Die besten (zentralen) offensiven Mittelfeldspieler der Welt

cl-pokalNach einer etwas längeren Pause gibt es nun die Fortsetzung der Rubrik „die besten der Welt“. Gesucht werden die besten offensiven (zentralen) Mittelfeldspieler. Wichtig dabei ist, dass der Arbeitsplatz der besten offensiven Mittelfeldspieler auch im Zentrum hinter dem Stürmer oder den Stürmern ist. Der sogenannte Spielmacher ist leider vom Aussterben bedroht, doch im modernen 4-2-3-1 System, mit dem aktuell sehr viele Vereine auflaufen hat der 10er einen festen Platz. Dabei wird die Position im zentralen offensiven Mittelfeld unterschiedlich interpretiert. So gibt es einige 10er, die häufig in die Spitze stoßen und sehr offensiv ausgerichtet sind und es gibt welche, die es bevorzugen das Offensivspiel zu initiieren, den Ball zu verteilen und Pässe in die Schnittstelle zu spielen.

1. Mesut Özil (Real Madrid):

Mesut Özil ist der beste 10er in meiner Auflistung. Als genialer Spielmacher der Königlichen aus Madrid hat sich Özil auf allerhöchstem Niveau etabliert. Der deutsche Nationalspieler hat eine herausragende Technik und eine großartige Ballbehandlung. Insbesondere sein überragender Antritt und seine Übersicht befähigen Özil einen Hochgeschwindigkeitsfußball zu spielen. Sein einziges Problem ist, dass er sich in Spielen lange Auszeiten nimmt und quasi unsichtbar ist, nur um im nächsten Moment einen Traumpass zu spielen. So sagte Real-Coach Mourinho einmal Mesut Özil sei „die beste Nummer 10 der Welt“. Und „Alle sehen Sachen von Figo und Zidane in ihm und stehen auf ihn. Er ist ein riesiges Talent, hat noch viel Luft nach oben.“

Trotzdem muss Özil sich im Haifischbecken Madrid auch häufiger Kritik gefallen lassen, was den jungen Deutsch-Türken bisher nicht aus der Bahn werfen konnte.

2. Cesc Fabregas (FC Barcelona):

Mal als falscher Neuner, mal als 10er ist Fabregas fast überall im fluiden System des FC Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft zu finden. Doch seine stärkste Position ist die des Spielmachers, das hat auch Barca-Coach Tito Vilanova festgestellt. Zwar ist der Spanier nicht der Schnellst, doch seinen Mangel an Grundschnelligkeit kompensiert er durch ein herausragendes Passspiel und eine starke Übersicht. Im Tiki-Taka vom FC Barcelona ist der kombinationssichere Fabregas bestens aufgehoben und gehört auf seiner Position zu den besten der Welt.

3. Mario Götze (Borussia Dortmund):

Mario Götze ist aktuell eines der größten deutschen Talente und spielt im System des BVB und der deutschen Nationalmannschaft eine große Rolle. Seine Geschwindigkeit und sein Dribbling sind Weltklasse. Mario Götze ist ein Spielmacher der neuen Generation, sozusagen ein 10er 2.0. Mit seiner Geschwindigkeit und Schnelligkeit kann er jede Abwehr der Welt auseinander nehmen. Wenn er nun noch kaltschnäuziger vor dem Tor werden würde, dann wäre er in der absoluten Weltspitze angekommen.

4. Luka Modric (Real Madrid):

Der Kroate hat sich von seinem Wechsel zu den Königlichen nach Madrid sicherlich etwas mehr erwartet. Bisher spielt der geniale Mittelfeldspieler nur eine Nebenrolle im System von Jose Mourinho. Bei den Madrilenen agiert Modric meistens als Achter und das obwohl die „10“ bzw. das offensive Mittelfeld seine natürlich Position ist. Auf dieser Position machte er für die Tottenham Hotspurs und die Nationalmannschaft von Kroatien bisher seine besten Spiele. Herausragende Stärken von Luka Modric sind seine Übersicht, sein Passspiel und die geniale Spielintelligenz. Hätte er bei Real Madrid nicht den bärenstarken Mesut Özil vor sich, würde Modric auch eine größere Rolle spielen.

