Hitz schockt die Werkself

Vor knapp 29 000 Zuschauern in der Augsburger SGL Arena trifft Augsburg-Keeper Marwin Hitz in der 93. Minute zum Ausgleich und darf sich als Held feiern lassen. Die Werkself zeigte nach 25 starken Minuten, dass sie aktuell keine „normalen“ Spiele abliefern kann und muss wieder einen späten Nackenschlag hinnehmen.

Vor der Partie:

Trainer Roger Schmidt tauscht nach den unbefriedigenden Leistungen in den vergangenen Wochen auf mehreren Positionen. Im Sturm beginnt Drmic für Kießling. Rolfes und Calhanoglu besetzen die Doppelsechs, Wendell und Castro die defensiven Außenbahnen und Toprak rückt nachGelbsperre für den gelb-rot gesperrten Spahic in die Innenverteidigung.

1. Halbzeit:Bayer beginnt stark

Nach der bitteren Niederlage gegen den VfL Wolfsburg beginnt die Werkself mit Wut im Bauch. Immer wieder geht es nach Ballgewinn schnell nach vorne und gerade Karim Bellarabi kann sich zu Beginn einige Großchancen erarbeiten. Doch trotz bester Chancen vergibt Bellarabi fast alle seine Chancen äußerst kläglich. So ist es auch nicht Bellarabi, sondern Josip Drmic, der in der 8. Minute zur Führung treffen kann. Nach einem Schuss aus 10 Metern geht Drmic dem Abpraller hinterher und trifft per volley aus spitzem Winkel zum 1:0. In der Folgezeit hat die Werkself durch Bellarabi, Son und Drmic Torchancen, um 2 oder mehr Spiele für sich zu entscheiden. Doch wieder einmal scheitert das Team von Roger Schmidt an der schlechten Chancenverwertung und bringt sich um den verdienten Lohn der eigenen Arbeit. Nach ca. 25 Minuten kam der FC Augsburg besser in die Partie und es entwickelte sich offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams ihre Chancen hatten.

2. Halbzeit: Hitz mit dem Schock

Nach der Pause übernahm dann der FCA immer mehr die Spielkontrolle. Trotzdem blieb die Werkself über Konter gefährlich. So scheiterte der agile Bellarabi in der 55. Minute zum xten Mal an der eigenen Abschlussschwäche. In der 58. Minute war es dann der eingewechselte Caiuby, der nach einem Pass von Baier den Ausgleich erzielen konnte. Innenverteidiger Papadopoulus macht in dieser Situation keine gute Figur und lässt sich zu einfach aus dem Zentrum locken. Danach war der FCA näher am Siegtreffer als die Werkself und scheiterte in der 69. Minute mit einer vierfach Chance denkbar knapp. So kam auch die erneute Führung für die Werkself in der 84. Minute aus heiterem Himmel. Der abgefälschte Schuss von Reinartz aus 20 Metern landete im Netz der Augsburger und die Kicker von Bayer 04 wähnten sich auf der Siegerstraße. Doch da hatten sie die Rechnung ohne Hitz gemacht. Nachdem Leverkusen kurz vor Schluss noch durch Kießling und Bellarabi die große Chance zum Sieg vergeben hatte, bekam Augsburg in der 3. Minute der fünfminütigen Nachspielzeit einen Eckball zugesprochen. Zwar wurde der Eckball abgewehrt, aber die folgende Flanke landete über Umwege beim aufgerückten Marwin Hitz, der per volley zum vielumjubelten Ausgleich treffen konnte. Das Stadion stand Kopf! Wieder ein verrücktes Spiel mit Beteiligung der Werkself. In der letzten Minute der Nachspielzeit hatte man sogar noch Glück, dass der Abschluss von Halil Altintop nur am Pfosten landete und man wenigstens mit einem Remis die Heimreise antreten darf.

Fazit: Stark begonnen, stark nachgelassen

Nach der grausamen Niederlage gegen VfL Wolfsburg und 5 Änderungen in der Startelf begann die Werkself stark. Man erspielte sich zahlreiche Großchancen, scheiterte aber teilweise äußerst kläglich. Alleine Karim Bellarabi hätte diese Partie alleine entscheiden können. Nach ca. 30 Minuten kippten  Baier und Höjberg im Mittelfeld der Augsburger noch weiter nach außen ab und übernahmen den Spielaufbau der Fuggerstädter. Damit entgingen sie dem Pressing der Werkself. Häufig wurde auch der lange Ball genutzt, um das Mittelfeld zu überbrücken. In der 2. Hälfte war dies nicht mehr nötig, da kein Mittelfeld mehr vorhanden war. Es wurde ein wildes Auf und Ab, bei dem die Augsburger dem Siegtreffer näher waren, als die Werkself. Erst das überraschende Tor von Stefan Reinartz sorgte für die Wende und die Werkself hätte in der Folgezeit die Partie entscheiden müssen. Doch dann kam Marwin Hitz und 2 Punkte waren weg.

Nun ist das internationale Geschäft ernsthaft in Gefahr und gegen den SC Freiburg muss im nächsten Heimspiel dreifach gepunktet werden. Doch zuerst geht es unter der Woche in der Champions League gegen Atletico Madrid und dort muss das Team ganz anders auftreten, um keine Klatsche zu kassieren.

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