Mit Roger Schmidt zurück zum Angriffsfußball

Am gestrigen Freitag wurde bekannt, dass der 47-jährige Trainer von Red Bull Salzburg in der kommenden Saison der Trainer der Werkself ist. Mit Schmidt erwartet die Bayer-Fans eine Rückkehr zum spektakulären Angriffsfußball früherer Tage.

Erfolgreich bei Red Bull

Ein Gradmesser für den Erfolg eines Trainers ist sicherlich, wie Fans und Medien auf den Abgang reagieren. Die Fans der Bullen sind ausnahmslos enttäuscht, dass sie ihr Erfolgstrainer nach einer Rekordsaison verlässt, können aber die Entscheidung nachvollziehen. In die Trauer der Fans mischt sich auch etwas Dankbarkeit für die großartige Saison der Salzburger. Auch die Medien schreiben nur gutes über den Salzburger Meistertrainer. Seine taktische Ausrichtung der „Bullen“ wird von allen Seiten gelobt und sein Offensivfußball mit extremen Pressing wird gefeiert.

Skepsis ist weit verbreitet

Bei Bayer Leverkusen triff Schmidt auf einen Verein und eine Mannschaft, die bisher jeden Trainer innerhalb von 2 Jahren verschlissen bekommen hat und soll nun die langfristige Lösung sein auf die die Werkself-Fans so lange gewartet haben. In die Freude über den neuen Trainer mischt sich auch eine gewisse Skepsis, ob der neue Trainer den Herausforderungen der Werkself gewachsen ist. Diese Skepsis ist in 3 wichtigen Tatsachen begründet:

1. Viele Fans haben auf einem Verbleib von Sascha Lewandowski gehofft, der zwar immer betonte wieder aus dem Rampenlicht verschwinden zu wollen, aber trotzdem klammerten sich Fans und Medien an den letzten Strohhalm und hofften auf einen Verbleib des erfolgreichen Trainers mit „Stallgeruch“.

2. Das Prinzip „junger Trainer bei Bayer 04 Leverkusen“ gilt bei den Fans spätestens seit Sami Hyypiä als gescheitert. Bruno Labbadia und Robin Dutt waren ähnliche „Experimente“ mit aufstrebenden und bei kleineren Vereinen erfolgreichen Trainern, die man als gescheitert ansehen kann. Für Viele ist Roger Schmidt eine Fortsetzung dieses Prinzips. Dabei vergessen viele, dass das Alter eines Trainer nichts über die Qualität aussagt, doch die war zumindest bei Labbadia und Dutt der entscheidende Faktor.

3. Das große Problem an dem Sami Hyypiä letztlich gescheitert ist, ist die Zusammenstellung des Kaders. Die Mannschaft hat eine Charakterschwäche, dass ist spätestens seit der letzten großen Negativserie deutlich. Ohne einen Umbruch im Kader wird auch Roger Schmidt früher oder später mit den Problemen des Kaders zu kämpfen haben. Daher ist der in den Medien angekündigte großzügige Umbruch im Kader absolut notwendig.

Mit offenen Armen empfangen

Roger Schmidts Rekordsaison bei Red Bull Salzburg ist beeindruckend, aber die Spielweise und die taktische Ausrichtung ist noch beeindruckender. Sollten die Verantwortlichen der Werkself den Trainer bedingungslos unterstützen, könnte Roger Schmidt auch bei Bayer 04 Leverkusen eine Erfolgsgeschichte werden.

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