Investoren im Fußball

Profifußball ist heutzutage nur mit viel Geld möglich. Daher sind viele Vereine auf eine besondere Form des Geldgebers angewiesen: Der Mäzen. Dieser Geldgeber hat eine schier niemals endende Ölquelle, eine riesiges Gasunternehmen, eine internationale Softwarefirma, oder erhält sein Geld aus sonstige dubiosen Quellen. in seiner Freizeit braucht er als ein extravagantes Spielzeug einen Fußballklubs.

An den Ölscheichs, Gas-Milliardären oder amerikanischen Großinvestoren scheiden sich im modernen Fußballzeitalter die Geister. Wettbewerbsverzerrung und Verlust der Tradition spricht für viele Traditionalisten gegen den Einstieg eines Großinvestors in den eigenen Lieblingsclub. Zudem haben viele Anhänger die Befürchtung, dass der Investor, wenn es einmal nicht so läuft wie erhofft, die Vereinsförderung zurückzieht und der Verein vor dem Nichts steht. Trotz dieser Nachteile gibt es bereits eine Reihe von Clubs in Investorenhand. Die bekanntesten Clubs sind wohl der FC Chelsea, der sich seit Jahren im Besitz von Roman Abramowitsch befindet, oder Manchester City, wo Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan mit den Scheinen wedelt. Aber auch in Deutschland gibt es großes privates Engagement im Fußball. So öffnet Dietmar Hopp, der Mitgründer des Weltkonzerns SAP, regelmäßig seinen Geldbeutel um in seinen Heimatverein zu investieren. Was in Hoffenheim noch sehr nachhaltig investiert wird, läuft in München deutlich turbulenter ab. Hasan Ismaik rettete den TSV 1860 München vor der Insolvenz und versucht nun ohne Rücksicht auf Verluste die Macht im Verein an sich zu reißen.

Machen Investoren den Fußball kaputt?

Das ist tatsächlich eine gute und vieldiskutierte Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist. Roman Abramowitsch und Dietmar Hopp sind gute Beispiele dafür, dass Investoren den Fußball nachhaltig bereichern können. Kaum jemand würde bezweifeln, dass deren Interessen dem Verein gelten und sie ebenso viel Herzblut in den Verein stecken, wie jeder Fan auch. Durch dieses nachhaltige und langfristige Investieren in seinen “Lieblingsklub” kann dieser wettbewerbsfähiger und interessanter werden. Wer von uns würde nicht einen Teil seiner mehr oder weniger hart- und ehrlich verdienten Milliarden in seinen Lieblingsverein stecken? Ich jedenfalls würde es auch nicht anders machen als ein Dietmar Hopp.

Auf der anderen Seite schleudern investorengeführte Clubs mit Millionen um sich und verzerren damit den europäischen Wettbewerb, ohne eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. Sobald sich die gewünschten Erfolge nicht einstellen, wird die Unruhe groß und der Verein steht vor einem irreperablen Scherbenhaufen.

Daher kann man nur sagen: Investoren ja, aber nur langfristig und mit Bezug zum Verein.

Wie ist eure Meinung zu Investoren im Profifußball?

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