Zum Karriereende: Philipp Lahm ist deutscher Fußballer des Jahres 2016/2017

Lange musste Philipp Lahm (33) auf diesen Titel warten – nun ist es so weit: Der ehemalige FC Bayern- und Nationalmannschaftskapitän ist deutscher Fußballer des Jahres 2016/2017. Nach einem zweiten Platz bei der Wahl im Jahr 2004 und dem dritten Rang 2006 wurde Philipp Lahm in diesem Jahr durch die Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) zum besten deutschen Spieler gewählt. Fußballerin des Jahres ist Dzsenifer Marozsan, Julian Nagelsmann wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Lahm folgt auf Boateng

An der jährlich vom Sportmagazin kicker organisierten Wahl beteiligten sich 885 Journalisten. Mit 242 Stimmen setzte sich Philipp Lahm klar gegen Toni Kroos (192 Stimmen) und Pierre-Emerick Aubameyang (120 Stimmen) durch. Damit folgt Lahm auf seinen langjährigen Vereins- und Nationalmannschaftskollegen Jérôme Boateng, der die Wahl in der Saison 2015/2016 für sich entschieden hatte.

Defensive Position als Nachteil

Über seine gesamte Karriere hinweg zeigte Philipp Lahm immer wieder überragende Leistungen und galt als großer Sympathieträger im Verein, bei den Fans und unter Journalisten. Warum er dennoch bis zum Karriereende auf die Auszeichnung als deutscher Fußballer des Jahres warten musste, lässt sich wohl mit seiner bevorzugten Position in der Verteidigung begründen. Bei der seit 1960 durchgeführten Wahl konnten sich nur selten Abwehrspieler durchsetzen. Zumeist gewannen den Titel Spieler auf offensiven Positionen, da diese über eine Saison hinweg mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Würdigung des Lebenswerkes

Philipp Lahm zählt zu den erfolgreichsten deutschen Spielern der Geschichte. Neben dem Gewinn der Champions League und dem Weltmeistertitel im Jahr 2014 durfte Lahm mit dem FC Bayern München acht deutsche Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiege feiern. Somit war die Auszeichnung in seiner letzten aktiven Saison auch als Ehrung für seine gesamte Karriere zu verstehen, wie auch Lahm im kicker-Interview sagt: „Es ist eine große Auszeichnung, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut. Ich denke, dass die deutschen Sportjournalisten bei dieser Wahl wohl meine ganze Karriere gesehen haben.“

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