Dutt raus oder Mannschaft raus?

Die Fans jubeln und ein „Oh wie ist das schön“ schallt durch die BayArena. Die Fans singen „Deutscher Meister wird nur der SVB“ und hüpfen und tanzen. Was war passiert?  An diesem Samstagnachmittag spielte die Werkself nach 6 Spielen ohne Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg, der zuvor Fünf Spiele in Folge nicht gewinnen konnte, und verlor mit 0:3. – Ein weiterer Tiefpunkt in der Ära Dutt-  Kein Spieler erreichte an diesem Tag Normalform und ein Spielsystem war kaum zu erahnen. Das Spiel ist schnell beschrieben: Leverkusen hat sehr viel Ballbesitz und spielt langsam, fehlerhaft und fahrig nach vorne und lässt sich dann postwendend auskontern. Trotzdem fielen 2 der 3 Tore nach Eckbällen. Es war ein ganz schlechtes Spiel der Werkself, wahrscheinlich das Schlechteste in dieser Saison.

Aber wer ist daran schuld? Der Trainer oder die Mannschaft ?

Der Trainer versucht ein „System“ spielen zu lassen, dass mit dem vorhandenen Spielermaterial anscheinend nicht möglich ist. Robin Dutt scheint kaum positiven Einfluss auf die Spieler nehmen zu können und kommt mit seiner leicht arroganten und oberlehrerhaften Art nicht bei den Spielern an. Manchmal denkt man als Außenstehender Dutt glaube, er habe den Fußball neu erfunden. Dabei ist sein achso modernes Kick&Rush System schon früher weitaus erfolgreicher eingesetzt worden. Dutts Einwechslungen, wenn das Kontingent genutzt wird, wirken mehr als planlos und haben zumeist keinen positiven Einfluss auf das Spiel.

Aber ist das alles die Schuld des Trainers? Niemand verbietet den Spielern Leidenschaft, Engagement und Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Vor allem langjährige Bayerkicker zeichnen sich in dieser Saison durch Lustlosigkeit und Phlegma aus. Exemplarisch wären die Spieler Rolfes und Castro zu nennen, welche neben ihrer zumeist grausamen lethargischen Spielweise kein Mikrofon auslassen, um zu betonen, dass ihnen das aktuelle Spielsystem nicht passt. Als Außenstehender könnte man fast zu dem Schluss kommen, dass jeder Trainer, der neue Impulse setzen möchte, von den Spielern boykottiert wird. Diese Verweigerungshaltung war schon bei Bruno Labbadia und Michael Skibbe zu spüren. Nur Jupp Heynckes konnte mit seiner väterlich-umsorgenden Art die Spieler bei Laune halten. Genau da liegt das Problem. Diese rund um Komfortzone Bayer macht es Spielern immer wieder möglich sich zu verstecken. Die Spieler werden in Leverkusen in Watte gepackt und wer dieses System auflösen möchte wird boykottiert.

Wie man sieht sind weder Trainer noch Mannschaft ganz schuldlos an der aktuellen Situation. Daher ist meiner Meinung nach ein Trainerwechsel eine denkbare Maßnahme. Bayer 04 Leverkusen braucht einen Trainer mit klarem Plan und einer vernünftigen Art der Menschenführung. Es wird ein Trainer benötigt, der ein klares einfaches System spielen lässt, indem sich die hochveranlagten Spieler frei entfalten können. Außerdem müssen die Verantwortlichen über eine Umstrukturierung des Kaders nachdenken. Spieler wie Rolfes, Castro Reinartz, Derdiyok und Kießling, um nur einige zu nennen, sind Ursache für die Misere. Die phlegmatischen Spieler, wie Rolfes, Castro und Derdiyok spielen nur gut, wenn sie Lust haben oder Champions League angesagt ist und Spieler, wie Kießling und Reinartz genügen einfach nicht den Ansprüchen eines Meisterschaftskandidaten. Dabei wäre auch ein Umdenken der Verantwortlichen unabdingbar. Eine Veränderung des Vereinsklimas von einer Komfortzone zu einem erfolgsorientierten Denken ist für eine erfolgreiche Zukunft von Bayer 04 Leverkusen essenziell.

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