Kießling Phantomtor überschattet Sieg in Hoffenheim

In einem Skandalspiel gegen die TSG Hoffenheim gewinnt Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 und kann sich zumindest vorläufig über die Tabellenspitze freuen. Nachdem Sidney Sam in der 1. Halbzeit zur Führung traf, konnte Stefan Kießling per Phantomtor in der 70. Minute zum 2:0 treffen. Sven Schipplock konnte in der 88. Minute nur noch den Anschlusstreffer erzielen.

Vor der Partie

Trainer Hyypiä setzte auf der offensiven Halbposition auf Jens Hegeler und Gonzalo Castro ersetzte den verletzen Lars Bender.

1. Halbzeit: Sam eiskalt

Kurz und knapp: Hoffenheim spielt besser, hat zahlreiche Großchacen, doch Sidney Sam erzielt nach reifer Einzelleistung den glücklichen 1:0 Führungstreffer für die Werkself.

2.Halbzeit: Kieß mit dem Skandaltor

In der 2. Hälfte kontrolliert Bayer 04 Leverkusen das Geschehen und versuch das Ergebnis souverän über die Runden zu bringen, was auch gut funktioniert, bis Stefan Kießling eine Castro-Ecke ans Außennetz befördete, wo der Ball über ein Loch im Netz (und das im Millionengeschäft Bundesliga?) ins Tor rutschte. Während sich Kießling noch ärgerte, entschied Schiedsrichter Brych zur Verwirrung vieler auf Tor. Danach war die Partie kein normales Fußballspiel mehr. Kurz vor Schluss verschießt Firmino nach eine klaren Konzessionsentscheidung von FIFA-Schiedsrichter Brych einen Elfmeter. Der Abpraller wird von Spahic und Toprak in einer kuriosen Staffette zweimal an den eigenen Pfosten geschossen. In der 88. Minute schießt Sven Schipplock noch den Ausgleich, aber das ist schon 6 Minuten später nicht mehr wichtig. Nach der Partie dikutieren alle nur noch über das Phantomtor.

Fazit: Spitzenreiter oder Wiederholungsspiel?

Der Sieg in Hoffenheim könnte Leverkusen noch am grünen Tisch aberkannt werden. Die TSG-Verantwortlichen legten sofort nach der Partie Protest ein. Aber wäre ein Wiederholungsspiel gerecht? Aus der Hoffenheimer Sicht wurde man vielleicht um 2 Punkte betrogen. Man wir argumentieren, dass Kießlings Tor der Partie eine spielentscheidende Wendung gegeben hat. Im Präzedenzfall Helmer, wurde damals auf Wiederholungsspiel entschieden. Dies wird die TSG in einer Sportgerichtsverhandlung auch vorbringen. Anders als im Fall Helmer, wo dem unterlegenen Verein kein Fehlverhalten vorzuwerfen war, muss sich Hoffenheim Kritik an der Ausstattung der Sportsttäte gefallen lassen. Zumindest ist die TSG am Debakel nicht ganz unschuldig. Viele haben Stefan Kießling zum Sündenbock auserkoren, doch kann ich mir gut vorstellen, dass man einfach mitjubelt, wenn alle Mitspieler jubelnd auf einen zugestürmt kommen. Sollte Schiedsrichter Brych ihn gefragt haben, ob der Ball drin war und er dies bejaht haben sollte, muss sich Kieß große öffentliche Kritik gefallen lassen. Sollte er keine klare Aussage getägtigt haben oder das Nichttor zugegeben haben, wäre er von jeder Schuld befreit. Den großen Fehler und die Hauptschuldigen am Skandalspiel sind die 4 Personen des Schiedsrichtergespanns.

1. müssen diese die Qualität der Netze vor dem Spiel und in der Halbzeit testen

2. Müssen 4 Personen in der Lage sein die Situation richtig zu beurteilen

3. Sollte ein FIFA-Schiedsrichter, der seinen Fehler bemerkt hat, nicht versuchen diesen durch Konzessionsentscheidungen wieder rückgängig zu machen.

Da Hoffenheim für die ordnungsgemäße Spielstätte verantwortlich ist, der Schiedsrichter die Hauptschuld trägt und Bayer 04 Leverkusen der einzige Leidtragende eines Wiederholungsspiels ist, denke ich, dass es bei einer Tatsachenentscheidung bleiben sollte und Leverkusen diese 3 Punkte behalten sollte, auch wenn viele ein Wiederholungsspiel fordern. Die meiner Meinung einzige faire Möglichkeit wäre, das Spiel ab der 70. Minute beim Stand von 1:0 für Bayer 04 Leverkusen wieder anzupfeifen und die letzten 20 Minuten nochmal neu zu spielen (Einen ähnlichen Fall gab es vor einigen Jahren in Spanien). So würde Leverkusen nicht übermäßig benachteiligt, Hoffenheim hätte nochmal die Chance auf ein faires Ende und Schiedsrichter Brych wäre etwas aus der Schussbahn.

Was denkt ihr, wie wird der DFB entscheiden?

2 Responses to Kießling Phantomtor überschattet Sieg in Hoffenheim

  1. Also ich bin sehr gespannt auf die Entscheidung des DFB, hoffe aber, dass das Spiel wiederholt wird. Für mich leider eine Aneinanderreihung von Fehlern vieler Menschen… das der Ball mit dem Drall, im richtigen Winkel an der kaputten Stelle des Netzes auftrifft, hilft keine Technik. Vielleicht mit sieben Offiziellen, aber wer will das schon.
    Natürlich kann Kießling was sagen oder zugeben, dass er nicht drin war. Denk schon er hat das gesehen. Brych will ich auch nicht zum Sündenbock erklären. Du hast es auch angesprochen, das große ABER: die nachfolgende Elfmeterentscheidung ist lächerlich… wer da von einer Unbefangenheit spricht, ist fernab der Realität. Hier hat er leider nicht gut reagiert.

  2. David sagt:

    Ich denke, dass evtl. die Fifa etwas gegen ein Wiederholungsspiel haben wird, nicht der DFB oder die DFL. Ich bin auch der Meinung, dass das Spiel wiederholt werden muss und es keine andere Möglichkeit geben sollte. Es wurde sehr aktiv in das Spiel eingegriffen und somit wurde die Partie ab diesem Zeitpunkt „verpfiffen“ und nicht mehr unparteiisch geleitet. Ich verstehe gar nicht, warum nur Leverkusen der leidtragende sein soll? Sie haben doch 3 Punkte bekommen, die ihnen eigentlich nicht zustehen! Hoffenheim ist das Opfer. Auch wenn sie natürlich Schuld mittragen, aufgrund der löchrigen Netze. Aber das war eben ein Fehler von einem Mitarbeiter und auch der Schiedsrichter, welche dies hätten erkennen und prüfen müssen, und dafür soll kein ganzer Verein benachteiligt werden.
    Die Sache mit Kießling ist natürlich schwierig. Sollte er natürlich wirklich gesehen haben, dass der Ball nicht drin war, war es eine Sauerei seinerseits. Allerdings sollte die Unschuldsvermutung greifen, solange er es nicht 100%ig zugibt. Der Shitstorm auf Kießling und Bayer als unfairste Mannschaft ist absoluter Quatsch. Auch Bayer ist ein Opfer dieser Merkwürdigen Verkettung von Fehleinschätzungen.
    Daher: Spiel wiederholen und Leverkusen darf um die 3 Punkte neu kämpfen und Hoffenheim ebenfalls.

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