Die bessere Mannschaft verliert schon wieder

Wieder kein Pokalspiel in der BayArenaWie schon im Hinspiel verliert die Werkself auch in Lissabon mit einem Tor Unterschied und scheidet damit im Sechzehntelfinale der diesjährigen Euro League aus. Im Estadio de la Luz verliert die Werkself unglücklich mit 2:1 gegen Benfica Lissabon.

Vor der Partie

Das Trainerduo Lewandowski/Hyypiä setzt wieder auf die aktuelle Bestbesetzung. Im gewohnten 4-2-3-1 versucht die Werkself die stabile Defensive der Portugiesen zu knacken. Nach der Hinspielniederlage in der heimischen BayArena musste die Werkself auswärts gewinnen, um in das Achtelfinale einzuziehen.Bayer-Lissabon

1. Halbzeit – Leverkusen deutlich gefährlicher

Von Beginn an ist die Werkself die spielbestimmende Mannschaft. Bereits in der 11. Minute scheitert Kießling nach einer flachen Hereingabe von Gonzalo Castro am Pfosten. Danach haben jeweils schafften es die technisch starken Benfica-Spieler sich besser aus dem Leverkusener Pressing zu befreien, sodass Benfica einen deutlich höheren Ballbesitzanteil hatte, ohne wirklich gefährlich zu werden. In der 38. Minute dann der Weckruf für die Werkself. Schürrle scheitert aus zehn Metern mit einem schwachen Abschluss an Keeper Artur. In der 40. Minute dann die große Chance zur Führung, doch Schürrle scheitert von Sechzehnereck am Pfosten. So geht es für die Werkself mit einem sehr unglücklichen 0:0 in die Halbzeitpause.

2.Halbzeit: John mit dem Nackenschlag

Unverändert starte Leverkusen in die 2. Halbzeit. Auch das Spiel bleibt unverändert: Benfica ist bemüht den Ball zu halten und Leverkusen versucht nach Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen. In der 51. Minute schien Kießling dann die anrennende Werkself zu belohnen. Doch leider stand der Stürmer bei seinem Tor knapp im Abseits. Gerade in Leverkusens Drangphase dann der Schock! Ola John setzt sich gegen Castro und Carvajal durch und schlenzt aus 15 Metern in den Winkel. Ein Tor Marke Traumtor! Für die Werkself sicherlich ein „Albtraumtor“. Nun musste Bayer Leverkusen 2 Tore erzielen, um in die nächste einzuziehen. Man kämpfte, fightete und bekam seine Chancen. In der 67. Minute scheitert Rolfes nach einer Carvajal-Flanke aus 5 Metern am gut reagierenden Artur im Benfica-Tor. Nur eine Minute später schoss Schürrle aus 20 Metern zu zentral auf das Tor der Portugiesen, sodass Artur leicht parieren konnte. In der 75. Minute fiel dann der längst fällige Ausgleichstreffer für Bayer 04 Leverkusen. Der eingewechselte Milik legt auf Andre Schürrle ab, der von 17 Metern ins Tor trifft. Die Hoffnung unter den Bayer-Fans keimte, doch erhielt sogleich einen echten Dämpfer. Nur 2 Minuten nach dem Ausgleichtreffer wird der Ball nach einer Ecke für Benfica Lissabon von der Bayer-Defensive in die gegnerische Hälfte geklärt. Von dort schlägt der portugiesische Keeper den Ball prompt zurück in Richtung gegnerischen Sechzehner, wo Lima sich nicht im Abseits befindet und mit seiner Flanke Matic mustergültig freispielen kann. Dieser hat nur wenig Mühe den Ball per Kopf ins Tor zu befördern. Danach kämpft die Werkself gegen die drohende Niederlage an, doch kann letztlich nicht mehr gefährlich vor das Tor der Portugiesen kommen. Da auch Benfica Lissabon ihre Konterchancen alle liegen lässt, endet das Spiel mit 2:1 für Benfica Lissabon.

Fazit: Die bessere Mannschaft verliert

In beiden Partien war Leverkusen die bessere Mannschaft und spielte sich zahlreiche Chancen gegen die portugiesische Spitzenmannschaft heraus. Die schlechte Chancenverwertung, fehlende Kaltschnäuzigkeit und individuelle Fehler führen letztlich zum Ausscheiden. Benfica Lissabon hat sich als erwartet starker Gegner auf Augenhöhe erwiesen, der der Werkself eines voraushat- Die Cleverness. Effektivität pur war das Erfolgsrezept für die Portugiesen. Eigentlich kann man der Werkself nur vorwerfen, dass sie ihre Chancen nicht genutzt hat. Es zeichnet sich langsam ein Muster ab. In engen Spielen gegen Gegner auf Augenhöhe fehlt der jungen Truppe noch etwas Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit. Als Beweis für diese These kann man die Partien gegen Borussia Mönchengladbach, gegen Borussia Dortmund und beide Partien gegen Benfica Lissabon werten. Nach der Winterpause geht der Werkself noch etwas die Balance und Effektivität ab, die das Spiel der jungen Mannschaft des Trainerduos Hyypiä/Lewandowski noch über weite Teile der Hinrunde auszeichnete. Die Evolution aus einer starken Kontermannschaft zu einer spielbestimmenden Ballbesitzmannschaft ist noch nicht gelungen und wird auch noch etwas Zeit benötigen. Gute Ansätze sind immer wieder zu erkennen, doch Rückschläge treten fast ebenso häufig auf.

Am Sonntag heißt es für die Werkself den Frust über das Ausscheiden in der Euro League in einen Sieg gegen Greuther Fürth umzusetzen.

One Response to Die bessere Mannschaft verliert schon wieder

  1. […] dem Ausscheiden aus dem Europapokal gegen Benfica Lissabon unter der Woche  reicht es für die Werkself in Fürth nur zu einer grausigen Nullnummer. In einer […]

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