Gonzalo Castro rettet der Werkself einen Punkt

In einer teilweise wirklich wilden Partie trennen sich Bayer 04 Leverkusen und der FSV Mainz mit 2:2. Vor knapp 29.000 Zuschaurn konnte die Werkself nur teilweise überzeugen und tritt damit weiterhin auf der Stelle.

Das Trainergespann Hyypiä/Lewandowski musste verletzungsbedingt auf den etatmäßigen 6er Stefan Reinartz verzichten. Dafür rückte Kapitän Simon Rolfes auf die Position direkt vor der Abwehr.

1. Halbzeit

Die Werkself begann druckvoll und übernahm von Anpfiff an die Spielkontrolle. So konnte die Mannschaft von Trainergespann Hyypiä/Lewandowski einige Male durch schönen Kombinationsfußball vor allem über die Außenbahn gefährlich vor das Mainzer Tor kommen. Doch wie schon in den letzten Wochen schaffte es die Werkself nicht die klare spielerische Dominanz in einen Torerfolg umzumünzen. So vergaben Kießling, Kadlec und insbesondere Andre Schürrle beste Einschussmöglichkeiten. Erst in der 43. Minute belohnte sich die Werkself für eine starke 1. Halbzeit. Nachdem Carvajal den Ball in der eigenen Hälfte erkämpfte und mit einem Rainbow-Flick gekonnt behauptete, sprintete er in die gegnerische Hälfte, spielte einen Doppelpass mit Andre Schürrle, vernaschte den Mainzer Außenverteidiger Junior Diaz an der Grundlinie und flankte den Ball mustergültig auf Stefan Kießling. Dessen Kopfball zentral aufs Tor konnte Wetklo noch so gerade parieren, wischte ihn sich aber mit einem Reflex ins eigene Tor. Ein kurioses Tor, aber eine korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Peter Sippel. So ging es mit 1:0 für Bayer 04 Leverkusen in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit

In der 2. Halbzeit kam der FSV Mainz etwas besser in Fahrt. Kurz nach der Halbzeit wurde ein Schuss von Ivantschitz im letzten Moment von Simon Rolfes abgeblockt. Nun stand die Werkself deutlich weiter weg vom Gegenspieler und ließ vor allem auf der Außenbahn dem Gegner zu viel Platz. So auch in der 58. Minute, als Pospech auf der rechten Außenbahn völlig unbedrängt Flanken konnten, Szalai in der Mitte seinen Bewachern Toprak und Wollscheid entwischte und zum 1:1 Ausgleich treffen konnte. In der Folgezeit spielte fast nur noch der FSV Mainz, da die Werkself überaus schlampig mit ihren Kontermöglichkeiten umging. Bellarabi und vor allem Andre Schürrle verloren gerade ab der 60. Minute viele Zweikämpfe und fabrizierte unnötige Ballverluste. So geschah, was immer passiert! Nach einem schlechten Rückpass von Daniel Carvajal, kam Szalai an den Ball, spielte einen Diagonalball Richtung 16er, wo der eingewechselte Risse mit vollem Risiko den Ball in das Leverkusener Gehäuse drosch (76.Minute). Danach musste sich die Werkself sammeln und hatte Glück, dass Invantschitz in der 86. Minute freistehend die Entscheidung vergab. So konnte Bayer in der 87. Minute doch noch den Ausgleich erzielen. Nach einem erkämpften Ball am gegnerischen Strafraum lief Kießling auf Torwart Wetklo zu, dieser kam mit den Fingerspitzen an den Ball, der starke Daniel Carvajal schmiss sich in den abgewehrten Ball und spielte ihn auf den eingewechselten Fernandes, der auf Castro auflegen konnte. Castros wuchtiger Schuss vom 16er landete im Kasten der Mainzer und der Jubel der Fans bzw. der Mannschaft war groß.

Fazit

Aufgrund der ersten Halbzeit ganz klar 2 verlorene Punkte, aber aufgrund des späten Rückstands und der kämpferischen Einstellung am Schluss war die Erleichterung groß, wenigstens einen Punkte geholt zu haben. Gerade die passive 2. Hälfte und die abwartende Einstellung in der 2.Hälfte sind negativ zu bewerten. Kein Pressing, zu wenig Druck auf den ballbesitzenden Gegenspieler und zu weite Abstände zu den Gegenspielern, vor allem auf der Außenbahn, sind einige Kritikpunkte, die sich die Kicker gefallen lassen müssen.

Die Mannschaft: Vor allem Daniel Carvajal konnte trotz seines Fehlers auf sich aufmerksam machen. Der kleine Spanier zeigt neben seinen außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten auch den Einsatz und Kampfeswillen, den man in Leverkusen zuletzt bei dem nach Turin abgewanderten Arturo Vidal beobachten konnte. Er war maßgeblich an beiden Toren beteiligt und zeigte auch sonst, warum die Werkself-Verantwortlichen ihn verpflichteten. Auch Phillip Wollscheid, Gonzalo Castro und Stefan Kießling machte eine ordentliche Partie. Eine ganz schwache Partie lieferte hingegen Andre Schürrle ab. Der Ex-Mainzer war zuerst unglücklich und dann nur noch schlecht. In dieser Form sollten die Trainer über eine Pause für den hochtalentierten Schürrle nachdenken. Simon Rolfes zeigte gegen Mainz wieder einmal, dass er kein adäquater Reinartz-Ersatz ist.

Hier ist noch eine andere Meinung von von1904.de und die taktische Analyse von Spielverlagerung.

Leverkusen spielt am Donnerstag um 19 Uhr in der Europa League gegen Rapid Wien. In der Bundesliga geht es am Sonntag gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FC Bayern München.

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