Überraschung im Capital One Cup

Während in Deutschland in den letzten Jahren fast nur Bundesligisten den Einzug in das Pokalfinale schafften, ist es in England gar nicht so selten, dass kleine, unterklassige Vereine ins Pokalfinale einziehen. Zumindest der sogenannte Capital One Cup (Ligapokal) sorgt fast immer für überraschende Finalpartien. So auch in diesem Jahr.

Der erste Finalteilnehmer heißt Swansea City und ist nicht einmal in England beheimatet. Der Club aus Wales spielt bereits seit letzter Saison in der Premier League und wird aufgrund seiner Spielweise als „Swanselona“ oder kleines Barcelona bezeichnet. Das Halfinalhinspiel gegen den FC Chelsea konnte man in der altehrwürdigen Stanford Bridge mit 2:0 gewinnen. Die Tore erzielten der starke Spanier Michu und Danny Graham.

Eklat im Rückspiel

Im Rückspiel kam es dann zu einer intensiven und kämpferische Partie vor den enthusiastischen walisischen Fans. Beide Mannschaften kamen zu einigen Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Immer wieder parierte der starke Gerhard Tremmel (ja genau der) die Schüsse der Chelsea-Stars. In der 80. Minute entschied Eden Hazard die Partie dann zu Ungunsten des FC Chelsea. Nachdem der Ball in das Toraus trudelte ging der belgische Nationalspieler hinterher um den Ball zu holen. Als der Balljunge den Ball aber nicht sofort hergeben wollte und sich auf die Kugel legte, trat Hazard in Richtung Ball und traf den Jungen in der Bauchregion. Der Balljunge lag mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden und sogar einige Spieler des FC Chelsea kümmerten sich um den Jungen. Folgerichtig erhielt Hazard für diese unnötige Aktion die rote Karte. Obwohl der Balljunge mit seiner sehr unsportlichen Provokation eine Mitschuld an der rote Karte trägt, muss ein Profifußballer eine solche Situation anders lösen.

Das Spiel endete 0:0 und die Waliser können ihre Finalteilnahme feiern.

Ein Viertligist im Finale

Nachdem man im Viertelfinale bereits den FC Arsenal aus dem Weg räumen konnte, setzte sich Bradford City auch gegen Aston Villa durch. Zwar verlor man das Hinspiel im Villa Park mit 2:1, doch ein 3:1 im Rückspiel reichte für den Finaleinzug. Damit ist Bradford City der erste Viertligist im Capital One Cup Finale seit dem AFC Rochdale 1962. Die „Zwerghühner“ können sich damit über einen warmen Geldregen freuen und dürften mit ihrer defensiven Grundausrichtung und ihren starken Kontern im Finale nicht ganz chancenlos sein.

Das Finale wird am 24. Februar im Londoner Wembley-Stadion stattfinden und der Gewinner wird in der nächsten Saison international spielen dürfen.

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