5. Toni Kroos (FC Bayern München):

Wenn Mario Götze ein Spielmacher der neuen Generation ist, dann repräsentiert Toni Kroos noch die gute alte Zeit. Langsam, teilweise etwas lauffaul, aber dafür mit genialem Passspiel und herausragender Übersicht ist Kroos eine Ausnahmeerscheinung im Highspeed-Fußball. Die größten Stärken des deutschen Nationalspielers sind der Torabschluss, die wirklich grandiose Spielübersicht und die punktgenauen Flanken und Standartsituationen.

6. Eden Hazard (FC Chelsea):

Der belgische Nationalspieler im Dienste vom FC Chelsea gilt als größtes Talent Belgiens. Beim OSC Lille war er vor seinem Wechsel zu Englands Hauptstadtklub wichtiger Bestandteil der Meistermannschaft 2011/12. Mit 20 Toren und 22 Vorlagen hatte er entscheidenden Anteil an der Überraschungsmeisterschaft. Technik, und Stadardsituationen sind nur einige Stärken des belgischen Nationalspielers. Ob Außenstürmer, hängende Spitze oder 10er Hazard kann auf fast jeder Position im Mittelfeld spielen und ist nicht zuletzt deshalb so begehrt.

7. Shinji Kagawa (Manchester United):

Bei der Borussia aus Dortmund war der kleine Japaner die Entdeckung der Saison 2010/11. Mit seiner Wendigkeit und seinem Auge für den Nebenmann war Kagawa maßgeblich an der Erfolgsgeschichte Borussia Dortmund beteiligt. Nach seinem Wechsel zu Manchester United wurde Kagawa durch einige Verletzungen zurückgeworfen, sodass er bei seinem neuen Verein nicht so zum Zug kommt, wie er es gerne hätte.

8. Marouane Fellaini (FC Everton):

Der auffälligste Spieler der Top10 ist wohl Marouane Fellaini vom FC Everton. Mit einer Körpergröße von 1,93m ist der schlaksige Offensivspieler vom FC Everton eher ein untypischer Vertreter der „Spielmacherfraktion“. Trotzdem muss man konstatieren, dass er der wichtigste Spieler des FC Everton ist und das ganze Spielsystem den Fähigkeiten von Fellaini angepasst wurde. So ist der lange Ball auf Fellaini, dessen Ähnlichkeit zu Tingle-Tangle Bob auffällig ist, ein probates Mittel um das Mittelfeld zu überbrücken. Der Belgier kann aufgrund seiner grandiosen Ballbehauptung und seiner große Technik den Ball verarbeiten und entweder selbst gefährlich werden oder einen seiner Mitspieler ins Spiel bringen.

9. Javier Pastore (Paris St. Germain):

Ein relativ neues Gesicht auf allerhöchstem europäischem Niveau ist der Argentinier Javier Patore. Beim französischen Hauptstadtklub Paris St. Germain ist Pastore neben Zlatan Ibrahimovic der auffälligste Spieler. Schnell trickreich und kaum von Ball zu trennen ist Pastore, der vor einem Jahr 40 Millionen Euro Ablöse gekostet hat, ein Versprechen für die Zukunft.

10. Marek Hamsik (SSC Neapel):

Der SSC Neapel ist jedes Jahr ein Anwärter auf den Scudetto und großen Anteil an dieser Tatsache hat Marek Hamsik. Der slowakische Nationalspieler ist mit Edison Cavani der Erfolgsgarant des Traditionsklubs. Hamsik ist schnell, trickreich und hat eine Spielübersicht, die ihn auch für europäische Spitzenklubs interessant macht. Mit 10 Toren und 19 Vorlagen ist er auch in dieser Saison maßgeblich am Erfolg seines Klubs beteiligt.

Ein Spieler der fehlt, aber aufgrund seiner großartigen Anlagen eigentlich zu den 10 besten „Zehnern“ gehört, ist Wesley Sneijder. Da er gerade erst wieder in Tritt kommt und lange Zeit vom Erdboden verschwunden war, haben wir uns entschieden ihn aus den Top 10 zu streichen. Auch Kaka, Van der Vaart und Diegeo schafften es aufgrund zu schwacher Leistungen nicht in die Auflistung. Weitere Spieler, wie Boateng oder Eriksen fehlen noch, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht in Zukunft die besten auf dieser Position werden könnten. Wer jetzt vergeblich nach Messi oder Iniesta gesucht hat, den muss ich enttäuschen, da weder Messi noch Iniesta auf der „10“ werden sie erst in späteren Listen geführt.

