Deutschland ist im Viertelfinale

Nach dem 3. Sieg im dritten Spiel der Europameisterschaft zieht die Nationalelf um Trainer Jogi Löw als Gruppensieger ins Viertelfinale ein. In diesem trifft sie auf Griechenland, den Gruppenzweiten der Gruppe A, der überraschend gegen Russland durchsetzen konnte. In einer Partie die größtenteils von Taktik geprägt war, gelang es letztlich dem Leverkusener Lars Bender den entscheidenden und beruhigenden 2:1 Siegtreffer zu erzielen.

Von Beginn an konnte die Löw-Elf den Gegner in die eigene Hälfte drücken. Dabei gelang es der Offensivreihe ein ums andere Mal gefährlich in den dänischen Sechzehner einzudringen. In der 19. Minute wurde dieser Aufwand dann belohnt. Nach einer flachen Müller-Hereingabe legte Gomez geschickt mit der Hacke ab und Podolski versenkte die Kugel in seinem 100. Länderspiel im Trikot der DFB-Elf mit dem rechten Fuß im Tor. Kurz nach der Führung allerdings folgte der überraschende Ausgleich. Nach einer einstudierten Eckballvariante köpfte Bendtner den Ball ins Zentrum, wo Kohn-Dehli cool einköpfte. Danach spielte fast nur Deutschland und die Dänen schlossen geschickt die Räume. Auffallend waren die fehlende Kreativität und die mangelnde Bewegung in der Offensive der deutschen. Es gelang nur selten gefährlich vor das dänische Tor zu gelangen, da vor allem die dänischen Innenverteidiger Agger und Kjaer über sich hinauswuchsen. So ging es mit einem Remis in die Halbzeit.

Nach der Halbzeit blieb das Bild unverändert. Deutschland drückte und Dänemark versuchte zu verteidigen. nur selten gelang es den Dänen effektiv zu kontern. So glich die Partie zeitweise einem Handballspiel. Nachdem Portugal im Parallelspiel 2:1 in Führung ging und Dänemark damit nur noch ein Tor brauchte, um Deutschland aus dem Wettbewerb zu schießen, zeigte auch die Löw-Elf Nerven. Dänemark gelang es einige Male gefährlich vor das deutsche Tor zu kommen und der Puls der Fußballfans in Deutschland stieg bedenklich. Bender sei Dank konnte in der 80. Minute der Sieg perfekt gemacht und damit die deutschen Fußballfans beruhigt werden. Nach einem ungenauen Özil-Pass stand der immer engagierte Lars Bender frei vorm dänischen Kasten und traf flach ins linke Eck zum 2:1 Siegtreffer.

Deutschland hatte über die gesamte Spielzeit 60% Ballbesitz, gewann fast 52% der Zweikämpfe und war drückend überlegen, konnte aber zu wenig Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Auf der deutschen Seite wussten insbesondere Sami Khedira, Mats Hummels und Startelfdebütant Lars Bender zu überzeugen. Auf dänischer Seite spielten sich die beiden Abwehrhünen Agger und Kjaer sowie der Sturmtank Bendtner in den Vordergrund. Enttäuschend war hingegen die Leistung der Weltklasse-Mittelfeldspielers Mesut Özil, der wie ein Fremdkörper im Team wirkte und von der Körpersprache keinen allzu glücklichen Eindruck machte

Deutschland trifft nun am kommenden Freitag im Viertelfinale auf Griechenland. Anpfiff ist um 20.45 Uhr in Danzig.

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