Bellarabi dreht Partie gegen Hertha BSC

Vor knapp 28 000 Zuschauer in der BayArena gewinnt Bayer 04 Leverkusen nach zweimaligem Rückstand mit 4:2 gegen Hertha BSC und feiert damit einen perfekten Saisonstart. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, dreht Bayer 04 Leverkusen angeführt vom überragenden Bellarabi im 2. Durchgang auf und gewinnt letztlich verdient gegen die Hertha aus Berlin.

Vor der Partie

„Never change a winning team“ heißt es im Volksmund und Cheftrainer Roger Schmidt hielt sich daran. So ging es mit der gleichen Elf wie am vergangenen Mittwoch in der Champions League in die Partie.

Bayer BVB

1. Halbzeit: Jedvaj mit dem Eigentor

Natürlich erwartet man von der Werkself dieser Tage immer von Beginn an ein Spektakel. Aber da spielte die Hertha nicht mit. Mit einer Fünferkette, vielen langen Bällen und zahlreichen Fouls entzog man sich dem aggressiven Gegenpressing der Werkself. So gelang es der Werkself fast 20 Minuten nicht erwähnenswert vor das Hertha-Tor zu kommen. Erst in der 20. Minute ist es ein schöner Pass von Son, der Bellarabi alleine auf Jarstein zulaufen lässt, doch der pfeilschnelle Offensivspieler scheitert mit seinem Lupfer am Hertha-Keeper. In der 24. Minute der Schock für die Werkself. Mit dem ersten wirklichen Angriff der Gegentreffer! Boenisch mit einem schlimmen Fehlpass, der Ball kommt zu Beerens, der quer in den Strafraum passt, wo Jedvaj unglücklich den Ball ins eigene Tor grätscht. Hinter ihm stand Hosogai zum Einschuss bereit. Auch in der Phase danach schafft es die Werkself kaum, Druck auf die Hertha-Abwehr auszuüben. Erst kurz vor der Halbzeit hat Bellarabi aus einer Einzelaktion nochmal die Chance, doch sein Schuss geht knapp am kasten vorbei. Quasi mit dem Halbzeitpfiff hat Schieber noch die Chance das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Nach einer verunglückten Faustabwehr von Bernd Leno verzieht der Ex-Dortmunder nur knapp.

2. Halbzeit: Bellarabi mit dem Sahnehäubchen

in der 2. Hälfte dann ein anderes Bild der Werkself. Viel druckvoller und engagierter gehen die Mannen von Roger Schmidt zu Werke. So auch in der 50. Minute: Castro nimmt sich ein Herz und maschiert couragiert durchs Mittelfeld, spielt einen Traumpass auf den durchgestarteten Jedvaj, der Jarstein umkurvt und durch dessen Arme zum Ausgleich treffen kann. Nun drückt die Werkself und Calhanoglu verzieht nach einer schönen Einzelaktion aus 16 Metern nur knapp. In der 60 Minute wieder ein Rückschlag für Bayer 0 Leverkusen. Wieder ist es ein Fehlpass von Linksverteidiger Boenisch, der die Führung der Hertha einleitet. Hosogai spielt den gewonnenen Ball auf Schulz, der auf dem rechten Flügel an Jedvaj vorbeigeht und eine scharfe Flanke durch den Fünfer jagt. Leno wehrt diese nur schwach ab und den hohen Abpraller versenkt Schieber aus einem Meter per Kopf zum 1:2. Nur 2 Minuten später Bayer mit einer einstudierten Freistoßvariante: Calhanoglu schlägt einen indirekt ausgeführten Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Spahic seinem Bewacher (Schieber) entwischt und zum Ausgleich treffen kann. Danach spielt nur noch die Werkself, doch zunächst scheitert Calhanoglu mit einem Schuss vom Strafraumrand am Pfosten (73. Minute). Nur eine Minute später spielt Bellarabi gleich 4 Berliner Defensivspieler schwindelig, zieht in den Strafraum und hämmert die Kugel aus kurzer Distanz an die Latte. Den Abpraller nimmt Brandt gedankenschnell mit der Brust an und versenkt ihn zum 3:2. Bayer mit der verdienten Führung und die BayArena steht Kopf! Nun muss die Werkself noch einige heikle Minuten überstehen, doch allen voran Sttefan Kießling wirft sich in jeden Defensivzweikampf. Kurz vor Schluss dann dann die endgültige Entscheidung der Partie und das Sahnehäubchen auf dieser großartigen Begegnung. In einem Konter schickt Brandt Calhanoglu auf der linken Seite auf Reisen. Der offensive  Mittelfeldspieler flankt an die andere Strafraumecke, wo Bellarabi die Kugel gegen die Laufrichtung des Torwarts volley ins Tor hämmert. Der Schlusspunkt einer unglaublichen Partie!

Fazit: Verdienter Sieg nach langem Anlauf

In der ersten Halbzeit entzog sich Hertha BSC erfolgreich dem Gegenpressing der Werkself. Es wurde einfach jeder Ball schnell mit einem langen Ball geklärt, sodass sich das ganze Team wieder stellen und auf das Verteidigen konzentrieren kann. So kam Bayer 04 nur selten zu Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. War die Mannschaft von Roger Schmidt doch mal gefährlich in des Gegeners Hälfte, wurde sofort das Foulspiel gesucht. Schiedsrichter Stieler verpasste es dieser Taktik frühzeitig durch gelbe Karten den Zahn zu ziehen. So konnte die Werkself zunächst nur durch Einzelaktionen von Bellarabi gefährlich werden.

In der 2. Hälfte änderte sich das Blatt und Bayer 04 Leverkusen kombinierte flüssiger, erhöhte den Druck und spielte deutlich zielstrebiger. Hertha hingegen verlor etwas die Ordnung, sodass Bayer mehr Raum und Platz zum Kombinieren hatte. Lässt man dieser Offensive aber zu viel Platz dann bekommt man Probleme. Bellarabi, Brandt, Kießling und Calhanoglu waren dann einfach nicht mehr zu stoppen.

Mit diesem verdienten Sieg setzt sich die Werkself an die Spitze und kann nach 2 harten Wochen nun in der Länderspielpause wieder etwas Kräfte sammeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterstütze MyFuba mit einem Likeschliessen
oeffnen