Katastrophe im Breisgau

Quelle: http://stadioncheck.de/

Eigentlich habe ich keine Lust über dieses katastrophale Spiel einen Artikel zu verfassen, doch haben mich einige Tatsachen so stark gestört, dass ich nicht anders kann, als meinen Frust hier los zu werden.

1. Die Aufstellung: Bei der Aufstellung war ich noch zufrieden. Der zurzeit außer Form befindliche Rolfes und der stark strapazierte Kießling aus der Startelf raus und dafür Schwaab und Derdiyok rein. Gonzalo Castro darf mal wieder auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld ran, ansonsten bleibt alles beim Alten.

2. Das Spiel: Die Werkself kann bereits nach 2 Minuten durch Michael Ballack in Führung gehen, ein optimaler Start. Wer nun dachte Leverkusen würde das Spiel jetzt souverän nach Hause fahren, noch das eine oder andere Tor gegen den Tabellenletzten erzielen, sah sich getäuscht. Freiburg wurde von Minute zu Minute besser und Leverkusen von Minute zu Minute schlechter. Die Bayerelf hatte überhaupt kein Zugriff aufs Spiel, kein Zweikampfverhalten, keine Ideen und vor allem kein System. Während Freiburg den Ball in den Reihen laufen ließ, bestanden Leverkusens Offensivbemühungen aus langen Bällen von Bernd Leno auf die einzige Spitze Derdiyok, der zumeist das Kopfballduell verlor. Keine einzige gelungene Kombination gelang der Werkself und ein Fehlpass folgte dem nächsten. Es war kein System zu erkennen, und es schien mir so, dass keiner genau wusste, wo er hinlaufen musste oder sollte.

Freiburg hingegen kombinierte ansehnlich und kam zu einigen Chancen, welche entweder durch Leno entschärft oder durch eigenes Unvermögen vergeben wurden. Einmal traf Cisse aus kurzer Entfernung nur den Pfosten. Das Spiel plätscherte ein bisschen vor sich hin und fast jeder Angriff der Freiburger wurde am Ende gefährlich. Leverkusen rettete das Ergebnis so grade über die Zeit und kann bereits am Mittwoch gegen Valencia den schlechten Eindruck von heute wettmachen.

3. Die Einstellung: In diesem richtugsweiaenden habe ich weder eine taktische noch eine emotionale Einstellung gesehen. Das Spiel gegen Freiburg war eine gänzlich blutleere Vorstellung. Hochveranlagte Spieler, wie Castro, Sam oder Schürrle laufen rum wie Falschgeld. Ich frage mich mit welchem Selbstverständnis geht ein Verein wie Leverkusen in ein Spiel gegen den Tabellenletzten Freiburg. Kein Selbstbewusstsein, keine „Brust raus“ und keine Souveränität. Anstatt den verunsicherten Gegner zu pressen und so unter Druck zu setzen, dass er Fehler macht, zog sich die Werkself immer wieder zurück, nur um ja keinen Meter zu viel zu laufen. Die Abwehrspieler hatten mehr Angst vor dem Ball, als ein Klaustrophobiker vor engen Räumen. Es wurde solange der Ball durch die eigenen Reihen nach hinten gespielt bis Leno den Ball bekam und ihn nach vorne „bolzte“. Mit Taktik hatte das heutige Spiel aus Leverkusener Sicht nichts zu tun.

4. Fazit: Wenn die Werkself nicht bald fußballerisch die Kurve bekommt, wird es für Robin Dutt langsam eng. Vor allem bei den Fans der Werkself hat der junge Trainer  schon einigen Kredit verspielt. Schon am Mittwoch im Champions League Spiel gegen Valencia hat die Mannschaft und das Funktionsteam wieder eine Chance ein besseres Spiel zu zeigen und spätestens am Wochenende, wenn man nach den Spielen gegen Valencia und den HSV in einer Woche 9 Punkte geholt hat, wird sich keiner mehr an das Spiel gegen Freiburg erinnern – man wird ja wohl noch träumen dürfen-.

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