Mit Castro kommt die Wende

Vor 40 800 Zuschauern in der HDI-Arena gewinnt Bayer 04 Leverkusen mit 3:1 gegen Hannover 96 und kann sich in der Tabelle an den Niedersachsen vorbeischieben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit konnte die Werkself in der 2. Halbzeit deutlich zulegen und gewann letzlich verdient mit 3:1.

Vor der Partie

Trainer Roger Schmidt setzte auf ein neues Außenverteidigerduo. Boenisch startete auf links und Hilbert durfte auf der rechten Seite von Beginn an ran. Auf der Sechs stand der wiedergenesene Rolfes wieder in der Startelf.

Bayer - Hannover 96

1. Halbzeit: Leno mit Glanzparade

Beide Teams waren von Beginn an bemüht in die Partie mit Aggressivität in die Partie zu kommen. Bayer versuchte es mit aggressivem Gegenpressing und kam  so zu einigen guten Ballgewinnen. Doch weder Bayer noch Hannover  konnte über eine lange Zeit für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen. Zwei Halbchancen für Bellarabi und Kießling standen für die Werkself zu Buche. Hannover 96 hatte die größte Chance als Hilbert zum wahrscheinlich zehnten Mal in seiner Leverkusener Zeit den gleichen Fehler begang. Nach einem langen Ball versuchte Hilbert die Kugel mit der Brust zurück zu Leno zu legen, doch Kiyotake spritzte dazwischen, scheiterte aber am überragend reagierenden Bernd Leno. Den Nachschuss vergab Stindl aus kurzer Distanz kläglich. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit: Kießlings Durststrecke endet

In der Halbzeitpause brachte Trainer Roger Schmidt Gonzalo Castro für Simon Rolfes und der „Joker“ sollte das Spiel maßgeblich beeinflussen. Nur eine Minute war Castro in der Partie, da zog der Mittelfeldspieler einen Sprint an, wurde von Calhanoglu angespielt, startete Richtung Grundlinie und legte gekonnt quer auf Kießling, der aus kurzer Distanz zur Führung treffen konnte. Bayer agierte fortan mit mehr Zug und war deutlich aktiver. Dennoch war es zunächst Hannover 96, die gefährlich vor das Tor der Werlkself kamen. Nach einem Missverständnis in der Bayer-Abwehr kam Stindl an die Kugel und hämmerte mit voller Wucht auf den Kasten, doch Leno parierte stark. Nur wenige Minuten später (58.) erzielte Son nach einer schnellen Balleroberung und einem guten Pass von Lars Bender per schönem Schlenzer das verdiente 2:0 für die Werkself. Doch die Niedersachsen gaben sich nicht auf. In der 60. Minute flankte Kiyotake einen Freistoß in den Strafraum, wo sich Gülselam durchsetzen konnte und den Anschlusstreffer erzielte. Nun drückte Hannover 96 auf den Ausgleich und ließ so viel Raum für Konter der Werkself. Zunächst scheiterte Hilbert in der 64. Minute am Pfosten, aber nur 8 Minuten später tauchte Bellarabi nach einem Traumpass von Hilbert allein vor Keeper Zieler auf und ließ sich die Chance nicht nehmen. Danach beruhigte sich die Partie etwas und Bayer 04 Leverkusen brachte die Partie relativ souverän zuende.

Fazit: Castro als Game Changer

Die Länderspiel-Pause hat der Werkself sichtlich gut getan. Man konnte in der 2. Hälfte nochmal deutlich nachlegen und die Intensität war vor allem in der 2. Hälfte extrem hoch. Noch wichtiger als die wiedergewonnene Frische ist die Rückkehr von Simon Rolfes und Gonzalo Castro. Insbesondere Castro zeigte in der 2. Hälfte warum er so wichtig für das Team der Werkself ist. Er bringt eine Kreativität und eine fußballerische Klasse in das defensive Mittelfeld, welche kein anderer Bayer-Spieler zu bieten hat. Fit und in Form ist Castro gerade gegen defensive Teams von unschätzbarem Wert.

Ansonsten lieferte das Team von Roger Schmidt kein überragendes, aber ein gutes Auswärtsspiel ab und feierte daher zurecht einen verdienten Sieg gegen einen guten Gegner aus Hannover.

 

 

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