Bremen setzt Siegesserie gegen Bayer fort

Vor knapp 40 000 Zuschauern im Bremer Weserstadion verliert die Werkself eine umkämpfte Partie mit 2:1. Damit setzt Werder Bremen seine Siegesserie fort und ist nun auf Kurs ins obere Tabellendrittel. Leverkusen hingegen muss nun gegen den VfL Wolfsburg um den Anschluss an die Spitzengruppe kämpfen.

Vor der Partie

Nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin tauscht Werkself-Trainer lediglich auf einer Position. Für den in Berlin durchaus soliden Papadopoulos rückte der erfahrene Emir Spahic in die Startformation.

1. Halbzeit: Bremen mit dem Bilderbuchkonter

Werder Bremen ist aktuell die Mannschaft der Stunde und startete wie gewohnt aus einer intensiven Verteidigung zielstrebige und schnelle Konter. So auch gegen die Werkself, die in der Rückrunde noch Ihren Rhytmus sucht. In der 17. Minute dann die erste Kostprobe des neuen „Werder-Fußballs“: Nach einem Ballgewinn kombiniert Bremen schnell nach vorne. Bartels wird auf der linken Seite freigespielt und flankt ins Zentrum, wo Selke die Kugel freistehend per Direktabnahme zum Führungstreffer ins Tor schieben kann. Nur wenige Minuten später zeigt das Team von Viktor Skripnik eine weitere Stärken, die es aktuell so unberechenbar macht: Standartsituationen. Freistoßspezialist Junuzovic flankt aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Gebre-Selassie fast zum 2:0 treffen kann. Nur eine Glanzparade von Bernd Leno verhindert das 2:0. Nur 2 Minuten später ist es aber dann soweit. Nach einem Handspiel von Ömer Toprak 20 Meter vor dem eigenen Kasten, schießt Junuzovic die Kugel unhaltbar in den linken Winkel zum 2:0. Bremen zeigt hier eine bärenstarke Leistung und die Werkself muss sich nach dem erneuten Schock erstmal sammeln. Erst in der 40. Minute die erste Chance für die Werkself, doch Brandt köpft eine Wendell-Flanke knapp am Pfosten vorbei. Nur drei Minuten später dann der Anschlusstreffer für die Werkself. An der rechten Eckfahne setzt sich Bellarabi gegen 2 Verteidiger durch, spielt auf Brandt, der passt weiter auf Castro und dieser zieht ab. Die Kugel prallt gegen den Pfosten und über Umwegen kann Calhanoglu den Abpraller zum 2:1 einköpfen.

2. Halbzeit: Bayer drückt auf den Ausgleich

Nach einer schwachen ersten Hälfte versucht die Werkself nun den Druck zu erhöhen, doch so wirklich zielstrebig ist das Team von Roger Schmidt dabei nicht. Trotzdem kommt die Kugel in der 52. Minute irgendwie zu Kießling, der aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten trifft. In der Folgezeit hat die Werkself zwar klare Feldvorteile, doch lediglich eine Wendell-Flanke kann nochmal für große Gefahr sorgen. Drmic köpft aus kurzer Distanz, Torhüter Wolf hält. Der Abpraller kommt zu Bellarabi, der aus kurzer Distanz abziehen oder zum freistehenden Drmic in die Mitte passen kann, doch der Offensivspieler drischt die Kugel weit am Tor vorbei. Auch in der Schlussphase gelingt der Werkself nicht viel, sodass man sich effizienten und engagierten Bremern geschlagen geben muss.

Fazit: Bayer bleibt fehlerhaft

Bremen reicht eine gute erste Hälfte gegen schwache Leverkusener zum Sieg. Die schnellen Konter offenbarten die Schwächen der Werkself schonungslos. Das aggresive Pressing funktioniert in der Rückrunde nicht wirklich. Die Offensive wirkt uninspiriert und kraftlos. Der Einsatzz und die Leidenschaft der Truppe stimmt, aber die Abläufe wirken defensiv wie offensiv unkoordiniert und ohne Struktur. Teilweise ist dies natürlich dem System geschuldet, aber aktuell scheinen die Rädchen des Systems nicht wirklich zu greifen.

Gegen Wolfsburg muss sich das Team der Werkself deutlich steigern, um den Anschluss an die Champions League Plätze nicht zu verlieren.

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