Deutschland mit Auftaktsieg gegen die Ukraine – souverän ist anders

Am heutigen Abend in Lille stand die EM-Eröffnungspartie der deutschen Nationalelf gegen Ukraine auf dem Plan. In einem klassischen Auftaktspiel eines großen Turniers gelang der DFB-Elf durch Tore von Mustafi und Schweinsteiger ein letztlich verdienter Arbeitssieg.

Keine Überraschungen in der Startformation

Joachim Löw sorgte mit seiner Aufstellung für kaum Überraschungen. Der Bundestrainer ersetzte den nach Muskelfaserriss noch nicht ganz fitten Hummels mit Mustafi. Neben Abwehrchef Boateng agierten die Außenverteidiger Höwedes und Hector in der Viererkette. Davor bildeten Kroos und Khedira die Doppelsechs. Hinter der einzigen Spitze liefen Müller, Özil und Draxler auf. Mario Götze sollte wieder die hängende Spitze spielen.

Mustafi per Kopf

Die DFB-Elf hatte fast die gesamte Partie über die Kontrolle und dominierte das Spielgeschehen. Trotzdem gelang es zu selten gefährlich in den Strafraum der Ukrainer zu kombinieren. So musste in der 19. Minute eine Standardsituation die Führung für die deutsche Mannschaft besorgen. Einen Freistoß aus dem Halbfeld flankte Toni Kroos punktgenau auf den Kopf von Mustafi, der die Kugel unhaltbar ins Netz wuchtete. Danach nahm das Team von Jogi Löw etwas das Tempo aus der Partie und die Ukrainer bekamen mehr Spielanteile. Kurz vor der Pause durfte man sich bei Torhüter Neuer mehrfach bedanken, dass dieser den Ausgleich verhinderte.

Nach der Pause war Deutschland wieder besser in der Partie, tat sich aber weiterhin schwer gefährliche Torchancen zu kreieren. Zu kompliziert, zu verspielt und manchmal schlicht zu langsam agierte die DFB-Elf in der Offensive. Zwar hatt Kroos nochmal einen gefährlichen Lattenkracher, aber auch Manuel Neuer musste auf der Gegenseite nochmal eingreifen. Erst in der Schlussminute machte der eingewechselte Schweinsteiger nach einem mustergültigen Konter den Deckel auf die Partie. Mit einem Dropkick nach schöner Özil-Vorarbeit feierte der WM-Held ein gelungenes Comeback.

Fazit: Es ist noch viel zu tun

Für Jogi Löw gab es wichtige Erkenntnisse, die er aus der Partie gegen Ukraine ziehen kann. Jerome Boateng und Manuel Neuer sind bereits in sehr guter Form und können so in Verlauf der EM ungemein wichtig werden. Dahingegen hat vor allem „Rechtsverteidiger“ Benedikt Höwedes“ eine Menge Luft nach oben. Der Außenverteidiger war nicht nur offensiv schwach, sondern rückte auch in der Defensive oftmals falsch ein und stand dadurch nicht auf der richtigen Position. Die Doppelsechs war gut in der Partie und insbesondere Toni Kroos zeigte sich als guter Spielgestalter. Die offensive Dreierreihe wirkte ungefährlich, zu verspielt und kaum zielstrebig. Ein Abschlussstürmer wie Mario Gomez hätte der Mannschaft da sehr gut getan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterstütze MyFuba mit einem Likeschliessen
oeffnen