Borussia Dortmund der dauerhafte Konkurrent des FC Bayern München

Nuri Sahin zurück in Dortmund

Nachdem der BVB nun auch international konkurrenzfähig geworden ist, wird auch Uli Hoeneß gemerkt haben, dass Borussia Dortmund mehr als nur ein „regionales Phänomen“ ist. Der BVB hat mit der Meisterschaft 2009/10 und dem Double in der letzten Saison bewiesen, dass er langfristig der große Widersacher des FC Bayern München werden könnte.

Der sportliche Aufstieg des BVB

Mit der Verpflichtung des Mainzer Trainers Jürgen Klopp gelang der Borussia ein wahrer Glücksgriff. Nach einem enttäuschenden 13. Platz unter Thomas Doll gelang es Jürgen Klopp den BVB wieder ins obere Tabellendrittel zu führen. Konnte sich die Borussia in der ersten Saison noch nicht für das internationale Geschäft qualifizieren, gelang es Jürgen Klopp in der zweiten Saison sein völlig umgebautes Team in die EURO League zu führen. Dabei war vor allem das Vertrauensverhältnis zwischen Verein, Vorstand, Management und Trainer dafür verantwortlich, dass der BVB wieder bessere Ergebnisse erzielen konnte. Mit Ruhe, Geduld und akribischer Arbeit entwickelten Jürgen Klopp und Michael Zorc eine Mannschaft, die in der Saison 2010/11 einen überragenden Fußball spielen sollte und für viele Experten überraschend Meister werden konnte. Diese grandiose Leistung wurde dann in der Saison 2011/12 durch das Double noch einmal getoppt.

Dabei hat vor allem die Spielweise der Dortmunder Borussia alle Kritiker und Fußballfans zum Schwärmen gebracht. Das aggressive Gegenpressing und der schnelle technisch hochversierte Angriffsfußball begeisterte mehr als nur die 80.000 Zuschauer im Signal-Iduna-Park. Nur international lief es in den letzten Jahren noch nicht für den BVB, was sich in dieser Saison eindrucksvoll ändern sollte. Mit tollen Auftritten gegen Manchester City und Real Madrid scheint der BVB nun auch in der absoluten Spitzenklasse angekommen zu sein. Die Zukunft für den BVB sieht auch mehr als rosig aus, denn die Elf von Jürgen Klopp hat, mit einem Durchschnittsalter von knapp über 24 Jahren, noch genügend Entwicklungspotenzial um auch in Zukunft auf allerhöchstem Niveau zu spielen. Für die Verantwortlichen des BVB bleibt nur zu hoffen, dass sie ihre außergewöhnliche Truppe zusammenhalten können. Spieler wie Götze, Hummels, Subotic, Reus und Lewandowski stehen auf dem Einkaufszettel sämtlicher internationaler Topklubs. Bisher konnten bis auf den japanischen Senkrechtsstarter Shinji Kagawa alle wichtigen Spieler gehalten werden. Aber warum sollte man auch einen erfolgreichen Verein verlassen, bei dem man vor gut 80.000 euphorischen Fans in einem Stadion mit der womöglich besten Stimmung in ganz Europa spielen darf? Und sollte doch einmal ein Spieler den BVB in Richtung eines ganz großen europäischen Vereins verlassen, haben die Verantwortlichen der Borussia bereits bewiesen, dass sie immer wieder gleichwertigen Ersatz finden.

Finazielle Entwicklung des BVB

Die finazielle Entwicklung der Borussia verläuft fast parallel zu der sportlichen Erfolgspur des BVB. Nach einigen schwierigen Jahren kurz nach der Jahrtausendwende befindet sich der BVB wierder auf dem Weg in die internationale Spitze der finanzstärksten Klubs. So gelang Präsident Rauball und Geschäftsführer Joachim Watzke die wirtschaftliche Konsolidierung und der Abbau der Schulden, die von den spendablen Vorgänger um den Manager Michael Meier angehäuft wurden.

Mittlerweile (Saison 2010/11) befindet sich der BVB auf Rang 16 der umsatzstärksten Vereine Europas. Mit einem Rekordumsatz von 191,21 Million € in der Saison 2011/12 sollten sie nun in die Top 10 vordringen können. Der FC Bayern ist mit einem Umsatz jenseits der 300-Millionen Marke zwar noch eine ganz andere Liga, aber der Abstand zu den Bayern halbierte sich innerhalb der letzten 2 Jahre. Aus Deutschland kann außer dem BVB und dem FC Bayern nur noch der FC Schalke 04 im Konzert der umsatzstärksten Klubs Europas mithalten.

Im Detail sehen der Umsatzzahlen der einzelnen Unternehmensbereiche des BVB wie folgt aus: 26,13 Millionen € nahm der BVB durch den Verkauf von Spielern, wie Kagawa oder Barrios, ein. Weitere 31,4 Mio € wurden durch den Verkauf von Tickets im Bereich Spielbetrieb umgesetzt. 15,46 Millionen Euro wurden im Handel und Catering umgesetzt. Den größten Anteil am Gesamtumsatz haben allerdings die Bereiche Werbung und TV-Vermarktung. Wenn man allerdings die 57,8 Millionen € aus der Werbung mit den 177,7 Millionen € des FC Bayern aus der Saison 2010/11 vergleicht, sieht man, wo der BVB noch Entwicklungspotenzial besitzt. Vor allem mit der jungen und sypathischen Truppe, die aktuell auch international für Furore sorgt, sollten in Zukunft deutlich mehr Sponsoren gefunden werden können.

Fazit

Schafft der BVB es seine junge und entwicklungsfähige Mannschaft zusammenzuhalten werden sie in näherer Zukunft kontinuierlich unter den Top 3 der Bundesliga zu finden sein. Wichtiger als das Spielerpersonal scheint mir aber die Personalie des Trainers. Der sportliche Erfolg ist eng mit dem Namen Jürgen Klopp verbunden und solange der Erfolgstrainer am Werk ist, wird der BVB auch erfolgreich sein.

Die wirtschaftliche Entwicklung hängt stark von den sportlichen Erfolgen ab. Sollte der BVB sich dauerhaft für die Champions League qualifizieren, dann wird sich der Umsatz um die 200 Millionen € Marke einpendeln. Um den Umsatz zu vergrößern sollten die Verantwortlichen den Boom um den Ruhrpottverein nutzen, aber dies ist den kompetenten Verantwortlichen des BVB durchaus zuzutrauen.

Eure Meinung ist gefragt: Wird Dortmund langfristig ein echter Bayern-Gegner? Und drohen uns sogar spanische Verhältnisse?

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