Blamiert aber trotzdem weiter

Vor knapp 24 000 Zuschauer in der Magdeburger MDCC-Arena gewinnt die Werkself gegen den klaren Außenseiter aus Magdeburg  erst nach dem Elfmeterschießen. In einer zerfahrenen Partie hatte der Underdog aus der 4.Liga die Werkself mehrfach am Rande des Abgrundes. Erst eine überragende Leistung Bernd Lenos im Elfmeterschießen rettete der Werkself den Sieg.

Vor der Partie

Trainer Roger Schmidt warf vor der Partie gegen den Viertligisten die Rotationsmaschine an und brachte Papadopoulos, Hibert, Jedvaj und Drmic von Beginn an. Dafür durften Bellarabi, der verletzte Reinartz, Wendell und Donati auf Bank oder Tribüne Platz nehmen.

Bayer-Magdeburg

1. Halbzeit: Calhanoglu mit dem Bltzstart

Bereits nach 3 Minuten schien die Werkself auf dem Weg zum souveränen Sieg. Nach einem kleinen Foul im Mittelfeld gab es Freistoß für Bayer 04 Leverkusen. Freistoßexperte Hakan Calhanoglu nahm sich das Leder und setzte den Freistoß aus 30 Metern direkt aufs Tor. Torhüter Glinker unterschätzte das Leder und der Ball trudelte ins Tor. Blitzstart für den Favoriten! Bayer blieb zunächst dran und hatte durch Drmic, Son oder Jedvaj gute Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Doch dann verlor das Team von Roger Schmidt den Faden und brachte durch viele einfach Fehler den 1.FC Magdeburg zurück in die Partie. In der 28. Minute bestraften die Magdeburger einen Leverkusener Doppelfehler. Papadopoulos verliert im Aufbau den Ball an Beck, der einen schönen Pass auf Siefkes spielt. Der Torschuss des Ex-Leverkusener geht genau Richtung Leno, doch dieser ließ den Ball durch die Arme ins Tor rutschen. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie zwischen dem Erst- und dem Viertligisten! Bayer drückte,, doch Magdeburg war immer durch Nadelstiche gefährlich. Calhanoglu und Son scheiterten an Torhüter Glinker und auf der anderen Seite prüften Hammann und Schiller Torhüter Bernd Leno.

2. Halbzeit: Grausame 2. Hälfte

Nach der Pause wurde das Spiel der Werkself noch fehlerhafter und ideenloser. Das Passspiel war unterirdisch und die Fehlerquote stieg ins Unermessliche. Die Magdeburger konnte aber auch nur noch selten Nadelstiche setzen, sodass erst in der 75. Minute ein Pfostenschuss von Stürmer Drmic aus spitzem Winkel für Gefahr sorgen konnte. Nur drei Minuten später machte sich die Werkself wieder das Leben etwas schwerer. Nach einem Foul im Mittelfeld ließ sich Son zu einem kleinen Nachtreten hinreißen und wurde zurecht des Feldes verwiesen. Doch auch der Platzverweis änderte wenig an den Kräfteverhältnissen in der Partie. So konnte Bayer in der 84. Minute nochmal durch einen Freistoß gefährlich werden, aber der Kopfball von Papadopoulos landete an der Latte. So ging es für beide Teams in die Verlängerung.

Verlängerung: Papas Kopfball rettet Bayer

In der Verlängerung wurde zunächst der FCM stärker und sorgte durch einen Lattenknaller von Hebisch in der 108. Minute für große Gefahr. Nur 3 Minuten dann der Schock für alle Werkelf-Fans: Brandt wird im Rückraum freigespielt und knallt die Kugel aus 20 Metern in den Giebel. Das Stadion steht Kopf und der Underdog kann die Sensation schon riechen. Doch die Werkself gab sich wie so oft in dieser Saison nicht geschlagen und kam durch einen Kopfballtreffer von Papadopoulos zum 2:2 Ausgleich.

Elfmeterschießen: Leno der Held

Nachdem Kießling und Spahic bereits verschossen hatten, hatte der 1.FC Magdeburg 2 Matchbälle das Spiel zu entscheiden, doch Hebisch, Brandt sowie Fuchs scheiterten an Keeper Leno, während für Bayer die Teenager Brandt, Öztunali und Jedvaj treffen konnten. Damit schaffte es die Werkself doch noch ins Achtelfinale des DFB-Pokals.

Fazit: Bayer ganz schwach

Bayer begann eigentlich ganz passabel, kam aber im Laufe der Spielzeit in einen Abwärtsstrudel. Es konnte kaum ein gezielter Angriff eingeleitet werden und die Fehlpassquote stieg deutlich an. Zwar stand man bis in die Verlängerung einigermaßen stabil, aber das ist gegen einen Viertligisten einfach zu wenig. Teilweise glich das Spiel einer sinnlosen Bolzerei und die Pille flog zwischen den Strafräumen hin und her, ohne dass ein Team die Ballkontrolle übernehmen und das Spiel beruhigen konnte. Es fehlte der Werkself an Einstellung, Ordnung und geistiger Frische. Der 1.FC Magdeburg machte aus den begebenheiten das Beste. Der Platz war schlecht, die Fans peitschhten ihr Team nach vorne und der Schiedsrichter ließ die vielen taktischen und teilweise sehr harten Fouls großzügig durchlaufen. Gepaart mit großem Einsatzwillen konnten die Magdeburger lange auf Augenhöhe (bei ziemlich niedrigem Niveau) mithalten und sogar in Führung gehen. Am Ende war es Pech, dass das Engagement der Magdeburger nicht mit dem Weiterkommen belohnt wurde. Bayer hingegen kommt mit zwei blauen Augen und einer Fast-Blamage ins Achtelfinale. Dort trifft man jetzt auf den 1.FC Kaiserslautern und kann Revanche für die Niederlage aus der letzten Saison nehmen.

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