Hoffnung vs. Realismus

Wenn heute Abend Camp Nou vor knapp 100 000 Zuschauer das Champions League-Achtelfinale zwischen dem FC Barcelona und Bayer 04 Leverkusen angepfiffen wird, benötigt die Werkself ein Wunder um den Einzug ins Viertelfinale zu realisieren. Auch wenn alle Beteiligten wissen, dass ein Sieg in Barcelona ein fast aussichtsloses Unterfangen ist, gibt es einige Gründe, die zumindest eingefleischte Leverkusen Fans hoffen lassen.

Realismus

Bayer 04 Leverkusen konnte in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel in der Champions League gewinnen. Der letzte Auswärtserfolg in der Champions League liegt fast 10 Jahre zurück. Der Werkself gelang es damals Maccabi Haifa mit 2:0 zu schlagen, ein Ergebnis, dass heute nicht reichen würde. Der FC Barcelona hingegen verlor sein letztes Champions League-Heimspiel im Jahre 2009 gegen Rubin Kazan. Leverkusen benötigt einen Sieg mit 3 Toren Unterschied oder einen Sieg mit 2 Toren Unterschied, bei mindestens 4 eigenen Toren. Mit einem 1:3 würde man zumindest in die Verlängerung einziehen. Zuletzt gelang es Atletico Madrid am 05.02.2006 mit mehr als 2 Toren bzw. mit mindestens 3 eigenen Toren im Camp Nou zu gewinnen. Atletico gewann damals mit 3:1.  Mit 4:2, einem Ergebnis das Leverkusen zum Weiterkommen reichen würde, gewann FC Valencia am 18.01.2003 also vor mehr als 9 Jahren im Camp Nou. Und wenn das nicht schon genug schlechte Vorzeichen sind, gibt es da noch ein paar Weltklassespieler auf Seiten des FC Barcelonas. So hat allein Messi mehr Champions League-Tore und Spiele als die gesamte Leverkusener Elf.

Hoffnung

Leverkusen ist seit 3 Spielen ungeschlagen. Nach einer durchwachsenen Hinrunde hat die Werkself sich durch Siege gegen den FC Augsburg, dem 1.FC Köln und dem FC Bayern München etwas freigeschwommen. Vor allem der Sieg gegen den Rekordmeister FC Bayern München zeigt, dass man auch gegen Spitzenmannschaften bestehen kann, wobei der FC Barcelona nochmal ein anderes Kaliber ist. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist, dass die Werkself, bis auf den angeschlagenen Vedran Corluka, in Bestbesetzung auflaufen kann, wohingegen der FC Barcelona die Ausfälle von Puyol, Thiago, Villa, Abidal und des „Hinspielschreck“  Alexis Sanchez zu beklagen hat. Zu guter Letzt hätte 1988 auch niemand daran geglaubt, dass Bayer 04 Leverkusen ein 0:3 im UEFA-Pokalfinale gegen Espanyol Barcelona drehen und den UEFA-Pokalsieg feiern k0nnte.

 

Alles in Allem wird es eine spannende Erfahrung für den ganzen Verein und die mitgereisten Fans und ich als absoluter Optimist, werde mir nicht die Hoffnungen nehmen lassen, dass Leverkusen dieses Spiel gewinnen kann. Fußball ist ein Spiel, indem alles passieren kann und deshalb sollten die Werkself-Kicker alles geben um die Sensation zu schaffen, auch wenn zu 99,9% der Sieger und Champions League-Viertelfinalist FC Barcelona heißen wird. Der Realismus sagt, dass Leverkusen 3:1 verliert, aber die Hoffnung sagt was anderes.

Was denkt ihr, wie geht das Spiel aus?

3 Responses to Hoffnung vs. Realismus

  1. konny sagt:

    es mag vllt an meiner erkältung liegen, dass ich zu halluzinieren scheine, aber heute glaube ich an das große selbstvertrauen, mit dem barca in der form nicht rechnen wird und deswegen achtkantig aus dieser suppenschüssel gekickt wird!

    • djs2e sagt:

      Also ich bin nicht erkältet und träume auch schon von einem Autokorso 😀 ein 2:4 in der 89.Minute und ich glaube die ganze Fußballwelt explodiert 😀

  2. David sagt:

    Hi 🙂 Hört sich doof an, aber glaube (wenn auch aus patriotismus) an den Fluch, dass der CL-Sieger immer frühzeitig die Koffer packt! Mal ehrlich. Schau nach London – Arsenal hat´s fast geschafft! Alles raushauen, ein Unentschieden und Barca ärgern ist allemal drin und wie gesagt, ich glaube noch dran! Es ist erst eine Halbzeit gespielt! Aber klar, der Verstand sagt was anderes…

    Viel Erfolg und hoffentlich ein geiles Spiel wie vor 3 Wochen!

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