Siegesserie reißt – Werkself verliert in Hannover

Nachdem beide Mannschaften am vergangenen Donnerstag in der Europa League aktiv waren, mussten beide Teams auf dem Acker der AWD-Arena um Punkte im Bundesligaalltag kämpfen. Dabei gewann in einer abwechslungsreichen Partie mit Hannover 96 letztlich das etwas glücklichere Team.

Vor dem Spiel: Toprak muss passen

Das Trainerduo Hyypiä/Lewandowski muss auf Ömer Toprak, der sich in den letzten Wochen in bestechender Form befindet und zum echten Defensivanker avancierte, verzichten. Ansonsten setzt die Werkself nach der totalen Rotation in der Europa League auf Altbewährtes.

1.Halbzeit: Blitzstart der Werkself

Die Partie hatte gerade erst begonnen, da kombinierte sich die Werkself in den gegnerischen Strafraum. Schürrle passt gefühlvoll auf Bender, der spielt von der Grundlinie zurück zur Strafraumgrenze. Dort schiebt Castro freistehend den Ball eiskalt in das gegnerische Gehäuse. Ein perfekter Start für eine konterstarke Mannschaft, wie Bayer 04 Leverkusen.

Hannover 96 kam zunächst nur schleppend in die Partie und die Werkself blieb vor allem durch den starken Andre Schürrle gefährlich. In der 20.Minute brachte ein leichter Fehler der Werkself 96 zurück in die Partie. Ein Befreiungsschlag von Wollscheid wird von Ya Konan abgeblockt und springt Huszti in den Lauf. Dieser wird im Strafraum vom ungestümen Friedrich leicht tuschiert, was folgerichtig einen Elfmeter nach sich zog. Huszti blieb eiskalt und es stand Unentschieden. Im weiteren Verlauf kamen beide Teams nur zu wenigen Chancen, die aber alle ungenutzt blieben, sodass es mit 1:1 in die Halbzeit ging.

2. Halbzeit: Werkself scheitert an eigenen Fehlern

Nach der Pause blieb die Werkself spielbestimmend, doch brachte sich letztlich durch eigene Fehler ins Hintertreffen. In der 57. Minute dann die Führung für Hannover 96. Nach einem Angriff von Bayer 04 Leverkusen, startete Hannover 96 über Schlaudraff auf der rechten Seite einen Konter. Rolfes griff nicht energisch genug an und Schlaudraff flankt ungehindert mustergültig auf den Kopf von Diouf, der problemlos einköpfte. Nur wenige Sekunden später zeigte die Werkself, dass sie in dieser Saison mit Rückschlägen umgehen können und erzielte im Gegenzug den Ausgleichstreffer. Nach einer Bender-Flanke köpfte Stefan Kießling aus 8 Metern unhaltbar ins rechte obere Toreck.

Mit dem Wechsel Sam für Friedrich, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte, ging das Trainerduo Hyypiä/Lewandowski größeres Risiko und Stefan Reinartz rückte ins ungeliebte Abwehrzentrum. Diese Risikobereitschaft ging deutlich in die Hose! Nach eigenem Fehlpass senste Reinartz den Hannoveraner Huszti im Strafraum um. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Ungar sicher (67.). Danach versuchte Leverkusen noch einmal das Blatt zu wenden, kam dabei aber nur selten zu gefährlichen Torchancen, sondern ließ Hannover 96 noch viel Platz zum Kontern, der aber auch nicht genutzt werden konnte.

Fazit: Müde Werkself lechzt nach der Winterpause

Schon gegen den 1. FC Nürnberg schien der Werkself die Puste nach einer langen Hinrunde auszugehen. Dieser Eindruck verstärkte sich auch gegen das mindestens genauso strapazierte Team aus Hannover noch einmal deutlich. Zudem wirkte die Verteidigung ohne den starken Toprak sehr unsicher. Insbesondere Manuel Friedrich hatte einen gebrauchten Tag und fabrizierte einige schwerwiegende Fehler. Aber auch Wollscheid wirkte ohne seinen gewohnten Partner in der Innenverteidigung nicht sonderlich souverän. Auf der Position des Linksverteidigers hatte Hajime Hosogai im Verbund mit Simon Rolfes große Schwierigkeiten mit dem gut aufgelegten Jan Schlaudraff. Die Offensivabteilung überzeugte über weite Strecken und insbesondere Andre Schürrle spielte auffällig. Der vom FC Chelsea umworbene Schürrle war an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt und riss viele Löcher. Das Trainerteam verspekulierte sich mit der nachvollziehbaren Auswechslung des schwachen Manuel Friedrich und der Umbesetzung der Innenverteidigung mit Stefan Reinartz. Der eigentliche 6er der Werkself zeigte, ähnlich wie in der letzten Saison, dass er einfach kein Innenverteidiger ist.

In der nächsten Woche geht es im im letzten Heimspiel der Hinrunde gegen den HSV. Dort gilt es die Vize-Herbstmeisterschaft zu sichern und mit einem Erfolgserlebnis ins Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg zu gehen.

 

One Response to Siegesserie reißt – Werkself verliert in Hannover

  1. Klaus sagt:

    Bayer Leverkusen wird in der Rückrunde Schwierigkeiten bekommen. Der Kader hat einfach nicht die nötige Qualität für die Top 4. Das Spiel gegen schwache Hannoveraner war eigentlich ein Armutszeugnis. Kaum Gefahr auf das Tor von Zieler und das obwohl die Mannschaft auf der letzten Rille fährt.

    Auch gegen Nürnberg war schon ein ganz schwaches Spiel. Kaum Dominanz und spielerische Finesse. Da muss bald mal was passieren sonst verliert man die Spiele, die man jetzt mit Glück gewinnt auch schnell wieder und fällt aus dem internationalen Geschäft. Also nicht immer alles mit rosaroter Brille sehen

    Klaus

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