Kießling trotzt seinen Kritikern

Vor gut 25 000 Zuschauern in der BayArena gewinnt Bayer 04 Leverkusen durch Tore von Kießling (22., 72.), Rolfes (50.) und Sam (57.) mit 4:0. Nur 5 Tage nach dem „Phantomtor“ von Sinsheim  überzeugte die Werkself mit einem guten Heimspiel und gewann verdient gegen Shakhtar Donezk.

Vor der Partie

Trainer Sami Hyypiä tauschte gegenüber der Partie gegen die TSG Hoffenheim gleich auf mehreren Positionen aus. Für Hilbert durfte wieder Donati als Rechtsverteidiger auflaufen. Für Reinartz kam Emre Can zum Einsatz. Jens Hegeler musste nach seinem schwachen Startelfdebüt wieder auf der Bank Platz nehmen, dafür spielte Son.

Aufstellung

1. Halbzeit: Kießling per Kopf

Von Beginn an versuchte die Werkself den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Ballkontrolle schien, anders als in den vergangenen Spielen, die oberste Priorität zu sein. So ließ man die tief stehenden Ukrainer im Abwehrverbund von links nach rechts verschieben. In den ersten 20 Minuten konnte diese sichtbare Überlegenheit nicht in Torgefahr umgemünzt werden. In der 22. Minute dann die verdiente Führung für Bayer 04 Leverkusen. Son legt den Ball rechts raus auf Donati, der in die Mitte flankt, wo Kießling am höchsten steigt und den Ball zum 1:0 ins linke Eck köpft. Donezk-Keeper Piatov sieht bei diesem Tor richtig schlecht aus! Bis zur Halbzeit werden die Ukrainer etwas stärker und kommen durch einen langen Abstoß zur ersten großen Chance. Doch Teixeira scheitert aus 13 Metern am Außennetz. So ging es mit einem verdienten 1:0 für Bayer 04 Leverkusen in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit: Bayer bärenstark

Die 2. Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag. Torjäger Stefan Kießling wird in der 49. Minute von Dario Srna im Strafraum zu Boden gedrückt und Schiedsrichter Stephane Lannoy entscheidet auf Strafstoß. Ein schmeichelhafter Elfmeter. Den fälligen Strafstoß verwandelt Rolfes ins rechte Toreck zum 2:0 für die Werkself. Danach werden die Ukrainer etwas offensiver, was der Werkself deutlich mehr Platz zum Kontern  gibt. In der 57. Minute folgt dann das 3:0 für Bayer 04 Leverkusen. Wollscheid schlägt einen langen Ball auf Stefan Kießling, der verlängert auf Son und der Südkoreaner spielt einen Traumpass durch die Gasse auf Sam, der aus kurzer Distanz verwandeln kann. 3:0! Das Spiel ist entschieden. Nun kommen die Ukrainer noch zu einigen Torchancen, die aber allesamt ungenutzt bleiben. In der Schlussphase löste Shakhtar Donezk dann das komplette Mittelfeld auf und Leverkusen hatte  noch mehr Zeit und Raum für Ihre gefährlichen Konter. Das es letztlich „nur“ noch zu einem Tor für die Werkself reichte, ist der Leverkusener Nachlässigkeit zuzuschreiben. Gute Kontergelegenheiten und Tormöglichkeiten wurden liegen gelassen. Lediglich der Mann des Tages konnte nochmal für Bayer 04 Leverkusen zum 4:0 Endstand treffen. Nach schönem Zusammenspiel zwischen Jens Hegeler und Emre Can an der rechten Außenbahn, flankt Can den Ball scharf in die Mitte, wo Piatov den Ball fallen lässt und Stefan Kießling seelenruhig zum 4:0 einschieben kann. Jubelnd dreht “Kieß“ zur Fankurve ab, sichtlich erleichtert nach der ganzen Kritik, die er sich in der letzten Woche anhören durfte.

Fazit:  Starke Reaktion nach harter Woche

In der Berichterstattung über das Phantomtor gingen die spärlichen Leistungen der letzten Wochen etwas unter. So war es gut, dass Trainer Sami Hyypiä intern anscheinend die richtigen Worte gefunden hatte. Das Team wirkte stabiler und der Ball wurde nicht mehr so häufig einfach hergeschenkt.  Man übernahm wieder deutlich mehr Eigeninitiative und hielt den Gegner so vom eigenen Tor fern. Einstellung und Einsatz wurden wieder deutlich erhöht und alle Spieler waren bereit an ihre Leistungsgrenze zu gehen. Vor allem Simon Rolfes wusste vor der Abwehr in der Reinartz-Rolle zu gefallen. Zweikampfstark und mit Übersicht war Rolfes jederzeit Herr der Lage. Neben ihm spielte Emre Can eine engagierte Partie. Nach einigen anfänglichen Abspielfehlern biss sich der junge Deutsch-Türke in die Partie und spielte eine starke 2.Halbzeit. Im Angriff überzeugte Stefan Kießling in gewohnter Manier. Der Torjäger hielt viele Bälle, spielte kluge Pässe, erkämpfte viele Bälle und erzielte 2 Tore und das in der wohl  schwierigsten Woche seiner Karriere.  Insgesamt war es ein überzeugender Auftritt der gesamten Mannschaft auf dem man in den nächsten Wochen sicherlich aufbauen kann.

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