Talente von der Rur VI

In meinem wirklich vorerst letzten Teil der Reihe „Talente von der Rur“  werde ich euch zwei Fußballerinnen vorstellen, die beide schon in der Jugendnationalmannschaft gespielt haben. Momentan spielen beide in der Frauenfußballbundesliga.

Johanna Elsig

Die junge Dürenerin Johanna Elsig begann ihre Fußballkarriere beim FC Düren Niederau und spielte dort von der Bambini bis zur B-Jugend immer mit Jungs zusammen. Ab der C-Jugend durfte sie nur aufgrund einer Sondergenehmigung mit ihren männlichen Kollegen zusammenspielen. Sie war meist Stammspielerin und eignete sich ein knallhartes Zweikampfverhalten an, von welchem sie noch heute profitiert. „Aus dieser Zeit hat sie eine Menge mitgenommen – gerade was Robustheit und Dynamik angeht. Das kommt ihr heute in der Frauen-Bundesliga sehr zugute“, ist sich ihre aktuelle Trainerin Doreen Meier sicher.

Johanna wechselte im Jahr 2009 zur Werkself nach Leverkusen in die 2.Liga, wo sie auf Anhieb den Sprung in die Stammelf schaffte. Direkt im ersten Jahr konnte sie mit ihrer Mannschaft den Austieg in die Bundesliga feiern. In der höchsten Spielklasse zahlte die Mannschaft aus Leverkusen zumeist Lehrgeld und erreichte am Ende einen zufriedenstellenden 8.Platz. Johanna konnte in ihrer ersten Bundesligasaison 19mal spielen und schoss dabei als Abwehrspielerin immerhin 2 Tore. In der bisherigen Saison absolvierte Johanna Elsig bereits 7 Partien, von denen nur eine gewonnen werden konnte.

Neben ihrer Bundesligakarriere, konnte Johanna Elsig bereits Erfolge in den Jugendnationalmannschaften des DFB feiern. So lief sie 5mal für die U-15-Nationalmannschaft auf, absolvierte 8 Spiele in der U-16- Nationalmannschaft und spielte 8mal für die U-17-Nationalmannschaft, mit der sie als Spielführerin die U-17- Europameisterschaft 2009 gewinnen konnte. Im Jahr 2010 scheiterte sie mit der U-19 im Halbfinale der EM in Mazedonien gegen Frankreich im Elfmeterschießen. Doch nur ein Jahr später machte die U-19 es besser und wurde in Italien Europameister. Im Finale wurde die U-19 Norwegens mit einem  klaren 8:1 besiegt.

Neben den beiden Europameistertiteln wurde Elsig im Jahr 2011 vom DFB die Fritz-Walter-Medaille in Gold für Juniorinnen verliehen, welche nur an die beste Nachwuchsspielerin eines Jahrgangs verliehen wird. Ihr großes Vorbild ist Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern und ähnlich wie ihr Vorbild spielt Elsig am liebsten auf der Position im defensiven Mittelfeld.

„Es ist ihr großer Siegeswille, der sie so weit gebracht hat. Sie besitzt einen Ehrgeiz, der manchmal schon unheimlich ist“, meint Doreen Meier, Trainerin der Frauenmannschaft aus Leverkusen. So erhielt sie in ihrem ersten Bundesligajahr in 19 Spielen 7 gelbe Karte und die alle wegen Meckerns.

In Zukunft wird die Schülerin wohl immer näher an die Nationalmannschaft ran rücken und in den nächsten Jahren ihr Debüt in der A-Elf Deutschlands geben.

 

 Klara Muhle

Klara Muhle begann ihre Fußballerlaufbahn bei der Viktoria aus Birkesdorf und wechselte später zur FC Mausauel-Nideggen. Sie spielte auch für Viktoria Arnoldsweiler und konnte dort in der B-Jugend nur aufgrund einer Sondergenehmigung spielen.  Im Jahr 2007 wechselte die junge Torhüterin dann zum Zweitligisten Brauweiler-Pulheim, wo sie erstmals Zweitligaluft schnuppern konnte. Nach einer weiteren Station in Wattenscheid 09 folgte ein kurzes Engagement beim 1.FC Köln, wo sie in ein kleines Loch fiel und die Lust am Fußball verlor. Sie löste ihren Vertrag auf und entschied sich beim TSV Stockheim im Feld zu kicken.

Im Jahr 2010 bekam sie dann ein Angebot des USV Jena, wo sie einen Vertrag über 2 Jahre unterschrieb und dort neben ihrer fußballerischen Karriere ein Lehramtsstudium für Geschichte und Englisch begann. Sie kann bereits 3 Partien im DFB-Pokal vorweisen, doch hat sie sich bisher nicht gegen ihre Konkurrentin durchsetzen können.

Muhle kann bereits auf einige U-Nationalmannschaftsspiele zurückblicken und ihre größten Erfolge im Trikot des DFB waren zwei 3. Plätze beim Nordic Cup 2007 und 2008. Momentan kämpft Muhle mit einer hartnäckigen Verletzung. Erst wenn diese Verletzung auskuriert ist, kann Muhle den Konkurrenzkampf im Tor des Universitätssportvereins Jena aufnehmen. Aufgrund ihres Ehrgeizes und Talents ist Muhle zuzutrauen, dass sie den Kampf um die Nummer 1 für sich entscheiden kann.

Anderen jungen Fußballerinnen gibt Muhle einen guten Tipp: „Wenn ein Mädchen aus Spaß an der Sportart Fußball spielen will, dann soll es in Mädchen-Mannschaften kicken. Wenn es aber mehr aus seinem Talent machen will und kann, dann soll es so lange wie möglich in Jungen-Teams spielen“. Wie man an Muhle und Elsig erkennt, gibt es für junge Mädchen nur einen Erfolgsweg und der führt über das Behaupten in Jungenmannschaften.

Wer mehr über die junge Torfrau erfahren will, der schaut hier nach.

 

Abschließend: Wie fandet ihr die Reihe? Waren die beiden Damen euch bekannt? Wer von beiden wird Nationalspielerin oder schaffen es sogar beide?

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