Die bessere Mannschaft verliert

In der BayArena in Leverkusen sahen gut 30 000 Zuschauer ein großartiges Spitzenspiel in dem der BVB durch Tore vonReus (3. Minute) Blaszczykowski (9. Minute) und Lewandoski (63.Minute) siegreich vom Platz ging. Für die Werkself traf Stefan Reinartz gleich doppelt (58. und 62. Minute).

Vor der Partie

Das Trainerduo Hyypiä/Lewandowski setzte auf die gleiche Elf, wie in Freiburg. Im gewohnten 4-3-2-1 wollte man auch den BVB „knacken“.

Bayer-frankfurt

1. Halbzeit: Dortmund effizienter

Bereits in der 1. Halbzeit war es ein Spitzenspiel auf ganz hohem Niveau. Beide Teams spielten nach vorne und suchten ihr Heil in der Offensive. In der 3. und 9. Minute ging der BVB durch Tore von Reus und Blaszczykowski in Führug. Doch Leverkusen war keineswegs chancenlos. Castro und Kießling vergaben einige große Torgelegenheiten. Immer wieder lief die Werkself in die guten Konter des BVB und ließ so gute Gelegenheiten zu. So ging Leverkusen mit 2-Tore Rüsckstand in die Halbzeit und das obwohl man eigentlich eine gute Halbzeit gespielt hatte

2. Halbzeit: Leverkusen deutlich stärker

Levrkusen wechselte für Kapitän Simon Rolfes Offensivspieler Sidney Sam ein und agierte fortan deutlich offensiver. Man war präsenter in den Zweikämpfen und schnürte den BVB in der eigenen Hälfte ein, ohne Räume für Konter zu gewähren. Der Aufwand sollte sich lohnen. Nach sensationeller Vorarbeit von Kießling schob Reinartz den Ball von 5 Metern ins Dortmunder Tor (58. Minute). Nur wenige Minuten später erzielt der defensive Mittelfeldspieler per Kopf das 2:2. Die Freude wehrte nur kurz, denn nach einem katastrophalem Rückpass von Wollscheid springt der Ball zu Lewandowski, der aus 10 Metern einschieben kann. Leverkusen kämpfte noch 20 Minute für den Ausgleich, doch beste Chancen blieben ungenutzt.

Fazit: Die bessere Mannschaft verliert

Wer gegen den amtierenden Meister knapp 57% Ballbesitz hatte und darüber hinaus noch 25 mal auf das gegnerische Tor schießen konnte, der hat sicherlich keine Niederlage verdient. Individuelle Fehler, mangelnde Chancenauswertung und Unachsamkeit brachte die Werkself um den verdienten Lohn für eine engagierte Leistung. Die beste Saisonleistung der Leverkusener reichte letzlich nicht die Dortmunder zu schlagen. Bei Leverkusen stachen vor allem Kießling und Carvajal aus einer starken Mannschaftsleistung heraus. Nach dem katastrophalen Hinspiel in Dortmund zeigte sich die Werkself gefestigter und mutiger. Das Spielsystem wird fast über 90 Minuten sehr gut umgesetzt und sofern die Einstellung stimmt, kann Leverkusen auch gegen die großen Klubs erfolgreich sein. Das man heute über weite Strecken die bessere Mannschaft zweier sehr guten Teams war, zeigt den taktischen und spielerischen Fortschritt, den die junge Mannschaft aus Leverkusen in dieser Saison vollzogen hat.

Insgesamt war es eins der besten Spiele der letzten Zeit mit 2 sehr guten Teams. Es war alles zu sehen: giftige Zweikämpfe, atemberaubende Technik, grandiose Spielzüge, schöne Tore und Emotionen. Ich war sicherlich nicht der einzige Fan, der in den 90 Minuten ein Wellenbad der Gefühle erlebte.

Leverkusen trifft in der nächsten Woche auf Borussia Mönchengladbach und kann dort den 3. Tabellenplatz festigen.

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