Talente von der Rur IV

Im  4.Teil der Reihe „Talente von der Rur“ will ich euch 2 Spieler vorstellen, die ihren großen Durchbruch noch vor sich haben. Dennoch konnten beide bereits erste Profiluft schnuppern. Die beiden Spieler sind Mannschaftskameraden bei der Alemannia aus Aachen und konnten an diesen Wochenende den ersten Sieg ihres Clubs feiern. 

Tim Krumpen

Der erste Spieler, den ich euch vorstellen möchte, ist Tim Krumpen. Der in Aachen geborene Krumpen begann seine Fußballkarriere in der Voreifel bei der Germania Vossenack und wechselte im Jahr 2000 zum FC Niederau. Dort spielte er 2 Jahre  lang,  bis er im Alter von 13 Jahren zur Alemannia aus Aachen wechselte. In Aachen durchlief er alle Jugendmannschaften und wurde in der Saison 2007/08 in den Kader der Zweitvertretung übernommen. Seit der Saison 2009/10 ist er Stammtorhüter der Amateure und 3.Torwart des Profiteams. Im Jahr 2010 schaffte der junge Torhüter die Einungsprüfung an der Sporthochschule Köln und hatte damit die Berechtigung ein Studium zu beginnen. Doch nachdem er einen Profivertrag bis in das Jahr 2013 angeboten bekam, entschloss Krumpen sich ausschließlich auf den Fußball zu konzentrieren. Zu seinem ersten Profieinsatz kam Kumpen am 33. Spieltag der Saison 2010/11, als in dem Spiel gegen Düsseldorf der Stammtorwart David Hohs in er 13 Minute wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde. Sein erstes Spiel verlor Krumpen leider und auch bei seinem 2. Einsatz konnte die Alemannia aus Aachen nicht gewinnen. Vor dieser Saison musste sich Krumpen dann wieder hinter den beiden etablierten Keepern, Waterman und Hohs, einordnen und spielte meist in der NRW-Liga, wenn er nicht bei den Profis auf der Bank sitzen musste. Am 12. Spieltag dieser Saison konnte Krumpen sein “Comeback“ im Tor der Alemannia feiern, da sowohl Stammkeeper Hohs als auch sein Ersatz Waterman ausfielen. Mit Krumpen im Kasten feierte Aachen den ersten Sieg in der Saison, als letzter Verein aller 54 Proficlubs. Torhüter Tim Krumpen lieferte dabei eine einwandfreie Partie.

In den Augen von Torwart-Trainer Hans Spillmann ist Krumpen „fußballerisch einer der besten Torhüter, die ich je gesehen habe“. Ebenso wie Hohs habe er jedoch „noch viel Luft nach oben“. Oben ist ein gutes Stichwort, denn Krumpen teilt ein Schicksal mit Torwartgrößen wie Uwe Kamps, Jorge Campos, Andreas Köpke oder Stefan Klos; Er ist mit 1,83m für einen Torwart doch sehr klein gewachsen.

 

Narciso Lubasa

Der zweite Spieler, den ich euch vorstellen möchte, ist Narciso Lubasa. Der junge Deutsch-Angolaner begann seine Karriere bei SC Merzenich und ging dann über die Stationen SW Düren, FC Niederau und Bonner SC zur Viktoria aus Arnoldsweiler, wo er seine ersten Senioreneinsätze in der Landesliga absolvierte. Lubasa war maßgeblich am Aufstieg der Viktoria in die Mitterheinliga beteiligt und fiel mit seinen überragenden Leistungen den Talentscouts von Alemannia Aachen auf. Zur  Saison 2009/10 wechselte Lubasa in die Amateurmannschaft Aachens und spielte auf Anhieb eine tragende Rolle in der NRW-Liga. In der Saison 2010/2011 debütierte Lubasa bei der Auswärtsniederlage gegen Erzgebirge Aue in der Profimannschaft der Alemannia. Am Ende der Saison 2010/11 standen für den jungen Dürener 3 Einsätze in der 2.Bundesliga zu Buche und Lubasa konnte zufrieden damit sein, innerhalb von 2 Jahre den Sprung von der  7.-höchsten Spielklasse in die 2.-höchste Spielklasse geschafft zu haben. In dieser Spielzeit konnte Lubasa bisher erst einen Einsatz verbuchen, doch wird der talentierte Mittelfeldspieler diesem Einsatz noch weitere folgen lassen.

Sein bisher prominentester Gegner war Andriy Schevchenko. In einem Vorbereitungsspiel zur Saison 2011/12 gegen Dynamo Kiew traf Lubasa auf den Altinternationalen Schevchenko und lieferte ein starke Partie. „Unsere Jungs kannten Andriy Shevchenko bisher nur vor der Play Station, jetzt haben sie mal gegen ihn gespielt, das ist eine gute Erfahrung“, fasste der damalige Trainer Hyballa die Eindrücke zusammen.

Das Besondere an Lubasa ist, dass er der einzige Profi aus der Reihe „Talente von der Rur“ ist, der in seinem ersten Seniorenjahr nicht bei einem Proficlub gespielt hat.

 

Das war der 4. Teil der Reihe „Talente von der Rur“. Da ich mich bei meinen Artikeln auf Talente beschränke, die bereits in den ersten 3 Profiligen gespielt haben oder wenigstens im Kader waren, folgt in den nächsten Tagen der vorerst letzte Teil der Reihe, bei dem ihr euch auf die eine oder andere Überraschung gefasst machen könnt.

Wie findet ihr die Reihe? Und was sagt ihr zu den Talenten? Gibt es noch Talente aus Düren die in einer Profiliga im In- oder Ausland spielen? Über eure Anmerkungen würde ich mich sehr freuen!

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