Spanien und Italien stehen im Finale

Mit Spanien, Italien, Portugal und Deutschland haben sich die 4 besten Mannschafen der diesjährigen Europameisterschaft im Viertelfinale durchgesetzt und es kam zu zwei spannenden Partien.

Spanien-Portugal 4:2 n.E.

In einer Partie, in der man merkte, dass es für beide Mannschaften um viel ging, gelang es letztendlich Spanien nach Elfmeterschießen glücklich aber nicht unverdient ins Finale einzuziehen.

1. Halbzeit

In der 1.Halbzeit begannen beide Teams mit aggressivem Pressing in der gegnerischen Hälfte. Während Portugal nach Ballgewinn schnell kontern wollte, plante Spanien wie üblich ihr Tiki-Taka mit langen Ballbesitzzeiten umzusetzen. Keinem der beiden Teams gelang es jedoch die geplante Taktik durchzubringen. Portugal eroberte sich zwar einige Male gut den Ball, aber fuhr die Konter dann eindeutig zu schwach und Spanien leistete sich ungewohnt häufige Ballverluste, die Gift für ihr Kurzpassspiel waren. Außerdem waren die Spanier kaum in der Lage in der gegnerischen Hälfte Druck auf den Gegner auszuüben, da sich vor allem Negredo als Fehlbesetzung im Sturm entpuppte. So kam es in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit nur selten zu Torgelegenheiten.

2. Halbzeit

In der 2. Halbzeit mussten vor allem die Portugiesen ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Die Mannschaft von Paulo Bento zog sich weiter zurück, verteidigte mit 11 Spielern und hoffte auf einen Geniestreich der beiden Außenstürmer Ronaldo und Nani. Spanien wurde nun etwas dominanter, was aber keineswegs zu zwingenden Torchancen führte. So ging die stets höchst spannende und taktisch hochklassige Partie in die Verlängerung

Verlängerung

In den 30 Minuten der Verlängerung zeigte sich Spanien wiedererstarkt. Man hatte wieder mehr Ballbesitz und konnte diesen auch in echte Torgefahr ummünzen. Doch zumeist scheiterten die spanischen „Angreifer“ am starken Paulo Bento, sodass die Partie durch Elfmeterschießen entschieden werden musste.

Elfmeterschießen

Xabi Alonso und Joao Moutinho verschossen jeweils den ersten Elfmeter. Daraufhin konnten Iniesta, Piqué und Sergio Ramos für Spanien sowie Nani und Pepe für Portugal treffen. Die portugiesische Abwehrkante Bruno Alves ballerte seinen Strafstoß an die Unterkante der Latte. Woraufhin Fabregas mit seinen Schuss, der vom Innenpfosten in das Tor prallte, den Einzug ins Finale perfekt.

Deutschland – Italien 1:2

„Deutschland verliert gegen Andrea Buffotelli“ so oder so ähnlich könnte die Schlagzeile in der Zeitung lauten. In einem über weite Strecken atemberaubenden Spiel verlor Deutschland unglücklich mit 2:1. Nach einem dritten Platz bei der WM 2006, einem Zweiten Platz bei der EM 2008 und der WM 2010, folgt in diesem Jahr nun das Halbfinalaus in Polen und der Ukraine.

1.Halbzeit

Jogi Löw veränderte seine Aufstellung im Vergleich zum 4:2 im Viertelfinale gegen Griechenland auf drei Positionen. Für die überzeugenden Reus, Schürrle und Klose kamen überra-schenderweise Kroos, Gomez und Podolski zum Einsatz. Kroos sollte die Kreise des italieni-schen Spielgestalters Andrea Pirlo eingrenzen und ihn nicht ins Spiel kommen lassen. In einer relativ ausgeglichenen Begegnung kamen beide Mannschaften zu einigen Chancen, doch vor allem die deutsche Offensivreihe vergab zumeist kläglich oder scheiterte am überragenden Gianluigi Buffon. Nachdem die ersten 15 Minute fast gänzlich den deutschen gehörten, ka-men die Italiener nun öfter zu eigenen Chancen. In der 20 Minute war es dann soweit. Cassa-no lässt den bisher besten deutschen Mats Hummels alt aussehen flankt in den deutschen Strafraum, wo Mario Balotelli ungehindert einköpfen kann. In der Folgezeit gelingt es Deutschland, trotz einiger Chancen, nicht, bis zur Halbzeit den Ausgleich zu erzielen. Anstatt eines Ausgleichs fiel dann in der 36. Minute sogar die 2:0 Führung für Italien. Nach einem genialen Zuspiel von Montolivo, bei dem vor allem Phillip Lahm unglücklich aussah, drosch Balotelli die Kugel unhaltbar in die Maschen. So ging es mit einem 2:0 für Italien in die Halbzeit.

2.Halbzeit

In der Zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild: Deutschland drückt und Italien versucht immer wieder über die Offensivreihe Balotelli, Cassano und Montilivo zu kontern. Für Deutschland kamen nun Klose und Reus für die schwachen Gomez und Podolski. In der Folgezeit erhöhte sich der Druck der Deutschen und man zu einigen klaren Gelegenheiten, die aber alle vergeben wurden. Ab Mitte der zweiten Halbzeit wurde Deutschland immer offensiver, wodurch sich für die Italiener immer wieder Räume zum Kontern öffneten. So war die Partie ein ständiges auf und ab, bei dem beide Teams zu Chancen kommen konnten. Deutschland gelang es letztendlich in der 92. Minute den2:1 Anschlusstreffer zu erzielen. Nach einem Handspiel von Balzaretti verwandelte Özil den fälligen Strafstoß zum 1:2.

Am Ende steht das effektivere Italien nicht ganz unverdient im Finale der diesjährigen Europameisterschaft. Bei den Italienern ragten vor allem Gianluigi Buffon, Andrea Pirlo und Doppetorschütze Mario Balotelli heraus. Währen bei den Deutschen Mats Hummels, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und vor allem Lukas Podolski enttäuschten. Nachdem Jogi Löw im bisherigen Turnierverlauf zumeist ein glückliches Händchen bei seinen Personalentscheidungen hatte, muss auch er sich Kritik gefallen lassen, da sein taktischer Kniff mit der Hereinnahme von Toni Kroos deutlich in die Hose ging.

Italien steht damit überraschenderweise im Finale der diesjährigen EM.

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