Wie immer ist die Top 10 der besten zentralen Mittelfeldspieler nur eine persönliche Momentaufnahme und eine Diskussionsgrundlage. Also schreibt uns eure Meinung und diskutiert wer für euch in diese Auflistung gehört und welcher Spieler nicht in dieser Liste auftauchen sollte.

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4 Responses to Die besten (zentralen) offensiven Mittelfeldspieler der Welt

  1. SirVivaljunior sagt:

    In diesem Artikel des „Guardian“ ( http://www.guardian.co.uk/football/blog/2013/apr/04/playmaker-toni-kroos-mesut-ozil) wird die zukünftige Rolle des 10-ers eher anders gesehen als in Deinem Artikel und auch jemand anderem zugeschrieben. Von daher gibt es wohl nicht nur Deine „gewagte“ Interpretation des „Spielmachers 2.0“. Gewagt daher, weil nur die Tatsache, dass Götze ein guter Dribbler ist, ihn nicht zu einer neuen Generation von 10-ern macht. Ich denke, Götze gehört eher die Zukunft als „Stürmer 2.0“, nämlich der falschen Neun.

    • djs2e sagt:

      Danke für den interessanten Artikel! Götze ist weniger ein Spieler, der durch geniale Pässe und sensationelle Flanken auffällt, sondern eher durch schnelle Dribblings und Laufwege in die Spitze das Spiel „lenkt“, daher ist er für mich der Zehner 2.0. Also nicht in der Tradition der Zidanes, Ronaldinhos oder Sneijders dieser Welt. Die „falsche Neun“ finde ich nur in Ausnahmefällen gut, wenn man zum Beispiel auf eine sehr tiefstehende Abwehr trifft und wenig Platz hat, aber normalerweise braucht man einen Stoßstürmer, um sich auch einmal „hässlich“ aus Pressingsituationen zu befreien ohne gleich den Ball zu verlieren. Außerdem werden Flanken mit der „False 9“ irrelevant, was das Spielfeld noch enger macht. Aus diesen Gründen denke ich, dass Götze ein „Zehner“ ist und bleiben wird.

  2. David sagt:

    Hi. Meine Liste sieht so aus:

    1. Özil
    2. Fabregas
    3. Götze
    4. Hazard
    5. Pastore
    6. Modric
    7. Kroos
    8. Kagawa
    9. Hamsik
    10. Nasri

    Habe nur eine Änderung ist den Top-10 vorgenommen und mich für Nasri statt Fellaini entschieden. Wobei auch dieser auch da rein kommen kann. Wie immer subjektive Ansicht 😉

    Özil ist klar die Nummer 1. Wenn er noch den Abschluss verbessert, der meiner Meinung nach nicht sonderlich „top“ ist, gehört er ohne Zweifel zu den 3-5 Besten Kickern der Welt. Technik, Timing und Spielverständnis sind jetzt schon genial. Wahnsinn, dass da noch mehr kommen kann.

    Ich finde, dass die ersten 4 dieser Liste ein ganz anderes Niveau haben als der Rest. Da ist ein richtiges Leistungssprung erkennbar. Gut zu sehen an dem Beispiel Özil und Modric bei Real. Modric gehört zu den Besten der Welt, sieht aber neben Özil fast schon „alt“ aus, daher auch die zweite Geige für ihn. Ähnlich Kroos. Trotz toller Saison in München sehe ich zwischen ihm und Özil in der Nationalmannschaft (gut zu sehen beim Spiel in Paris vor einiger Zeit) einen Klassenunterschied.

    Freue mich schon auf die nächsten Listen!

    Gruß

  3. Markus sagt:

    1. Özil
    2. Fabregas
    3. Silva
    4. Hazard
    5. Mata
    6. Götze
    7. Hamsik
    8. Pastore
    9. Mata
    10. Fellaini

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