Talente von der Rur III

Im 3. Teil meiner Reihe „Talente von der Rur“, möchte ich euch zwei Talente vorstellen, die wahrscheinlich den Wenigsten von euch ein Begriff sind. Beide haben bereits ihr Debut in der Bundesliga gegeben. Reinhold Yabo debütierte in der Saison 2009/10 als 18-jähriger in der Profimannschaft des 1.FC. Köln und Wilson Kamavuaka machte sein erstes Spiel am 8.Spieltag dieser Bundesligasaison.

Reinhold Yabo

Einigen von euch wird dieser Name ein Begriff sein, doch die wenigsten werden wahrscheinlich wissen, dass Reinhold Yabo im Kreis Düren das Fußballspielen erlernt hat. Bis zum Jahr 2001 spielte Yabo bei der Teutonia aus Niedermerz und wechselte im Jahr 2002 zum 1.FC Köln. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften und reifte zum U-Nationalspieler. So kommt Yabo auf 2 U-15 Einsätze, 11 U-16 Einsätze, 20 U-17 Einsätze, 4 Einsätze in der U-18-Nationalmannschaft, 12 U-19 Einsätze und 2 Einsätze in der U-20 Nationalmannschaft. Seinen größten Erfolg im Nationaldress konnte Yabo bei den U-17 Europameisterschaften 2008 in Deutschland feiern, wo Yabo das Nationalteam als Kapitän auf den Platz führte und maßgeblich an dem großen Erfolg bei der Heim-EM beteiligt war. Weiterhin wurde er vom Deutschen Fußball-Bund im Jahr 2009 in der Altersklasse U-17 mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet. 2010 bekam er ebenfalls die Medaille in Silber für die Altersklasse U-18.
Sein Bundesligadebüt gab Reinhold Yabo am 31. Spieltag der Saison 2009/10 für den 1.FC Köln. In der folgenden Saison kam er dann auf 4 Einsätze in der höchsten Spielklassen und 24 Einsätze in der Zweitvertretung des FC. Während er bei den Profis meist eingewechselt wurde, hatte er bei den Amateuren eine tragende Rolle und erzielte bei seinen 24 Einsätzen 9 Tore und gab 4 Torvorlagen. Am 31. Spieltag der Saison 2010/2011 stand Yabo erstmals in der Startformation des Profiteams. Doch seine Premiere verlief alles andere als gut und der FC verlor mit 4:1 gegen den VfL Wolfsburg, sodass dieses Spiel Yabos vorerst letztes Spiel für den FC war.
Vor dieser Saison ließ sich Yabo dann, um mehr Spielpraxis zu bekommen, zur Alemannia aus Aachen verleihen. Er kommt bisher auf 10 Einsätze und pendelt zwischen Startelf und Einwechselspieler. Vor seinem Wechsel zur Alemannia sagte Lukas Podolski über den bevorstehenden Wechsel folgendes: „Er ist eines der größten Talente in seinem Jahrgang. Wenn ich ihn im Training sehe, dann ist klar: Der Junge hat ein riesiges Potenzial. Ich persönlich finde es schade, wenn der Klub ihn ausleiht. So ein Junge, der mit ganzen Herzen am FC hängt, würde uns weiterhelfen“. Ich denke Reinhold „Ray“ Yabo hat noch eine große Karriere vor sich und sollte nach seiner Rückkehr zum FC große Chancen haben einen Stammplatz zu ergattern.

 

Wilson Kamavuaka

Nun kommen wir zu einem echten Nationalspieler aus Düren. Wilson Kamavuaka fing seine Fußballkarriere bei Sportfreunde Düren an und wechselte im Jahr 2007 zur Alemannia aus Aachen: Dort spielte er in der A-Jugend Bundesliga. Zur Saison 2009/10 wechselte er dann zur 2.Mannschaft der TSG aus Hoffenheim in die Oberliga, wo er in seiner 1. Senioren-Saison auf 22 Spiele und 3 Tore kam und mit seiner Mannschaft den Aufstieg feiern konnte. In der folgenden Saison spielte er 22mal in der Regionalliga Süd und konnte sich einmal in die Torjägerliste eintragen. Nach einer Saison in der Regionalliga wechselte Kamavuaka zu Beginn dieser Saison zum 1.FC Nürnberg. Dort erhoffte er sich größere Chancen bei den Profis Fuß zu fassen. Anscheinend hat sich der Junge Deutsch-Kongolese richtig entschieden, denn er konnte, neben 11 Einsätzen in der Regionalligaelf des Clubs, bereits 3mal Bundesligaluft schnuppern. Höhepunkt seiner bisherigen Karriere war wohl sein Länderspieldebüt für den Kongo gegen Mali bei einem Freundschaftsspiel in Paris. Nürnbergs Sportvorstand Martin Bader sagte nach der Verpflichtung über Kamavuaka:„Unsere Scouting-Abteilung verfolgt Wilsons Weg bereits über einen längeren Zeitraum. Den vielen positiven Beispielen der Vergangenheit soll er folgen und bei uns über die U23 an den Lizenzkader herangeführt werden“.
Das der Profifußball ein hartes Geschäft ist, musste Kamavuaka (klingt überragend, deswegen schreibe ich das so oft) am eigenen Körper erfahren. So tunnelte der technisch starke Kamavuaka in einer Trainingseinheit den argentinischen Heißsporn Javier Pinola und wurde daraufhin mit einem gekonnten Ellenbogencheck niedergestreckt, worauf Trainer Dieter Hecking das Training abbrach und die Spieler zum Auslaufen schickte. An der Karriere des defensiven Mittelfeldspielers erkennt man, dass es manchmal die kleinen Schritte im Leben sind, die einen wirklich weiterbringen.

7 Responses to Talente von der Rur III

    • djs2e sagt:

      Danke für den Link! Super da habe ich ja noch mehr Stoff zum Schreiben! Warten wir mal ab bis die Jungs ihre ersten Profieinsätze bekommen! Habe eben gesehen Tim Krumpen(Ex-Niederau) und Narciso Lubasa (Ex-Niederau) standen in der Startformation bei Alemannia Aachens erstem Sieg!

  1. djda sagt:

    narcio aber leider nicht!!! wo hast du das denn gelesen?

    • djs2e sagt:

      Danke für den Link! Ich habe mich aber erstmal auf die Spieler konzentriert, die bereits Einsätze in einer der 3 Profiligen vorzuweisen haben. Vielleicht wenn der Junge zu seinen ersten Profieinsätzen gekommen ist. Trotzdem sehr interessant zu lesen!

  2. […] gehts nochmal zu den Artikeln der Reihe “Talente von der Rur”:  Teil1, Teil2, Teil3, Teil4, Teil5, […]

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