Braunschweig bremst Bayers Bombenstart

Vor gut 22 000 Zuschauern im Eintracht-Stadion in Braunschweig verliert Bayer 04 Leverkusen durch ein Tor von Dominik Kumbela mit 0:1 und entfernt sich etwas vom Führungsduo. In einer schwachen Partie, in der Bayer-Coach Hyypiä zahlreiche Spieler schonte, kam Bayer zunächst besser in die Partie, verlor letztlich aber nicht ganz unverdient gegen den Aufsteiger aus Braunschweig.

Vor der Partie

Sami Hyypiä tauscht gleich mehrere Spieler aus der Startformation gegen Augsburg aus. So durften Sam, Son, Kießling, Donati zunächst auf der Bank Platz nehmen. Spahic war aufgrund einer Verletzung gar nicht erst im Kader der Werkself. Dafür durften sich in der Offensive Kruse, Derdiyok und Hegeler beweisen. Wollscheid und Hilbert rückten in die Viererkette.

Bayer-Braunschweig

1. Halbzeit: Kruse mit Großchance

Bayer übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, konnte aber nur selten gefährlich werden. Braunschweig kämpfte und versucht über den schnellen Bellarabi für Gefahr zu sorgen. In der 19. Minute dann der erste zielstrebige Angriff der Werkself. Hegeler zieht aus 20 Metern ab und den Abpraller kann Robbie Kruse aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen. Nur 3 Minuten später kann Braunschweig-Keeper Davari einen abgefälschten Rolfes-Schuss abwehren. Nach dieser Druckperiode der Werkself wurde nun die Eintracht etwas besser und kämpfte sich in die Partie. Bis zur Halbzeit konnte aber keines der beiden Teams nennenswerte Torchancen erspielen, sodass es bei einem gerechten 0:0 blieb.

2. Halbzeit: Kumbela entscheidet rassige Partie

Für die 2. Halbzeit brachte Bayer-Coach Hyypiä den widergenesenen Lars Bender für den heute schwachen Emre Can. Nun entwickelte sich eine rassige Partie. Angepeitscht vom emotionalen Publikum übernahm Eintracht Braunschweig die Initiative. Erst in der 63. Minute konnte der erhöhte läuferische Aufwand der Braunschweiger in Torgefahr umgemünzt werden, doch der Schuss von Bayer-Leihgabe Bellarabi streicht über die Latte. Nun wechselte Hyypiä Sidney Sam und Stefan Kießling ein. Der maßlos enttäuschende Eren Derdiyok und Robbie Kruse verließen das Feld. Aber auch dieser Wechsel verpuffte. So passierte, was passieren musste. Bayer 04 Leverkusen, wurde für seine Schlafmützigkeit bestraft und Braunschweig belohnte sich für die große kämpferische Leistung.  In der 81. Minute spielt Boland, Theuerkauf im Strafraum an, diesem rutscht der Ball über den Schlappen, dieser Ball landet plötzlich bei Kumbela, der aus kurzer Distanz einfach einschieben kann.

Nun wurde es eine wilde Schlussphase. Bayer schmiss alles nach vorne und entblößte die Verteidigung, was zu guten Gelegenheiten für Braunschweig führte. So hatten Reichel und Ademi die Entscheidung auf dem, doch Bayer-Keeper Leno parierte glänzend. Stattdessen hatte Bayer durch Kießling die große Ausgleichsgelegenheit, doch der Leverkusener scheiterte aus kurzer Distanz an Braunschweig Keeper Davari. So endete die Partie mit einer verdienten Niederlage für Bayer 04 Leverkusen.

Fazit: Der zweite Anzug enttäuscht

Trainer Sami Hyypiä rotierte seine Mannschaft kräftig durch und wurde dafür von seinem Team bitter bestraft. Die Spieler, die ihre Chance erhielten, spielten äußerst schwach, aber auch das restliche Team spielte deutlich unter seinen Möglichkeiten. Ohne Sam und Kießling fehlte dem Team die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. Derdiyok zeigte erneut, dass er aktuell (und wahrscheinlich auch zukünftig) kein bundesligatauglicher Ersatz für Stefan Kießling sein kann. Auf dieser Position herrscht akuter Handelsbedarf. Die gesamte Offensive erwischte aber einen gebrauchten Tag. Zu selten passierte etwas Überraschendes und zu wenige Ideen wurden entwickelt. Ein Spieler, der bereits bewiesen hat, das alles zu bieten, spielte auf der anderen Seite. Bayer-Leihgabe Karim Belllarabi machte erneut eine großartige Partie und hätte am heutigen Tag der Werkself sicherlich gut zu Gesichte gestanden.

Die Breite des Kaders von Bayer 04 Leverkusen ist zwar außerordentlich gut, aber ohne die Säulen Kießling und Sam scheint es momentan nicht zu gehen. Alles in Allem erlebten die Werkself-Fans wieder einmal das böse Auswärts-Gesicht der Werkself, die in der Ferne häufig sehr fahrig, zurückhaltend und ideenlos agiert. Bisher äußerte sich dies aber nur selten im Ergebnis.  Schon am Dienstag sollte man ein anderes Auswärtsgesicht zeigen, um gegen Schahktar Donezk in der Champions League bestehen zu können.

Sorry für die reißerische Überschrift 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterstütze MyFuba mit einem Likeschliessen
oeffnen