Die gefühlte Niederlage

In einer mit 30.210 Zuschauern ausverkauften BayArena trennen sich Bayer 04 Leverkusen und Werder Bremen mit 3:3. In einer teilweise sehr wilden Partie hatte Bayer 04 durch Jedvaj zunächst die Führung erzielt. Kurz vor der Pause glich Bremen durch Bartels an. Nach 60 Minuten gelang den Bremern durch di Santo sogar die Führung, die Calhanoglu per Freistoß wenig später wieder egalisierte. Son brachte Leverkusen dann in Führung, doch kurz vor Schluss erzielte Prödl den Endstand.

Vor dem Spiel

Nach der Länderspielpause und den Verletzungen von Brandt und Rolfes wechselte Trainer Roger Schmidt auf 2 Positionen. Für den verletzten Rolfes kam der wiedergenesene Bender in die Partie und Son wurde überraschenderweise durch Öztunali ersetzt.

Bayer 04 Aufstellung gegen SV Werder Bremen

1. Halbzeit: Chancenauswertung mangelhaft

Nach einem kurzen Abtasten übernimmt die Werkself die Spielkontrolle. Mit gewohntem Pressing und überfallartigen Angriffen lässt die Werkself den Bremern kaum Luft zum Atmen. Nach 6 Minuten spielt Bellarabi einen Flachpass durch den Strafraum, doch Fritz klärt vor dem heranstürmenden Öztunali. Nur wenige Minuten später kracht zum ersten Mal das Gebälk. Calhanoglu legt am Strafraum für Castro auf, doch dessen Kracher landet am Pfosten. Bayer lässt nicht nach und wird in der 17. Minute für seine Bemühungen belohnt. Calhanoglu mit klugem Pass auf Kießling, der schön ans rechte Strafraumeck passt, wo Jedvaj die Kugel kurz annimmt und unter die Latte zimmert. Nur 4 Minuten später die Riesenchance für Kießling! Werder-Keeper Wolf kann einen Fernschuss von Bellarabi nur abklatschen, den Abpraller kann Torjäger Kießling aus kurzer Distanz nicht versenken. Die Chance muss der Topstürmer einfach machen. Kurz danach ein Lebenszeichen der Bremer, doch Bartels kann Lenos Unsicherheit nicht nutzen und donnert eine schlecht abgewehrte Flanke in den Nachthimmel. In der 28.Minute ist die Werkself wieder am Zug. Nach einer Calhanoglu-Ecke legt Kießling am langen Pfosten ins Zentrum ab, Spahic den Ball an die Latte bugsiert. Erneut Pech für die Werkself! In der 35. Minute wackelt die Latte des Bremer Ghäuses wieder. Öztunali lässt Fritz alt aussehen, zieht aus der Drehung ab und trifft die Latte. Kurz vor der Pause dann der Schock. Aus dem Nichts steht Bartels am Strafraum frei vor Leno und hat keine Mühe den Keeper zu überwinden. So geht es mit einem absolut unverdienten 1:1 in die Kabine. Bei konsequenter Chancenauswertung hätte die Partie schon entschieden sein müssen.

2. Halbzeit: Prödl mit dem Schlusspunkt

In der 2. Halbzeit ein etwas anderes Bild: Bayer 04 wirkt ungeduldiger, wilder und etwas ungeordneter. Die Partie wird nun etwas hektischer und der schwache Schiedsrichter Dingert bekommt die Partie nicht mehr unter Kontrolle. Die Bremer haben nun mehr Platz zum Kontern und nutzen diesen in der 60. Minute zum Führungstreffer. Nach einem verlorenen Zweikampf von Boenisch ist die linke Seite völlig offen. Dort kommt Junuzovic an den Ball, spielt auf di Santo, der alleine vor Leno zum 2:1 treffen kann. Doch die Werkself erholt sich schnell von diesem Schock und kann nur 3 Minuten später ausgleichen. „Tresorschlüssel“ Calhanoglu zirkelt einen Freidtoß aus gut 20 Metern unhaltbar ins linke Toreck. Nur eine Minute später hat Selke die Chance zur erneuten Werder-Führung, doch Leno pariert im 1-gegen-1 Weltklasse. Der ingewechselte Son besorgt dann in der 73. Minute die Führung für die Werkself. Jedvaj mit schönem Pass auf den Südkoreaner, der mit einer geschickten Drehung Prödl alt aussehen lässt und aus 16 Metern ins Eck treffen kann. Wer nun glaubte die Partie sei durch, der wurde eines Besseren belehrt. Eine Busch Flanke verlängert Petersen im Strafraum so, dass Prödl am langen Pfosten nur noch einschieben muss (85.). Kurz vor Schluss hat Hajrovic nochmal die große Chance für Werder Bremen sogar 3 Punkte aus Leverkusen zu klauen, doch der Mittelfeldspieler verdaddelt die Großchance kläglich. Nach nur 3 Minuten Nachspielzeit – bei 4 Toren, zahlreichen Unterbrechungen und 6 Wechseln deutlich zu wenig- pfiff Schiedsrichter Dingert ab und beendete die großartige Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und Werder Bremen.

Fazit: Mangelnde Chancenverwertung kostet den Sieg

Bayer spielte eine überragende erste Hälfte, vergaß aber die vielen Torchancen in Tore umzumünzen. Werder Bremen sah in den ersten 45 Minuten kein Land und wurde auseinandergenommen. Doch anstatt 5:0 hieß es zur Halbzeitpause 1:1. Nach der Pause verlor die Werkself etwas die Kontrolle macht einige Fehler und war nicht mehr so zielstrebig wie in der ersten Hälfte. Man ließ deutlich mehr zu und wurde letztlich für eigene Fehler bestraft.

Für die kommenden Wochen gilt es eine bessere Balance zu finden und Fehler abzustellen, die die Mannschaft gegen Bremen um den verdienten Lohn gebracht haben. Am kommenden Dienstag kann die Werkself in der Champions League gegen Monaco die neue Spielweise auf intenationalem Parkett testen.

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