Bayern-Durchmarsch bahnt sich an

Wer soll diese Bayern stoppen? Nach dem siebten Spieltag der laufenden Bundesligasaison stellt sich diese Frage mehr denn je. Die Münchner haben bis jetzt jedes Spiel gewonnen, ein exorbitantes Torverhältnis von 23:3, Robert Lewandowski ist in der Form seines Lebens. Es wird immer schwerer noch Argumente zu finden, die gegen den vierten Meistertitel der Bayern in Serie sprechen.

Vor Kurzem konnte der neutrale Fußballbeobachter noch darauf hoffen, dass Borussia Dortmund dem Rekordmeister in dieser Saison zumindest ärgern kann. Mit Neu-Trainer Thomas Tuchel holten die Borussen fünf Siege in Serie. Doch dann kam die englische Woche, Dortmund kam zweimal nicht über ein Unentschieden hinaus. Am kommenden Spieltag steht ausgerechnet das Duell Bayern München gegen Borussia Dortmund an. Die Bayern, die Heimrecht genießen, gehen mit einer Siegquote von 3/5 beim Wettanbieter 32Red in die Partie. Eine Quote von 9/2 entfällt auf einen Sieg der Dortmunder. Vor dem Duell gegen die Bayern ist die Stimmung bei Borussia Dortmund angespannt. Abwehrchef Mats Hummels kritisierte die Defensivleistung seiner Mitspieler beim späten Darmstädter Ausgleichstreffer öffentlich. Trainer Thomas Tuchel zeigte sich seinerseits irritiert von der Kollegenschelte seines Kapitäns.

Doch so schlecht die Stimmung bei den Dortmundern derzeit auch sein mag: Die Borussen scheinen noch am ehesten in der Lage zu sein, möglicherweise doch noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzureden. Denn Schalke 04 auf dem dritten Tabellenplatz konnte zwar die vier letzten Bundesligapartien für sich entscheiden, die Meisterschaft ist allerdings eher Wunschdenken denn realistisch. Trainer Andre Breitenreiter muss die Schalker nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre wieder im oberen Drittel der Bundesliga etablieren. Der Sieg gegen den HSV am vergangenen Spieltag wurde zudem von der schweren Verletzung Marco Högers überschattet. Der Defensivmann wird den Königsblauen aufgrund eines Kreuzbandrisses lange fehlen.

Auch beim VfL Wolfsburg läuft es diese Saison noch nicht rund. Zuletzt gab es nur ein mageres Unentschieden gegen Hannover 96. Die Klatsche gegen die Bayern am fünften Spieltag scheint Spuren hinterlassen zu haben. Robert Lewandowski hatte den Rekordmeister mit fünf Toren in neun Minuten zum Sieg geschossen. Dazu kommen interne Querelen. VfL-Coach Dieter Hecking hatte Stürmer Bas Dost zuletzt öffentlich für dessen im Training zur Schau gestellte Lustlosigkeit kritisiert. Der Niederländer ist mit fünf Saisontoren nichtsdestotrotz aktueller Topscorer der Wölfe. Gelungen ist dagegen der Champions-League-Auftakt der Wolfsburger. Mit einem Sieg gegen ZSKA Moskau verschaffte sich der Club eine gute Ausgangsposition in Gruppe B.

Ist der 26. Meistertitel für die Bayern also schon beschlossene Sache? Wettanbieter wie 32Red oder titanbet sehen die Münchner jedenfalls mit Abstand vorne im nationalen Titelrennen. Doch wer den Fußball kennt, weiß auch um dessen Überraschungspotenzial. Beispielsweise hätte vor Saisonbeginn kaum einer den Absturz von Champions League Teilnehmer Borussia Mönchengladbach vorhergesehen. Auch der FC Bayern kann in eine Krise geraten. Sollte Dortmund am kommenden Spieltag wenigstens einen Punkt aus München entführen, so kann die Tuchel-Truppe ganz schnell wieder zum Kandidaten für die Meisterschaft aufsteigen. Pep Guardiola ist sich der absoluten Favoritenstellung seiner Bayern in der Liga bewusst. Gerade deshalb wird der Katalane nie müde zu betonen, dass der Gewinn des Meistertitels noch längst nicht in trockenen Tüchern ist.

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