücken und versuchte nur noch zu verteidigen. Dies wäre auch fast gutgegangen, hätte die Werkself keinen Freistoßspezialisten wie Hakan Calhanoglu und der talentierte FC-Keeper Horn keinen rabenschwarzen Tag erwischt. Mit der Führung im Rücken zeigte die Werkself dann, was sie so stark macht: starkes Pressing, hohe individuelle Klasse, schnelle Tempodriblings und viele gute Torchancen. So war das Ergebnis auch in dieser Höhe korrekt, man sollte aber nicht vergessen, dass man immer hin fast 60 Minuten gebraucht hat, um den Riegel der Kölner das 2. Mal zu knacken und erst in der Schlussphase das Ergebnis in die Höhe geschraubt wurde.

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