SSC Neapel – Bayer 04 Leverkusen

In einem echten Gradmesser trennten sich der SSC Neapel und Bayer Leverkusen im Stadion San Paolo mit 2:1. In einer ordentlichen Vorbereitungspartie erzielten Marek Hamsik und Pandev für den SSC Neapel und Manuel Friedrich für Leverkusen die Tore.

 1.Halbzeit

Das Trainerduo Hyypiä/Lewandowski schickte wahrscheinlich die aktuell beste Elf auf das Feld. Mit dabei waren auch wieder die Nationalspieler Schürrle, Bender und Kadlec, die nach ihrem verlängerten Urlaub bereits seit geraumer Zeit im Training sind

In einer ausgeglichenen Partie war es zunächst Bayer 04 Leverkusen die das Kommando übernahmen. Man kam durch Rolfes und Schwaab zu einigen guten Gelegenheiten. Immer wieder konnte man sich gut in den Sechzehner kombinieren, nur der Abschluss war mangelhaft. Nach der sarken Anfangsphase konnte sich der SSC Neapel befreien und kam immer wieder durch lange Bälle gefährlich vor das Leverkusener Tor. Nach einem dieser langen Bälle wird Wollscheid im Sechzehner von Insigne gefoult und Hamsik hat keine Probleme aus kurzer Distanz einzunetzen. In der Folgezeit ergibt sich ein kurzweiliges Spiel bei dem aber keine der beiden Mannschaften entscheidend vor das gegnerische Tor kommen kann.

 2.Halbzeit

Kurz nach der Pause köpft Friedrich einen Castro-Eckball unhaltbar in die Maschen. Daraufhin legt Neapel zu und kommt zu einigen hochkarätigen Chancen. Eine dieser Chancen nutze Pandev zum 2:1 Führungstreffer für den SSC Neapel. In der Folgezeit vereitelt Leno mehrfach mit Weltklasse-Paraden weitere Gegentreffer. So endet eine spannende und abwechslungsreiche Partie zwischen 2 Euro-League-Teilnehmern nicht ganz unverdient mit 2:1 für den SSC Neapel.

Fazit

Bayer 04 Leverkusen spielte vor allem in der ersten Halbzeit guten Fußball. Das 4-3-3 scheint gut zu funktionieren und es sind bereits erste Automatismen zu erkennen. Man konnte sich immer wieder bis zum gegnerischen Sechzehner durchkombinieren und gefährliche Angriffe initieren, doch am Abschluss wird in den nächsten Wochen noch zu arbeiten sein. In der 2. Hälfte merkte man den Spielern die Anstrengungen des Trainingslagers an und der SSC Neapel übernahm die Spielkontrolle.

Auf Seiten von Bayer 04 Leverkusen spielte Castro deutlich unter seinen Möglichkeiten. Außerdem zeigte Schwaab wieder einmal eine schwache Partie und die Innenverteidigung war sehr unsicher. Bei den Einwechselspielern enttäuschte vor allem Hosogai, der in dieser Form kein wirklicher Ersatz für Kadlec ist. Carvajal und Bellarabi zeigten in der 2. Hälfte, dass sie wirkliche Alternativen bzw. Kandidaten für die Startformation im ersten Pflichtspiel sind. Alles in Allem 45 Minuten guter Mannschaftsfußball, das war mehr als man nach dem harten Trainingslager erwarten konnte und ein guter Vorgeschmack auf die kommende Euro-League-Saison.

Alle eingesetzten Spieler

Leno – Schwaab (46. Carvajal), Friedrich (57. Toprak), Wollscheid, Kadlec (46. Hosogai) – Bender (57. Sam), Reinartz (89. Pusch), Rolfes (83. Hegeler) – Castro (89. Castro), Schürrle (46. Bellarabi) – Kießling (57. Fernandes)

4 Responses to SSC Neapel – Bayer 04 Leverkusen

  1. Konny sagt:

    X war/ist Pandev: die Schwachpunkte dieser Partie sehe ich bei Friedrich, Schwaab, Castro und Rolfes. Was nutzt mir denn ein Innenverteidiger, der zwar vorne hin und wieder für ein Tor gut ist, aber hinten fast regelmäßig patzt? Friedrichs Fehler fand kurz vor diesem „Foulchen“ an Wollscheid statt und machte diese Situation möglich.
    Wieso so viel (berechtigt) von Carvajal geschwärmt wird und er dann hinter Schwaab auf der Bank Platz nehmen muss, geht mir auch nicht in den Kopf, langsam sollten die Experimente zu Ende sein und eine BuLi-Elf auflaufen!
    Rolfes hat im Grunde kein schlechtes Spiel gemacht, dass das System irgendwann wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist, ist trotzdem auch ihm anzulasten, geplant war schließlich, dass Bener und Rolfes mit den Außenverteidigern aufrücken und sich wieder schnell (!) fallen lassen. Schnell ist für Rolfes ein Fremdwort. Hier müsste meiner Meinung nach Hosogai eher bevorzugt werden, als auf der LV-Position.
    Ja und Castro war eben Castro, wann hat der eigentlich das letzte Mal richtig gut gespielt?

    • djs2e sagt:

      Ich fand Rolfes eigentlich ganz gut, zumindest in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit lief dann einiges schief. Die Ergänzugsspieler konnten sich, außer Bellarabi und Carvajal, kaum anbieten. Vielleicht sollte man die beiden für unsere Schwachstellen Castro und Schwaab beim nächsten Test in die Startformation stellen. Außerdem frage ich mich, warum man nicht einmal Toprak und Wollscheid in der Innenverteidigung spielen lässt. Die beiden wären auf jeden Fall fußballerisch ein deutlicher Fortschritt.

      • Konny sagt:

        Wolle war doch in der Innenverteidigung? Ich würde Friedrich auch nur noch als Wechselspieler nehmen und Toprak als Stammspieler anlernen. Hosogai sah gegen Duisburg als LV eig gar nicht schlecht aus, vielleicht muss er sich da erst dran gewöhnen, aber ich würde ihn wie gesagt viel lieber als Rolfes-Ersatz sehn, weil ich nicht glaube, dass Rolfes dazu in der Lage ist, das Tempo hochzuhalten.

        Ich hätte aufgestellt: Leno – Kadlec, Toprak, Wollscheid, Carvajal – Reinarzt, Bender, Hosogai – Schürrle, Bellarabi – Kießling

        Es fällt auch echt schwer auszumachen, wann sie das 433 oder das 4321 spielen.

        • djs2e sagt:

          Es war auch mehr auf Toprak bezogen. Die beiden haben bisher kaum gemeinsam auf dem Platz gestanden. Bei der Systemfrage ist es immer eine Sache. Ein Fußballspiel ist immer dynamisch und die Spieler bewegen sich sehr frei auf dem Feld, sodass situativ auch andere Systeme gespielt werden, aber ich denke, dass wir mit einem 4-3-3 in die Spielzeit gehen. Je nachdem, welch Spieler in der Startformation stehen, wird dieses System halt anders interpretiert.

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