Deutschland ist Europameister

Nach einem knappen und etwas glücklichen 1:0 Sieg gegen Norwegen sind die DFB-Frauen Europameister 2013. In einem spannenden und hochklassigen Finale gewinnt Deutschland durch ein Jokertor von Anja Mittag in der 49. Minute.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Von Beginn an übernimmt die DFB-Elf das Heft des Handelns und kommt durch Keßler und Okoyino da Mbabi zu guten Torgelegenheiten. Nach einer guten Viertelstunde kommt Norwegen besser in die Partie. Vor allem Rechtsaußen Hansen war kaum zu stoppen. So kamen auch die Norwegerinnen zu guten Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. In der 29. Minute dann der große Schock. Die schwache Schiedsrichterin Cristina Dorcicoman entschied nach einer lächerlichen Schwalbe von Dekkerhus auf Elfmeter. Rönning trat an, doch Nadine „Natze“, was wohl eine Mischung aus Nadine und Katze bedeuten sollte, machte ihrem Namen alle Ehre und wehrte den Strafstoß mit dem Fuß ab. So ging es noch eine Viertelstunde hin und her, bis der Halbzeitpfiff ertönte und es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause ging.

Mittag eiskalt

Nach der Pause kam Mittag für Lotzen, die sich in vielen kleinen Zweikämpfen aufgerieben hatte und nur selten zielstrebig agierte. Bereits wenige Minuten später machte sich der Wechsel bezahlt. Nach einem traumhaft herausgespielten Konter spielt Okoyino da Mbabi am Sechzehner quer zu Mittag, die aus kurzer Distanz mit ihrem ersten Ballkontakt zum 1:0 traf. In der Folgezeit vergibt Okoyino da Mbabi zwei gute Gelegenheiten. In der 61. Minute dann die nächste Fehlentscheidung der Schiedsrichterin Cristina Dorcicoman , die heute besser etwas anderes gemacht hätte, als das EM-Finale zu pfeifen. Hansen fällt theatralisch im Sechzehner nachdem sie sich den Ball zu weit vorgelegt hatte und bekam den Elfmeter zugesprochen. Nun trat Gulbrandsen an. Und auch sie scheiterte an Nadine Angerer. In der Folgezeit versuchte es Norwegen mit vielen langen Bällen, doch die Abwehr um Anike Krahn stand gut und ließ nicht mehr viel zu. Vielmehr war es die deutsche Mannschaft, die nach Kontern noch das ein oder andere Mal gefährlich werden konnte. Marozsan und die überragende Keßler scheiterten jeweils knapp. In den letzten Minuten packten die Norwegerinnen nochmal die Brechstange aus, doch es gab kein vorbeikommen an der starken deutschen Defensive.

Angerer unglaublich

Angerer ist Europameister! So hätte die Überschrift heute lauten können. Die deutsche Torfrau hielt nicht nur 2 Elfmeter, sondern war auch sonst immer hellwach. Gerade die Erfahrung der Torfrau machte vielleicht den Unterschied aus. Auch im Finale war die deutsche Elf zeitweise ungeordnet, doch die individuelle Klasse der einzelnen Spielerinnen machte letztlich den Unterschied. So gewinnen die DFB-Frauen eine Europameisterschaft etwas glücklich ohne wirklich zu überzeugen. Dies sollte die Freude der jungen Spielerinnen natürlich nicht schmälern, sonder ein Ansporn für die Zukunft sein, es spielerisch noch besser zu machen.

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