EM-Viertelfinale

„Möge der Bessere gewinnen.“ So oder so ähnlich könnte das Motto der Viertelfinalpartien gewesen sein. Jeweils der spielerisch besseren Mannschaft gelang es letztlich sich für das Halbfinale zu qualifizieren, was den neutralen Zuschauer natürlich auf spannende und ausgeglichene Spiele hoffen lässt.

Portugal-Tschechien 1:0

Portugal gewinnt dank eines überragenden Cristiano Ronaldo verdient mit 1:0 gegen Tschechien und trifft nun im Halbfinale auf den Favoriten aus Spanien. Über die gesamten 90 Minuten waren die Portugiesen spielbestimmend, nur gelang es ihnen lange Zeit nicht ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Beleg für die Dominanz der Portugiesen ist ein Ballbesitz von 62,2 % und ein Torschussverhältnis von 20 zu 2. Dass die Partie trotzdem lange Zeit so offenblieb, lag vor allem an der mangelnden Chancenverwertung Portugals. Allein Cristiano Ronaldo hatte mehrfach die Führung auf dem Fuß. Aber entweder das Aluminium oder starke tschechische Torwart Cech wussten dies zu Verhindern. In der 79. Erlöste der Weltstar seine Landsleute und erzielte nach einer wunderschönen Moutinho-Flanke per Kopf den 1:0 Siegtreffer. In diesem Spiel bewies Cristiano Ronaldo endlich auch in der Nationalmannschaft, dass er in kritischen Momenten Verantwortung übernehmen kann. Alles in allem ein verdienter Sieg der klar spielbestimmenden Mannschaft aus Portugal.

 

Deutschland-Griechenland 4:2

Einen ausführlichen Spielbericht zur Partie Deutschland gegen Griechenland gibt es hier

Spanien-Frankreich 2:0

Durch einen Doppelpack von Xabi Alonso in seinem 100. Länderspiel zieht Spanien ins Halbfinale der Europameisterschaft ein. In einem über weite Strecken ereignisarmen Spiel zwischen Frankreich und Spanien gewann der amtierende Welt-und Europameister letztlich souverän mit 2:0. Die Spanier spielten ihr übliches Spiel: Viele lange Ballstaffeten, wenig Raumgewinn, den Gegner viel laufen lassen und effektiv die Chancen verwerten. Die Franzosen hatten diesem Spiel nur wenig entgegenzusetzen. Einzig die individuelle Klasse Franck Riberys sorgte hin und wieder mal für Gefahr vor dem spanischen Kasten. So spielten die Spanier ihren Stiefel herunter und gewannen unspektakulär und ungefährdet gegen überforderte Franzosen. Man wurde das Gefühl nicht los, dass die spanische Elf nur das tat, was unbedingt notwendig war und problemlos ein bis zwei Gänge hätte zulegen können. Spanien trifft nun auf Portugal und wird es in dieser Partie deutlich schwere haben als gegen die enttäuschenden Franzosen.

 

Italien-England 4:2 n.E.

Das Viertelfinale Italien gegen England musste durch Elfmeterschießen entschieden werden. In den 120 Minuten zuvor war es den drückend überlegenen Italienern nicht gelungen einen ihrer 36! Torschüsse im Tor von Joe Hart unterzubringen. Vor allem Balotelli erwies sich als echter Chancentod und vergab mehrfach relativ freistehend vor dem englischen Kasten. War die erste Halbzeit noch relativ ausgeglichen, wurden die Italiener, angeführt durch den starken Andrea Pirlo, mit zunehmender Spieldauer immer stärker. Über die gesamte Spielzeit hatte Italien 68% Ballbesitz und bestimmte das Spiel nach Belieben. England spielte mit der Chelsea-Taktik und mauerte sich ins Elfmeterschießen, indem sie, wie es sich für eine englische Mannschaft gehört, den abgezockten Italienern unterlegen waren. Italien trifft im Halbfinale am 28.06 auf Deutschland.

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